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Moderne Kunst in Duisburgs Innenhafen: MKM Museum Küppersmühle präsentiert Bernd Koberling

Natur und Landschaften in Abstraktion und Figuration
Von Petra Grünendahl

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017. Foto: Petra Grünendahl.

Seine erste Lapplandreise (Schweden) 1959 sei ein Rauscherlebnis gewesen, bekannte Bernd Koberling (*1938 in Berlin). Dort bekam er die Initialzündung das inhaltliche Lebensthema seiner Matlerei: die Landschaft. Jährliche Aufenthalte in Nord-Skandinavien wurden zur Regel. Später hieß sein regelmäßiges nordisches Ziel Island. Mit 17 hatte er das Gymnasium verlassen, eine Ausbildung als Koch begonnen und 1957 schließlich angefangen zu malen. Nach der Arbeit (als Koch) ging er an die Leinwand, der seine Leidenschaft galt: „Eine weiße Leinwand empfand ich immer als kreative Krise“, so Koberling. Eine Krise, eine Herausforderung, die gemeistert werden wollte. Studiert hat er dann an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er – wie andere Westberliner Maler seiner Zeit – mit neuer amerikanischer Kunst in Berührung kam. Ihn beeinflusste die Verbindung von Abstraktion und Figuration der amerikanischen Künstler, die er in seine Malerei übernahm.

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017 (v. l.): Kurator.Christian Maylcha, Bernd Koberling und Museumsdirektor Walter Smerling stellten die Ausstellung vor Foto: Petra Grünendahl.

Mit der A1usstellung „Bernd Koberling 1963-12017“ zeigt das MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst im Duisburger Innenhafen die bislang größte Retrospektive des Künstlers, der heute in Berlin und auf Island lebt. Rund 80 überwiegend großformatige Gemälde aus sechs Jahrzehnten sind in den Erdgeschossräumen des MKM als Sonderausstellung zu sehen. Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling stellte zusammen mit Bernd Koberling und Kurator Christian Malycha die Ausstellung, Leben und Werk des Künstlers vor. Finanziell gefördert wird die Sonderschau von der National-Bank AG in Essen. Die Ausstellung eröffnet in Anwesenheit des Künstlers am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhr.

Der Künstler in seiner Entwicklung

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017. Foto: Petra Grünendahl.

Die Werkschau ist in neue Abschnitte (Räume) gegliedert, die chronologisch geordnet seine Entwicklung als Künstler nachvollziehen lassen. Um das Spätwerk (ab 1999/2000) in der großen Halle drum herum sind frühere Schaffensphasen gruppiert: Von den frühen Fjorden und Hüttenbildern (1963/64) oder Überspannungen (1965-69) über die Rombilder (1969-70), Jutebilder (1974-82) oder Mensch und Tier (1982-87) und die Hinwendung zum Mikrokosmos (1988-90) bis hin zur Verwendung überwiegend dunkler Farben (1990-98), Plattenbildern (1999-2011) mit leichten Farben auf hellem Hintergrund der schlussendlichen Rückkehr zum Arbeiten mit Öl seit 2012. Stilistischer Wandel rund um die Erkundung seines Lieblingsmotivs Landschaft.

Die Lehre begleitete seit 1976 sein kreatives Schaffen. Über die Jahrzehnte hielt er Gastprofessuren an Kunsthochschulen und Universitäten in Hamburg, Düsseldorf und Berlin sowie ordentliche Professuren in Hamburg und Berlin. 2012 schließlich folgte die Berufung an die Akademie der Künste in Berlin.

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Impressionen …

Ein umfassender Katalog zur Ausstellung mit Textbeiträgen von Demosthenes Davvetas, Kay Heymer und Kurator Christian Malycha ist für 35 Euro als Museumsausgabe an der Museumskasse zu erwerben. Das 264-seitige Werk in deutscher und englischer Sprache enthält 118 Color-Abbildungen und ist im Wienand Verlag, Köln, erschienen (ISBN 978-3-86832-402-0).

Museum Küppersmühle:

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017. Foto: Petra Grünendahl.

Duisburger haben donnerstags freien Eintritt
Die Arbeiten sind bis zum 28. Januar 2018 in den Erdgeschossräumen des Museums zu sehen. Das Museum Küppersmühle findet man im Innenhafen am Philosophenweg 55 (Haupteingang). Mittwochs ist das Museum von 14 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet nur für die Wechselausstellungen 6 Euro, für das gesamte Haus (inkl. Wechselausstellung) 9 Euro. Ermäßigt sowie bei Gruppen ab 10 Personen zahlt man pro Person 4,50 Euro, Kinder und Schüler über sechs Jahren zahlen 2 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, ebenso donnerstags alle Duisburger (gegen Vorlage des Personalausweises). Alle Ausstellungsräume des Museums sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Offene Führungen durch die Sammlung sowie durch laufende Ausstellungen gibt es jeden Sonntag um 15 Uhr, aber auch nach Vereinbarung.

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017. Foto: Petra Grünendahl.

Am Mittwoch, 24. Januar 2018, um 17 Uhr findet eine Führung der Reihe „Kunst und Genuss“ durch die Ausstellung statt: inklusive Getränk und Imbiss zum Ausklang im Restaurant Küppersmühle beträgt der Teilnahmepreis 21 Euro (Anmeldung unter http://www.museum-kueppersmuehle.de/informatîon/veranstaltungsprogramm). Zur Matinée „Berlin 1965: Die Neuerfindung der Malerei“ mit einem Künstlergespräch und Ausstellungsrundgang mit Bernd Koberling und Markus Lüpertz lädt das MK am Sonntag, 14. Januar 2018, um 11 Uhr. Führungen durch die Bernd-Koberling-Ausstellung gibt es mittwochs und freitags um 17 Uhr sowie samstags um 15 Uhr. Mehr Informationen ebenso wie die Kontaktdaten zur Anmeldung gibt es auf den Internet-Seiten des Museums Küppersmühle für Moderne Kunst.

© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

Geschrieben bei auf 16. November 2017. Abgelegt unter Duisburg,Kultur. Sie koennen allen Antworten zu diesem Eintrag folgen mit dem RSS 2.0. Kommentare und Pings sind derzeit geschlossen.