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Derzeit Einschränkungen der Binnenschifffahrt durch Hochwasser an zahlreichen deutschen Flüssen

Aufgrund lang anhaltender Regenfälle sind seit Tagen stark ansteigende Pegel an zahlreichen frei fließenden und staugeregelten deutschen Flüssen zu beobachten, darunter auch an für die gewerbliche Binnenschifffahrt relevanten Wasserstraßen. Hinzu tritt derzeit die Schneeschmelze, die bereits zur Überschreitung der an den einzelnen Pegeln definierten Hochwassermarken geführt hat oder in den nächsten Tagen führen wird. Am Pegel Duisburg-Ruhrort ist die Hochwassermarke 1 längst überschritten und der Pegel steigt weiter.

Derartige Hochwassersituationen seien um diese Jahreszeit grundsätzlich nicht ungewöhnlich, teilt der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) mit. In der Vergangenheit sprach man im Gewerbe immer vom so genannten „Adventshochwasser“. Sowohl die Schifffahrt als auch ihre Kunden sind deswegen darauf vorbereitet. Entweder erfolgte im Vorfeld eine Versorgung mit Mehrmengen oder die Kunden werden nach Abfließen des Hochwassers wieder regulär bedient. Mit Transportverlagerungen auf die Straße oder die Bahn muss deshalb bei zu erwartenden kurzfristigen Sperrungen für die Schifffahrt nicht gerechnet werden. Im Containertransport im Hinterlandverkehr der Seehäfen kann es zu Verzögerungen kommen. Gravierende wirtschaftliche Beeinträchtigungen der Branche sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erwarten.

Container-Transporter vor der A42- und der Haus-Knipp-Brücke in Baerl: Bei Hochwasser können die Binnenschiffe weniger hoch beladen werden. Foto: Petra Grünendahl.

Entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse wurden der relevanten Hochwassermarken mehrerer Pegel, darunter Mainz, Kaub, Köln und Duisburg, überschritten. Auf verschiedenen Abschnitten wurde die Schifffahrt eingestellt – zum Beispiel am Oberrhein oder zwischen Koblenz und Duisburg. Gründe für das Hochwasser liegen im Zusammentreffen verstärkter Niederschläge und Tauwetter im Südwesten Deutschlands sowie der Schweiz. Die erhöhten Abflussmengen führen zu einer „Wellenbildung“ die von Oberrhein und den Nebenflüssen kommend die Wasserständen kurzfristig ansteigen lässt. Nachlassende Niederschläge und zurückgehende Temperaturen sollten zu einer Entspannung der Lage im Verlauf der nächsten Wochen führen.
Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB)

Geschrieben bei auf 8. Januar 2018. Abgelegt unter Duisburg,Region,Wirtschaft. Sie koennen allen Antworten zu diesem Eintrag folgen mit dem RSS 2.0. Kommentare und Pings sind derzeit geschlossen.