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Prinzenfrühstück in Duisburg: Oberbürgermeister Sören Link übergibt Schüsselgewalt an Prinz Udo I.

Jecken übernahmen für einen Tag die Macht im Rathaus
Von Petra Grünendahl

Während die ersten Truppen der Ehrengarde der Stadt Duisburg „Blau Weiss“ 1929 e.V. anmarschierten, hatten sich die Uniformierten der KG Rote Funken e.V. zur Verteidigung des Rathauses aufgestellt. Erst als Prinz Udo I. und das Kinderprinzenpaar Kevin II. und Gina I. zur Verstärkung kamen, gelang den Blau-Weißen der Durchbruch. Oberbürgermeister Sören Link und die Bürgermeister-Riege – Erkan Kocalar, Volker Mosblech und Manfred Osenger – waren passend zum Sessionsmotto „Duisburgs Karneval besuchen, ist wie tierisch guten Urlaub buchen“ in Hawaiihemden gekleidet. Nach dem Einzug der Bürgermeister und der Prinzencrews unternahm der OB mit seiner Büttenrede einen letzten Versuch, das Zepter, oder vielmehr: den Schlüssel zum Rathaus in der Hand zu behalten. Es half ihm nicht: Schließlich musste er sich der Übermacht ergeben, übergab Kapitulationsurkunde und Schlüssel an Prinz Udo I., bevor im Ratssaal beim Prinzenfrühstück die jecke Post abging.

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Impressionen vom Rathaussturm und Prineznfrühstück. Fotos: André C. Sommer und Petra Grünendahl.

Büttenrede des Oberbürgermeisters:
OB Sören Link begrüßte die Jecken als „Urlauber“

In Rio unter`m Zuckerhut,
genoss ich Strand und Sonnenglut.
Auch Frankreich fand ich ziemlich nett,
mit Käse, Wein und `nem Baguette.
Zu Tee und Sandwich nach Great „Britten“
muss man mich auch nicht lange bitten.
Ich flog nach Portsmouth, sah Wuhan,
noch mehr stand auf dem Reiseplan.

Die halbe Welt hab‘ ich umrundet,
dort Land und Leute schon erkundet,
doch nirgends hielt ich`s lange aus,
mich quälte Heimweh nach Zuhaus‘.
Was soll ich Auslandsreisen buchen,
im Inland neue Ziele suchen,
wenn Urlaub in der eig‘nen Stadt,
so vieles mehr zu bieten hat.

Denn Duisburg lädt gleich dreifach ein:
als Ruhrpott, Rheinland, Niederrhein.
Es lockt mit Industriekultur,
mit Landidylle und Natur.
Die Stadt lässt auch an Urlaubstagen,
Touristenherzen höher schlagen.
Drum bin ich nun seit vielen Jahren,
erst gar nicht mehr hier weggefahren.

Erholung, Kunst, Kultur und Sport,
– das finde ich auch hier vor Ort.
Und meine Duisburg-Städtereise
erobert große Kundenkreise.
Schon gibt`s die erste Reisegruppe,
ihr kennt die Bürgermeister-Truppe.
Mit Manfred, Volker, Erkan K.,
bereist man Duisburg wunderbar.

Als Ausflugsziel fiel uns‘re Wahl,
auf`s Prinzenfrühstück hier im Saal.
Er steht für höchste Qualität,
der Brunch mit Duisburgs Tollität.
Als jecker Hoch- und Wohlgeboren
ist uns Prinz Udo auserkoren.
Ein Turbo-Master, auch global,
bringt Stimmung in den Karneval.
Er ist vertraut mit Druck und Hitze,
jetzt macht er Dampf an Duisburgs Spitze!

Als starke Frohsinns-Kompressoren
sind Hofmarschälle eingeschworen.
Die beiden, die ihn stets begleiten,
sind wahre Sehenswürdigkeiten.
Und gleiches gilt für das Quartett
der Paginnen, das stets adrett,
mit seiner Show zur Fasse-Nacht,
für Duisburg tolle Werbung macht.

Und auch ganz junge Majestäten,
sind heute hier im Saal vertreten.
Auf Reisen für die Narren-Schar,
ist auch das Kinderprinzenpaar.
Zwei Paginnen sind mit auf Tour,
zu viert versprüht man Frohsinn pur.
Das zeigt, das auch für kleine Jecken,
in Duisburg ist viel zu entdecken.

Als jecker Typ und weltgewandt,
ist Michel Jansen uns bekannt.
Er ist nun schon im siebten Jahr,
der Präsident vom HDK.
Auch er muss keinen Urlaub buchen,
um Rast und Ruhe sich zu suchen,
denn Karneval in dieser Stadt,
der bietet ihm Entspannung satt.

Fast ähnlich lang in diesem Bunde,
zur jecken Rosenmontagsstunde,
ist Stefan Crain gewohnt zur Stelle,
als unsere Ein-Mann-Kapelle.
Doch heute steht zum letzten Male,
als Soundexperte er im Saale.
Ich danke herzlich für die Zeit,
in närrischer Verbundenheit,
und sage „Tschüss“ und wünsch‘ „das Beste“
im Namen aller Frühstücksgäste!

Ob Ratsmitglied, ob Dezernent,
sie alle schuften permanent,
damit aus dieser schönen Stadt,
die große Potenziale hat,
ein Urlaubsparadies entsteht,
in dem es stetig aufwärts geht.
Hier sollen Bürger gerne leben,
das ist, wonach wir alle streben.

Drum will ich denen „Danke“ sagen,
die sich mit mir gemeinsam plagen,
die fair und demokratisch ringen,
um diese Stadt nach vorn zu bringen,
in Rat und Vorstand mutig walten,
um Duisburgs Zukunft zu gestalten,
und mit mir Leidenschaft entfachen,
um Duisburg zukunftsfit zu machen.

Den Weg zur Hochburg der Touristen,
begleiten auch die Journalisten,
den Bürger schnell zu unterrichten,
ist erste der Chronisten-Pflichten.
Hochaktuell und stets lokal,
gut recherchiert und meist neutral,
berichten Duisburgs Medien fair.
Ich schätze ihre Arbeit sehr.

Doch heut, als Duisburgs Urlaubsgast,
empfind‘ ich manche News als Last.
Mit der Entspannung ist schnell Schluss,
wenn ich Berichte lesen muss,
die allzu kritisch werten Fakten,
aus Duisburgs Stadtverwaltungs-Akten.
Ich will darum an diesen Tagen,
der Tagespresse ganz entsagen,
und les‘ aus Eigenschutz-Interesse,
nur leichte Regenbogenpresse.

Ganz gleich, an welchem Ort der Welt,
ein schöner Urlaub steht und fällt,
das muss man unbedingt bedenken,
mit guten Speisen und Getränken.
Ein Glück, dass dieser Rechnungsposten,
nicht geht komplett auf Duisburgs Kosten,
weil Gönner- und Sponsorengeld,
das Frühstück heute sicherstellt.

So mancher denkt vielleicht sofort:
„Duisburg ist doch kein Urlaubsort.
Was schwärmt der Kerl von dieser Stadt
und dem, was sie zu bieten hat?
Ist etwa von dem vielen Fliegen,
ein Jetlag ihm zu Kopf gestiegen?“

Doch denen sag ich frohgemut:
Das Leben hier ist tierisch gut!
Die Stadt ist eine Topadresse,
für viele längst von Interesse.
Der Boom der Übernachtungszahlen,
gehört doch zu den Hauptmerkmalen
des Aufschwungs im Bereich Tourismus,
der Grund gibt für mehr Optimismus.

Sehr optimistisch darf man sein,
nimmt man die Stadt in Augenschein.
OK, dies ist kein Luftkurort
und auch kein Ziel für Wintersport.
Was sich in Duisburg offenbart
zeigt meine kleine Stadtrundfahrt.
Als Duisburgs steter Wegbereiter
bin heute ich auch Reiseleiter.

Ich kann die Abfahrt kaum erwarten,
doch checke ich, bevor wir starten,
geschwind noch meine Reisekasse,
wobei ich nicht vor Schreck erblasse.
Kein Urlaub wird auf Pump gemacht,
da gebe ich sehr gründlich Acht!
Mit klugem Sparen als Devise,
bezwang ich Duisburgs Haushaltskrise.
Dank schwarzer Null im Handgepäck,
ist nun die größte Sorge weg!

Nun kommt mit mir auf Städtetour,
durch unsre Stadt an Rhein und Ruhr.
Der Bahnhofsplatz als erstes Ziel,
zeigt passendes Zusammenspiel,
moderner Stadtarchitektur
und wichtiger Infrastruktur.
Als Duisburgs neues Eingangstor
sticht bald „Mercator One“ hervor.
Und zwei Hotels sind Vis-a-Vis
erbaut für Kost und für Logis.
Und im Quartier gleich nebenan
da ist das LANUV voll im Plan.

Nur eine U-Bahn-Station weiter
erblickt man eine goldene Leiter.
Sie ist schon eine ganze Weile
das Sinnbild unserer Shoppingmeile.
Doch gibt es hier weit mehr zu sehen,
als Menschen, die dort bummeln gehen.

Vom Rathaus bis Mercator’s Halle
gibt es Events und Spaß für alle.
Denn Weinfest, Haniel Open Air,
auch Lack und Chrom und vieles mehr,
beleben Duisburgs Einkaufszone
und auch den Handel, zweifelsohne.

All denen, die mir noch nicht glauben,
wird Station Drei den Atem rauben.
Nicht nur, weil ich die „Curve“ kriegte,
wo einst ein Bauprojekt versiegte.
Die Rede ist vom Innenhafen,
der, als noch Schiffe hier eintrafen,
ward Brotkorb des Reviers genannt.
Heut ist er weit und breit bekannt
als Mix aus Industriekultur,
Gastronomie und Lifestyle pur.

Und nun erhält die Stadtrundfahrt
ein Upgrade der besonderen Art.
Per Boot fahr ich euch obendrein
von der Marina an den Rhein.
Nach Freizeitspaß und Power-Shopping,
lad ich euch ein zum Inselhopping.
Mercator´s Insel ist das Ziel,
denn da tut sich unglaublich viel.

Als Kreuzfahrtschiffs-Destination
begeistert sie sehr viele schon.
Wer einmal hier ist angekommen,
den hieß der Meeresgott willkommen.
Poseidon kann es kaum erwarten,
dass fertig wird sein Inselgarten.
Denn der erfreut die Schiffstouristik
wohl mehr als Hallen für Logistik.
Die sind zwar optisch keine Schätze,
doch wichtig sind die Arbeitsplätze.
Logistik bleibt in diesem Sinn,
der Job-Beschaffer fast schlechthin,
Speziell der Hafen ist in Form,
hier sind die Aussichten enorm.
Als Hub der neuen Seidenstraße
begeistert er in hohem Maße,
und hilft damit auch ungemein,
bald Deutschlands China-Stadt zu sein.

So ist die Stadt längst auserlesen,
als Ziel und Hotspot für Chinesen.
Das Reich der Mitte investiert
und ist zudem qualifiziert,
für Duisburgs Digitalisierung
und smarte Breitbandoptimierung.

Bald funkt das WLAN hier pauschal
und vieles mehr klappt digital.
Wenn alles läuft, wie wir uns denken,
kann ich per App die Stadt bald lenken.

Doch noch dreh ich das Steuerrad
in Richtung Norden dieser Stadt.
Von ferne leuchtet ausdrucksstark,
schon unser stolzer Landschaftspark.
Einst Stätte harter Stahlarbeiten,
bereitet er in diesen Zeiten,
viel Spaß mit Freizeit und Kultur,
und Lichterspiel rund um die Uhr.
Zuletzt wurd‘ in den Sommerwochen,
sogar ein Weltrekord gebrochen.
Hier stand als höchste Burg aus Sand,
ein Meisterwerk von „Schauinsland“.

Mit Hundert Jahren Tradition,
hat dieses Unternehmen schon,
weit mehr Erfolge vorzuweisen,
als den Verkauf von Urlaubsreisen.
Nicht nur beim Guiness-Weltrekord,
nein, auch in Duisburgs Fußballsport,
da zeigt man sich bei „Schauinsland“
als ortstreu und Erfolgsgarant.

In Duisburgs Schauinsland-Arena,
kann unser Meidericher Trainer,
mit seinem Team die Fans verzücken,
und immer mehr nach vorne rücken.
Kaum einer hätte das gedacht,
doch mischt das Team mit aller Macht,
schon heftig mit im Aufstiegsrennen,
und kann Platz drei schon fast erkennen.

Noch will der Trainer das nicht hören,
doch soll uns das nicht weiter stören,
beim Aufstiegstraum in weiß und blau,
für unser Team – den M S V !

Von Meiderich nach Duisburg-West,
wo nach Entfernung von Asbest,
zwei Weiße Riesen werden fallen
und im Bezirk die Korken knallen.
Dann wird aus diesem Areal,
ein Parkgelände, ideal,
um aufzuwerten das Quartier,
durchs Habitat für Baum und Tier.

Zum Schluss der Duisburg-Exkursion,
ist Duisburgs Süden die Station.
Dort lindern wir die Wohnraumnot,
durch neues Häuser-Angebot.
Sechs-Seen-Wedau ist dabei,
und auch der Angerbogen Zwei.

Nun fast am Rathaus schon zurück,
liegt dort das nächste Prachtgrundstück.
Vom Burgplatz bis zum Kuhlenwall,
feiert man dort noch Karneval.
Doch schon in Bälde bauen wir,
dann hier Mercators Stadtquartier.

Dort fühlt man sich gewiss geborgen,
und es wird auch für Zuzug sorgen,
denn wichtiger noch als Touristik,
ist hohe Einwohner-Statistik.
Und jetzt, verehrte Gäste, naht,
das Ende meiner Stadtrundfahrt.
Ich wollte Reiselust verbreiten,
und zeigte Duisburgs schönste Seiten.
Gewiss versprach ich nicht zu viel,
die Stadt ist tolles Reiseziel!

Doch wollt‘ ich auch den Hinweis geben:
In Duisburg lässt sich prima leben!
Und hoffe sehr, dass ihr nun wisst,
wie toll es hier in Duisburg ist,
und mit mir einer Meinung seid:
Es gibt nichts Bess’res weit und breit.

Für mich zumindest ist es klar,
ich bleib‘ ganz sicher immer da,
und werde in den nächsten Jahren,
wie schon seit Zwanzig-Zwölf verfahren:
Mit Arbeit und mit Leidenschaft,
mit Mut, Ideen und ganzer Kraft
will neue Wege ich beschreiten,
und stets im Sinne Duisburgs streiten.

DUISBURG HELAU!

RATHAUS HELAU!

PRINZENFRÜHSTÜCK HELAU!

© 2018 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: André C. Sommer und Petra Grünendahl

Geschrieben bei auf 13. Februar 2018. Abgelegt unter Duisburg,Panorama. Sie koennen allen Antworten zu diesem Eintrag folgen mit dem RSS 2.0. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Sie koennen einen Trackback von Ihrer eigenen Seite senden.