25. Tag des Offenen Denkmals® am 9. September: „Entdecken, was uns verbindet“

Die Siedlungen Hüttenheim, Straußsiedlung (Neudorf) und Rheinpreußen (Homberg), das Kasino Bliersheim (Rheinhausen-Friemersheim), die Kulturkirche Liebfrauen und die Ev. Marienkirche (beide Innenstadt), die Kath. Kirche St. Barbara (Rheinhausen), die Kreuzeskirche und die Kath. Kirche St. Peter (beide Marxloh) und die Kath. Pfarrkirche St. Dionysius (Mündelheim) sowie die Kaiserberganlagen mit Ehrenfriedhof stehen in Duisburg im Mittelpunkt des diesjährigen 25. Tages des Offenen Denkmals®. Mit der ehemaligen Verwaltung der Gewerkschaft Deutscher Kaiser trägt der Heimatverein Hamborn e.V. ein weiteres Highlight bei (Bericht folgt).

Stellten das Programm in der Bliersheimer Villenkolonie vor (v. l.): Jürgen Müller (Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement), Martin Breil (Amt für Baurecht und Betrieblichen Umweltschutz), Petra Kastner (Amt für Baurecht und Betrieblichen Umweltschutz), Andree Haack (Dezernent für Wirtschaft und Strukturentwicklung) und
Holger Leschik (Casino Bliersheim). Foto: Uwe Koeppen / Stadt Duisburg.
Andree Haack, Dezernent für Wirtschaft und Strukturentwicklung, stellte das Programm zum 25. Tag des Offenen Denkmals® in Duisburg vor. Das Motto lautet in diesem Jahr „Entdecken, was uns verbindet“. Der Denkmaltag bietet die Möglichkeit, die Öffentlichkeit für die Bedeutung unseres kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Denkmalpflege zu wecken. Im letzten Jahr, zum Thema „Macht und Pracht“ besuchten allein in Duisburg 3250 Personen die geöffneten Denkmäler.

In diesem Jahr feiert der Denkmaltag sein 25jähriges Jubiläum. Passend zum Thema „Sharing Heritage“ des diesjährigen Europäischen Kulturerbejahres wurde das Motto gewählt: „Entdecken, was uns verbindet“. Es stehen Denkmäler im Fokus, die die Menschen über Ländergrenzen und Generationen hinweg miteinander verbunden haben oder verbinden. Oftmals ist nicht bewusst, in welchem Zusammenhang ein Baudenkmal für die Bedeutung der Geschichte der Stadt, für ihre Bewohner an sich oder ganz persönlich steht. Die am Programm beteiligten Baudenkmäler geben den Anstoß, dies einmal bei einem Streifzug durch die Vergangenheit für sich zu entdecken.

1993 wurde der Tag des offenen Denkmals® eingeführt und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert seitdem diesen Tag. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist bundesweit tätig und erfahren, vertritt und fördert Denkmale aller Gattungen und kann frei und unabhängig von Einzelinteressen, politischer Stimmungslage oder örtlichem Druck agieren. Auch in Duisburg sind viele Maßnahmen an Baudenkmälern durch die Stiftung gefördert worden, so dass diese für die Zukunft erhalten und weiterhin Geschichtszeugnisse unserer Stadt bleiben konnten. Jedes Jahr begeistert der Denkmaltag viele Tausend Besucher. Damit es immer etwas Neues zu entdecken gibt, neue Aspekte in den Fokus gerückt werden können, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag jährlich unter ein neues Motto.

Einige Höhepunkte des Programms in Duisburg:
Als ein Highlight präsentiert sich eine denkmalgeschützte Parkanlage aus dem frühen 19. Jahrhundert, die Kaiserberganlagen mit Ehrenfriedhof. Auf einer ca. zweistündigen Führung erhält der Besucher Einblick in die Zeitgeschichte einer Parkgestaltung und deren historischen Wandel.

Die Ritter des 1. Kreuzzuges, der Orden der Johanniter, kamen nach der Eroberung Jerusalems nach Duisburg, gründeten hier die erste deutsche Niederlassung, und bauten neben einem Hospiz eine Kirche – die Marienkirche in der Altstadt Duisburgs.

In der katholischen Kirche St. Barbara in Rheinhausen, die durch ihre außergewöhnliche Dachgestaltung, mit drachenförmigem Grundriss geprägt ist, bietet im Inneren eine ganz besondere Lichtstimmung durch wandfüllende Kunstglasbilder. In ihr findet am Tag des offenen Denkmals® die Ausstellung der Künstlerin Peggy Buth statt, eine Produktion von „Urbane Künste Ruhr“ für die Ruhrtriennale 2018.

Ein Geschichtszeugnis von besonderer Art ist das Kasino Bliersheim in Rheinhausen-Friemersheim, welches für die höheren Angestellten des von Friedrich Alfred Krupp gegründeten Hüttenwerkes zu Rheinhausen 1903 und 1910 im englischen Landhausstil erbaut wurde. Neben einer freien Besichtigung, greift die dortige Ausstellung zum Thema: „Stahl – verbindet“ das Thema des Denkmaltages auf.

Es gibt noch viele interessante Baudenkmäler mehr zu entdecken am diesjährigen 25. Denkmaltag. Sie alle machen spürbar, was für eine große Rolle Denkmäler in unserem Leben spielen und wie sie die Gegenwart prägen.

Eine Gesamtübersicht zum Programm „Tag des offenen Denkmals 2018“ in Duisburg findet sich im Flyer unter
www2.duisburg.de/micro2/pbv/denkmalpflege/denkmalpflege/102010100000301971.php sowie das Programm – Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/.