Baugenehmigung erteilt: Neue Hallen für die Kunst in Duisburg

Das MKM wird nach den Plänen von Herzog & de Meuron erweitert

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Erweiterung MKM Museum Küppersmühle © Herzog & de Meuron
Erweiterung MKM Museum Küppersmühle | © Herzog & de Meuron

Die Baugenehmigung der Stadt Duisburg liegt nun vor und die Bauarbeiten am Erweiterungsbau des MKM können starten. Erste Vorbereitungen auf der Baustelle sind bereits im Gange. Der eigentliche Baubeginn ist für Anfang September terminiert. Die Grundsteinlegung mit detaillierter Vorstellung des Projektes ist für Frühjahr 2017 geplant.

Architekten der Erweiterung des MKM Museum Küppersmühle sind Herzog & de Meuron aus Basel (Schweiz), die mit dem Neubau weitere 2.500m² zusätzliche Ausstellungsfläche für eine der wichtigsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst weltweit schaffen. Aktuell können nur rund 25% der Bestände im MKM gezeigt werden. Der Erweiterungsbau ermöglicht künftig eine weitaus umfassendere Präsentation. „Durch den Erweiterungsbau wird das MKM seine Leuchtturmfunktion für deutsche Kunst in NRW und darüber hinaus nachhaltig festigen“, ist Direktor Walter Smerling überzeugt.

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Wie bereits beim Umbau der historischen Küppersmühle zum Museum orientieren sich die Architekten bei ihrem Entwurf für den Erweiterungsbau am Bestand des MKM und der gewachsenen Architektur des Innenhafens. „Für den flüchtigen Betrachter wird der neu hinzugefügte Baukörper so wirken, als hätte er schon immer dort gestanden. Der Erweiterungsbau reiht sich in Maßstab und Material in die Kette der eindrucksvollen historischen Backsteinbauten entlang des Hafenbeckens ein und komplettiert so den bestehenden Museums- und Innenhafenkomplex”, erläutern die Architekten.

Der viergeschossige Anbau, der das MKM in Richtung Autobahn verlängern wird, soll über den historischen Silo-Trakt mit dem Stammhaus des MKM verbunden werden. Die Silos, die zudem eine Aussichtsplattform erhalten sollen, werden damit erstmals für Besucher zugänglich sein. „Die Silos bleiben in ihrer rohen, ursprünglichen Materialität erhalten, da sie unverzichtbare, plastische Bestandteile des Industriedenkmals Küppersmühle sind.“ (Herzog & de Meuron)

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Ermöglicht wird das Vorhaben durch das Engagement der privaten MKM-Stiftung, die von den Sammlern Sylvia und Ulrich Ströher gegründet wurde. Die Eröffnung ist für 2019 geplant.

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