Stellungnahme der Stiftung Duisburg 24.7.2010 zu den Vorwürfen des Vereins LoPa 2010

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von links: Edith Jakubassa, deren Tochter Marina bei der Loveparade ums Leben kam., Birgit Nellen Vorstand, Jürgen Thiesbonenkamp, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, Jürgen Widera Vorstand | © Jürgen Rohn
von links: Edith Jakubassa, deren Tochter Marina bei der Loveparade ums Leben kam., Birgit Nellen Vorstand, Jürgen Thiesbonenkamp, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, Jürgen Widera Vorstand | © Jürgen Rohn

Die Stiftung „Duisburg 24.7.2010“ verwahrt sich gegen die Vorwürfe, die die ehemaligen Beiratsmitglieder Jörn Teich und Dirk Schales erhoben haben. Jürgen Widera, Vorstand der Stiftung und Ombudsmann für die Opfer der Loveparade in Duisburg: „Es sind haltlose Unterstellungen, mit denen hier gearbeitet wird, um die Stiftung in Misskredit zu bringen und Betroffene zu verunsichern. Der Verein gibt vor, im Namen aller Betroffenen zu sprechen. In Wirklichkeit vertritt er aber nur eine kleine Gruppe von Verletzten.“ Fakt sei, so der Pfarrer des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt, dass es im Zuge der Planung des Jahrestages 2016 erhebliche Konflikte zwischen den ehemaligen Beiratsmitgliedern Jörn Teich und Dirk Schales auf der einen und anderen Mitgliedern sowie insbesondere den Eltern der verstorbenen Opfer auf der anderen Seite gegeben habe. Zudem wandten sich Teich und Schales mit einer Beschwerde an die Stiftungsaufsicht der Düsseldorfer Regierungsbehörde.

„Den Versuch, unter Beteiligung der Stiftungsbehörde ein klärendes Gespräch aller Stiftungsgremien in einer gemeinsamen Sitzung Anfang September zu führen, scheiterte, weil Herr Teich und Herr Schales durch Abwesenheit glänzten. Hier hätten sie alle Kritikpunkte ansprechen können“, kritisiert Jürgen Widera das Verhalten der ehemaligen Beiratsmitglieder. Dies habe auch der extra angereiste Vertreter der Regierungsbehörde mit großer Verwunderung zur Kenntnis nehmen müssen.

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Es entspricht dem Selbstverständnis der Stiftung, möglichst allen Opfern der Loveparade-Katastrophe gerecht zu werden. Jürgen Widera: „Dabei stehen sich die Interessen der unterschiedlichen Opfergruppen manchmal aber auch sehr gegensätzlich gegenüber. Auch wenn das nicht immer einfach ist, sind wir stets um einen Konsens bemüht.“

Selbstverständlich hält die Stiftung daran fest, die Betroffenen mitwirken zu lassen und wird in der nächsten Beiratssitzung eine Nachfolge als Interessenvertreter der Betroffenen benennen. „Natürlich stehen die Hilfsangebote der Stiftung nach wie vor allen Betroffenen und selbstverständlich auch den Mitgliedern des Vereins LoPa 2010 offen“, so Jürgen Widera. Er sorge sich darum, dass sich Betroffene verunsichern lassen und deshalb nicht auf die Hilfsangebote der Stiftung zurückgreifen würden.

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