Duisburg: ThyssenKrupp Steel Europe, Haeger & Schmidt, Kindernothilfe setzen Maßstäbe in Sachen Familienfreundlichkeit

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Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe
Drei erste Plätze für die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe AG, Haeger & Schmidt International GmbH und die Kindernothilfe. Die Vertreter der Unternehmen: (v. l. n. r.) Olaf Prenzing von Haeger & Schmidt, Sina Echterhoff und Klaus Bailer von ThyssenKrupp Steel sowie Marcel Rütten und Petra Niederau von der Kindernothilfe

Im letzten Jahr gewannen die Unternehmen Franz Haniel & Cie. GmbH und die TARGO Dienstleistungs GmbH. Die Initiative für das Bündnis hatte seinerzeit die Wirtschaft ergriffen. Nach Ansicht der Bündnispartner entscheidet die Familienfreundlichkeit mit über die Zukunft der Stadt. Bündnispartner sind neben Unternehmerverband, Niederrheinische IHK und Stadt Duisburg der DGB, die Wirtschaftsjunioren, die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und die Wohlfahrtsverbände. Gemeinsam will man dem demographischen Wandel mit positiven Signalen begegnen. Auch im nächsten Jahr sollen familienfreundliche Unternehmen in Duisburg ausgezeichnet werden.Oberbürgermeister Sören Link freute sich im Rahmen der Feierstunde über Qualität und Vielfalt der eingegangenen Bewerbungen. Dies sei ein gutes Signal für den Standort Duisburg. Link betonte den Stellenwert der Familienfreundlichkeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen: „Die besten Fachkräfte finden Unternehmen dann, wenn sie möglichst passgenau auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter zu Arbeitszeit und Arbeitsort eingehen.“

Beworben hatten sich: Runder Tisch Marxloh e. V., Haeger & Schmidt International GmbH, Franz Haniel & Cie. GmbH, ThyssenKrupp Steel, Kindernothilfe, KROHNE Messtechnik GmbH, Siemens AG, Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR und Bundesagentur für Arbeit Duisburg. Jedes Unternehmen bekam für die erfolgreiche Teilnahme eine eigens für diese Auszeichnung erstellte Grafik mit der Überschrift „Platz für Familie ist Raum für Zukunft“ des bekannten Cartoonisten Dirk Meissner. Maßstäbe in Sachen Familienfreundlichkeit setzen – dies tun diese zehn Unternehmen, die sich in diesem Jahr beim Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen 2016“ beworben haben. Im Rahmen einer Feierstunde in den neuen Räumlichkeiten der KROHNE Messtechnik GmbH in Duissern – das Unternehmen hatte den Preis 2014 gewonnen – wurden sie nun für ihr Engagement ausgezeichnet. Drei von ihnen besonders: Das Unternehmen Haeger & Schmidt International GmbH, die Kindernothilfe e. V. und die ThyssenKrupp Steel Europe AG. Erstmals gab es darüber hinaus Sonderpreise für Bewerber aus dem öffentlichen Dienst.

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Davon ist auch Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, überzeugt: „Wir stellen längst fest, dass es den Arbeitnehmern von heute bei der Arbeitsplatzwahl nicht mehr nur ums Geld geht. Sie wollen, dass der Arbeitgeber auf die Herausforderungen ihrer Lebensphase eingeht.“ Alle Initiatoren betonten den hohen Stellenwert von Familienfreundlichkeit als Erfolgsfaktor für Unternehmen. „Fachkräfte langfristig zu binden, ist auch für unsere niederrheinischen Unternehmen ein immer wichtigeres Thema. Mit unserem Wettbewerb stellen wir Best Practice vor, damit andere Betriebe davon lernen können“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve. Das habe der Wettbewerb erneut eindrucksvoll gezeigt.

Das Unternehmen ThyssenKrupp Steel konnte mit seinem weiten Spektrum an familienfreundlichen Maßnahmen die Jury ebenfalls überzeugen: „Nicht nur unzählige Arbeitszeitmodelle für die Beschäftigen, auch eine Betriebsvereinbarung zum Thema Elternzeit, Unterstützung im Bereich ,Beruf und Pflege‘ sowie eine Betriebskita lassen keine Wünsche offen“, so Jurymitglied und Jugendamts-Mitarbeiterin Sabrina Schwoerer.„Die Jury beeindruckt, dass ThyssenKrupp trotz enormer Herausforderungen und Umbrüche im Stahlbereich ganz klar sagt: Bei der Familienfreundlichkeit wird nicht gespart, im Gegenteil: Familienfreundlichkeit ist wichtiger Teil unseres Erfolgskonzepts für die Zukunft“, begründet Schwoerer die Preisvergabe.

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Die Kindernothilfe erhielt in diesem Jahr den Preis für ihr umfassendes Engagement in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf: „Das soziale Engagement und die Überzeugung, Kindern weltweit helfen zu können, ist nur die eine Seite der Medaille“, so Jurymitglied Matthias Heidmeier, Geschäftsführer beim Unternehmerverband, in seiner Laudatio. „Die Kindernothilfe setzt mit einer selbstverständlichen und in allen Fasern des Unternehmens gelebten Kultur der Familienfreundlichkeit Maßstäbe – für andere sozialen Dienstleister, aber auch für alle anderen Unternehmen.“

Den Preis in der Kategorie „kleinere Unternehmen“ gewann die Haeger & Schmidt International GmbH. „Es handelt sich dabei um ein familienfreundliches, mittelständisches Traditionsunternehmen, das schon fast seit einem Jahrhundert an seinem Standort in Duisburg die Geschichte der Binnenschifffahrt miterzählt“, so Jurymitglied Nadine Deutschmann von der niederrheinischen IHK. „Für ein Logistikunternehmen ist es aufgrund vorgegebener Strukturen nicht immer leicht, sich familienfreundlich aufzustellen“, so Deutschmann weiter. Umso mehr solle mit dem Preis gewürdigt werden, dass Haeger & Schmidt das Thema Vereinbarkeit von Arbeit und Familie zu einem festen Bestandteil seiner Unternehmenskultur erklärt habe.

Erstmals gab es Sonderpreise für Bewerber aus dem öffentlichen Dienst. Matthias Heidmeier: „Der öffentliche Dienst ist ein bedeutender Arbeitgeber in Duisburg mit mehreren zehntausend Beschäftigen in Kliniken, Behörden, in der Universität und anderswo. Und weil es von so großer Bedeutung für Duisburg und so viele Bürger dieser Stadt ist, wie sich der öffentliche Dienst in der Stadt in Sachen Familienfreundlichkeit aufstellt, möchten wir heute die Arbeitsagentur, die Wirtschaftsbetriebe und die DVV als Vorbilder in diesem Bereich auszeichnen“. Der Preis solle auch eine Anregung für andere öffentliche Dienstleister sein, sich über familienfreundliche Maßnahmen untereinander noch besser auszutauschen.

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