Jahresrückblick auf das Media Delphi von Recherchescout

Von Trump bis Böhmermann: Journalisten haben bereits im Frühjahr einige Themen des Jahres treffend vorausgesagt

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Die Medienkontaktplattform Recherchescout unterstützt Journalisten bei der Erschließung neuer Recherchequellen und verändert die Interaktion zwischen den Redakteuren einerseits und Pressestellen sowie PR-Agenturen andererseits. Auf dem 2013 gestarteten Portal können Journalisten Fragen stellen und ihr Interesse an Informationen, Gesprächspartnern oder Material zu ihrem jeweils aktuellen Thema bekunden. Auf der Plattform registrierte Pressestellen und Öffentlichkeitsarbeiter erhalten die Anfragen. Damit können sie Informationen und Material genau dann anbieten, wenn Journalisten sie brauchen und erhalten eine wirksame zusätzliche Kontaktmöglichkeit zum Versand von Pressemitteilungen, Anschreiben per E-Mail oder Anrufen. Über die Annahme der Gesprächsangebote und Informationen entscheiden die Journalisten, für die die Nutzung des Recherchescout kostenlos ist. Finanziert wird das Portal über eine Gebühr, die von den registrierten Nutzern aus Pressestellen und PR-Agenturen entrichtet wird. Seit dem Start des Recherchescout im September 2013 haben sich knapp 2.500 Journalisten aus dem deutschsprachigen Raum für die Nutzung der Plattform eingetragen.

Auch im zweiten Jahrgang des MEDIA DELPHI haben die Journalisten ein feines Gespür für Trends und Entwicklungen in der deutschen Medienberichterstattung bewiesen. Das zeigt ein Rückblick der Medienkontaktplattform Recherchescout auf das Media Delphi 2016. „Besonders in der Kategorie Politik lagen viele Journalisten bereits zu Jahresanfang richtig. Auf Platz 1 sahen die Journalisten das Thema Rechtspopulismus“, sagt Martin Fiedler, Geschäftsführer des Recherchescout (www.recherchescout.com)

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Mit dem deutlichen Rechtsruck in Großbritannien, Frankreich und Polen ebenso wie auf der anderen Seite des Atlantiks gibt es kein Thema, um das dieses Jahr heißere Debatten geführt wurden. Speziell bei der US-Wahl bewiesen die Journalisten eine fast hellseherische Weitsicht. Bereits zu Jahresbeginn – also lange bevor feststand, dass Trump sich als Präsidentschaftskandidat der Republikaner durchsetzen würde, landete der Milliardär den Erwartungen der Journalisten entsprechend auf Platz 4 der wichtigsten politischen Personen in den Medien 2016. Hillary Clinton kam hinter ihm auf Platz 5. „Trump bedient mit seiner Persönlichkeit typische Nachrichtenwertfaktoren. Es ist in jeder Hinsicht ein Schlagzeilenproduzent“, sagt Fiedler.

Auch in der Kategorie Medien bewiesen viele Journalisten den richtigen Riecher, indem sie bereits vor dem Erdogan-Schmähgedicht prognostizierten, dass Jan Böhmermann die medial präsenteste Person sein würde. Mit Roland Tichy und Jürgen Todenhöfer hatten sie in diesem Bereich allerdings zwei prägende Akteure des Jahres 2016 nicht auf dem Radar.

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Der Media Delphi ist eine von Recherchescout seit 2014 durchgeführte, jährlich stattfindende Umfrage, bei der mehr als 300 Journalisten aus Deutschland 2016 die mediale Präsenz prominenter Personen in den fünf Kategorien Kunst & Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport und Medien in den kommenden Monaten voraussagen können. Darüber hinaus sollen die Medienmacher darüber abstimmen, welche Themen das Nachrichtengeschehen beeinflussen werden.

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