Oberbürgermeister Sören Link im Wirtschaftsdialog mit Duisburger Modellfabrik GmbH

Hidden Champion im Nischensegment und anspruchsvoller Arbeitgeber für Fachkräfte im Handwerk

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Lesedauer: 3 Minuten

Im Dialog: Herbert Schild (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik), Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Sven Scheidung (Modellbauermeister, Duisburger Modellfabrik) und Martin Jäger (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik); v.l.n.r.; Urheber: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg
Im Dialog: Herbert Schild (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik), Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Sven Scheidung (Modellbauermeister, Duisburger Modellfabrik) und Martin Jäger (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik); v.l.n.r.; Urheber: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

Oberbürgermeister Sören Link zeigt sich begeistert von der Duisburger Modellfabrik: „Sie ist ein Traditions- und Ausbildungsunternehmen, das in einmaliger und vortrefflicher Weise Handwerk und Digitalisierung mit einander verbindet. Hier werden zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen. Und genau die braucht unsere Stadt. Der ‚Hidden Champion‘ ist ein Aushängeschild für Duisburg. Die Modellfabrik zeigt eindrucksvoll, wie ‚Wirtschaft 4.0‘ auch in kleinen und mittleren Unternehmen gelingen kann.“ Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, betont: „Die Duisburger Modellfabrik ist auch ein Beleg dafür, wie ein Unternehmen im Laufe der Jahrhunderte innerhalb einer Stadt gut wachsen kann. War der Betrieb von 1897 bis 1999 in Hochfeld ansässig, konnten mein Team und ich es im Jahr 2000 erfolgreich in den Business-Park verlagern, wo es sich seither optimal entfaltet.“ GFW-Projektmanagerin Renate Orywa, die das Unternehmen seit Jahren operativ begleitet, berichtet: „Gemeinsam mit der Effizienzagentur NRW unterstützen wir das Unternehmen derzeit bei der Einführung einer effizienten Energieversorgung. Konkret geht es beispielsweise um die potenzielle Nutzung des Abfallholzes für Heizzwecke.“

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Der Wandel der Arbeitswelten ist in aller Munde, aber selten derart mit Händen greifbar wie in der Duisburger Modellfabrik GmbH. Dass der technische Fortschritt so rasant vonstattenginge, das hätte sich Geschäftsführer Herbert Schild bei Übernahme des Betriebes im Jahre 1996 auch nicht träumen lassen. War der anspruchsvolle Ausbildungsberuf des Modellbauers (m/w) früher vor allem Handarbeit, hat die Digitalisierung in der Branche Einzug gehalten: beispielsweise in Gestalt mehreren computergesteuerten Fräsmaschinen und eines 3D-Druckers für Anschauungsmodelle im Miniaturformat. Hatte Geschäftsführer Schild zu Beginn seiner Tätigkeit rund zehn Mitarbeiter, so sind es heute 30 technische Modellbauer, darunter sieben Auszubildende. „Wer bei uns anfängt, der braucht ein gutes räumliches Denkvermögen, Talent in Mathematik und Physik sowie eine gute Portion Entscheidungsfreudigkeit. Nach der Ausbildung fängt das Lernen quasi erst an, denn jedes Modell ist anders, weil jedes Produkt anders ist. Also muss man permanent fleißig und lernwillig sein.“

Martin Jäger, seit 2009 ebenfalls Geschäftsführer bei der Duisburger Modellfabrik, ergänzt: „Wichtig ist, immer von der Form her, also im Negativ, zu denken. Man muss sich stets vergegenwärtigen: Wie muss die Sand-Form aussehen, damit man den gewünschten Inhalt hineingießen kann und dadurch ein Gussteil entsteht. Das gilt ausnahmslos – ob bei der Produktion einer Turbine, eines Motorblocks oder einer Rotornabe.“ Die Kunst des Modellbaus ist es, von außen nach innen zu denken und umgekehrt. Und das ist ziemlich anspruchsvoll und komplex. Kein Wunder also, dass die Duisburger Modellfabrik auf eine gewachsene „Mannschaft“ setzt, die sie aus eigenem Nachwuchs rekrutiert. Ersten Zugang zu potenziellen Mitarbeitern erhält sie durch Schülerpraktika. Sehr gute Erfahrungen haben die Unternehmenslenker darüber hinaus mit Angestellten gemacht, die ihr Studium vorzeitig aufgegeben haben. „Sie sind aufnahmefähig, lernwillig und dem Betrieb gegenüber sehr loyal, da sie es zu schätzen wissen, bei uns eine zweite Chance bekommen zu haben.“ So wie Sven Scheidung, der sein Studium „an den Nagel hing“ und Modellbauermeister wurde: „In der Modellfabrik wird´s nie langweilig. Hier kann ich sowohl mein handwerkliches Geschick als auch meine kognitiven Fähigkeiten einsetzen. Jeder Tag bringt ein neues Thema und damit eine neue Herausforderung mit sich.“

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