KlimaExpo.NRW: Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten Auszeichnung

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v.r.n.l.Bürgermeister Manfred Osenger, Peter Thelen Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Manfred Franck Geschäftsführer Rheinwohnungsbau GmbH, Wolfgang Jung Geschäftsführer KlimaExpo.NRW, Prof. Dr. Klaus Gellenbeck INFA GmbH
v.r.n.l.Bürgermeister Manfred Osenger, Peter Thelen Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Manfred Franck Geschäftsführer Rheinwohnungsbau GmbH, Wolfgang Jung Geschäftsführer KlimaExpo.NRW, Prof. Dr. Klaus Gellenbeck INFA GmbH

In der Stadt Duisburg werden für die getrennte Erfassung von Abfällen und Wertstoffe zusätzlich zu den herkömmlichen Abfallbehältern (von 40 l bis 1.100 l-Behälter) Halbunterflur- und Vollunterflurbehälter eingesetzt. Dieses innovative Sammelsystem ist teilweise oder auch ganz in den Untergrund eingelassen, so dass nur ein Teil des Behälters (Halbunterflurbehälter) oder ausschließlich die Einwurfsäule (Vollunterflurbehälter) oberirdisch sichtbar ist. Die KlimaExpo.NRW ist eine Initiative der Landesregierung NRW, die sich zum Ziel gesetzt hat, herausragende Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und so den Klimaschutz als Fortschrittsmotor für Nordrhein-Westfalen voran zu treiben. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg und die Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH haben sich mit Ihrem Wohnobjekt Duisburg-Ungelsheim beworben und sind am 6. Dezember 2016 entsprechend ausgezeichnet worden.

Der Einsatz der ersten Halbunterflurbehälter begann im Jahr 2008 bei der Rheinwohnungsbau GmbH in Duisburg-Ungelsheim. Bei der Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH bestand der Wunsch, die herkömmlichen Abfallbehälter durch ein neues mieterfreundliches Abfallerfassungssystem speziell für Großwohnanlagen zu ersetzen. Zusätzlich sollte eine verursachergerechte Abrechnung möglich sein. Nach der Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern wurde der eingesetzte Halbunterflurbehälter, der sogenannte Großwohnanlagen-Abfallbehälter mit Identifikations-System, kurz GABIS, entwickelt.

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Dieser neue Abfallbehälter bietet für Mieterinnen und Mieter einer Großwohnanlage viele Vorteile. Der Halbunterflurbehälter hat ein höheres Fassungsvolumen als die gängigen Abfallbehälter in Großwohnanlagen. Er beinhaltet das Volumen von mind. zwei 1.100 l Behälter, benötigt aber weniger Stellfläche als diese. Der Behälter ist mit einem Identifikationssystem digitalisiert, so dass eine Fremdnutzung ausgeschlossen werden kann. Nur die Bewohner des Hauses können mit einem entsprechenden Chip die Einwurfklappe öffnen und ihren Müll entsorgen. So kann die Aufteilung der Abfallgebühr genau nach tatsächlichem Aufkommen ermittelt werden und ermöglicht eine verbrauchsabhängige Abrechnung.

Des Weiteren hat der Halbunterflurbehälter den Vorteil, da er zum Teil in den Untergrund eingelassen ist, dass die Einwurfklappen niedrig sind. So ist eine leichte Bedienung für Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen gewährleistet. Dadurch hat der Behälter einen nahezu barrierefreien Zugang insbesondere für Senioren und Menschen mit Handicap aber auch Kinder können den Behälter einfach und leicht nutzen.

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Die zwei Hauptgründe die die Klimarelevanz dieses Projektes

Die Stromversorgung für das elektronische Schleusensystem wird über Solarzellen gewährleistet. Dadurch wird die für den Betrieb der Schleusen benötigte Energie durch regenerative Energie zur Verfügung gestellt und sorgt damit für eine Einsparung fossiler Ressourcen. Durch die Umstellung der regulären Abfallbehälter auf Halbunterflurbehälter konnte CO2 eingespart werden. Dies wurde mit Hilfe der INFA GmbH bilanziert. Allein die Umstellung von der bisherigen Papierbündelsammlung auf die Altpapiersammlung über Halbunterflurbehälter lässt eine größere Menge getrennt erfasstes Papier (etwas 10 kg/E*a) erwarten. Durch dessen stoffliche Verwertung können im Vergleich zur Verbrennung mit dem Restabfall jährlich ca. 7 kg CO2-Äq. bezogen auf jeden an das System angeschlossenen Einwohner eingespart werden. Bezogen auf die Immobilien der Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH in Ungelsheim sind dies jährlich etwa 9.000 kg CO2-Äq.

Betrachtet man den Wertstofftstrom der Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen (Metalle und Kunststoffe), so ist in Ungelsheim durch die künftige Erfassung in Halbunterflurbehältern mit speziellen Klappengrößen ebenfalls eine etwas größere Menge und damit eine weitergehende CO2-Einsparung möglich.

Im gesamten Stadtgebiet sind mittlerweile 243 Halbunterflurcontainer und 58 Vollunterflurcontainer im Einsatz. Die Halbunterflurcontainer werden vor allem im Rahmen der haushaltsnahen Erfassung eingesetzt, etwa die Hälfte für die Sammlung von Restabfall, die Übrigen zur Erfassung von Wertstoffen wie Verpackungen/stoffgleiche Nichtverpackungen sowie Papier und Pappe. Die Halbunterflurcontainer ersetzen die sonst üblichen 1.100 l Müllgroßbehälter in Großwohnanlagen. Die Vollunterflurcontainer werden darüber hinaus auch zur Altglaserfassung an öffentlichen Standplätzen eingesetzt.

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