Ermittlungen wegen Anbietens eines Säuglings zum Verkauf bei ebay eingestellt

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Das Verfahren gegen den Vater eines Säuglings, der diesen im Oktober 2016 auf der Platform „ebay Kleinanzeigen“ zum Verkauf angeboten hatte, ist eingestellt worden. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist dessen Einlassung, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt, nicht zu widerlegen. Wichtigster Gesichtspunkt ist dabei, dass den Ermittlungen zufolge die um 14:46 Uhr eingestellte Verkaufsanzeige bereits am gleichen Tag um 15:22 Uhr von dem Beschuldigten selbst wieder gelöscht worden ist.

Der Beschuldigte gab weiter an, von einer ähnlichen Auktion bei ebay inspiriert worden zu sein, in der ein Engländer seine Ehefrau habe verkaufen wollen und die dem Engländer im Internet zu hoher Popularität verholfen habe. Als er jedoch erkannt habe, dass seine Anzeige möglicherweise ernst genommen werde, habe er diese unverzüglich gelöscht. Beweismittel, mit denen diese Angaben wiederlegt werden können, konnten nicht festgestellt werden; ein vorsätzliches Handeln kann dem Beschuldigten nicht nachgewiesen werden.

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Die Ermittlungen haben auch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte konkrete Verhandlungen mit einem möglichen Interessenten aufgenommen hätte; dies wäre unter den gegebenen Umständen jedoch Voraussetzung für eine Bestrafung wegen (versuchten) Kinderhandels gemäß § 236 Strafgesetzbuch.

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