Silvester lautstark, aber rechtssicher in Duisburg feiern

Raketen und Knaller: Das neue Jahr lautstark zu begrüßen, ist Tradition. Allerdings gilt das nicht für Gas- und Schreckschusswaffen: Sie sind und bleiben als Knaller-Ersatz verboten.

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Duisburg (ots) – Ob Gas- oder Schreckschusswaffe: Das Waffenrecht ist eindeutig. Das Schießen mit diesen Waffen ist nur dann erlaubt, wenn es sich um Notwehr handelt und nicht, um das neue Jahr zu begrüßen. Deswegen warnt die Polizei Duisburg auch zum Jahreswechsel 2016/17 ausdrücklich: Wer mit Gas- oder Schreckschusspistole Pyro-Knaller, Pfeifer oder Signalsterne verschießt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden kann.

Daran ändert auch der kleine Waffenschein nichts. Bewegt sich der Besitzer außerhalb seiner Wohnung oder seines Grundstücks mit der Waffe, droht ebenfalls eine Geld- oder sogar eine Freiheitsstrafe. Keine guten Aussichten fürs neue Jahr: Deswegen rät die Polizei dazu, vorsichtig mit legalen Knallern und Raketen ins neue Jahr zu starten.

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Über die Details im Waffenrecht informiert das Sachgebiet Zentrale Aufgaben 12 unter 0203/280-0.

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2 Kommentare "Silvester lautstark, aber rechtssicher in Duisburg feiern"

  1. Cubo   28. Dezember 2016 at 14:15

    Das stimmt aber nicht.
    Im §12 absatz 4 des waffengesetztes steht klip und klar das man mit schreckschusswaffen auf dem eigenem befriedetem besiztum damit einschießen darf.

    Warum wird also behauptet das dies verbotens sei obwohl das nicht der fall ist…

    Antworten
  2. Archivar   28. Dezember 2016 at 14:55

    § 12
    Ausnahmen von den Erlaubnispflichten

    (4) Einer Erlaubnis zum Schießen mit einer Schusswaffe bedarf nicht, wer auf einer Schießstätte (§ 27) schießt. Das Schießen außerhalb von Schießstätten ist darüber hinaus ohne Schießerlaubnis nur zulässig

    1.
    durch den Inhaber des Hausrechts oder mit dessen Zustimmung im befriedeten Besitztum

    a)
    mit Schusswaffen, deren Geschossen eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 7,5 Joule (J) erteilt wird oder deren Bauart nach § 7 des Beschussgesetzes zugelassen ist, sofern die Geschosse das Besitztum nicht verlassen können,

    b)
    mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann,

    2.
    durch Personen, die den Regeln entsprechend als Teilnehmer an genehmigten Sportwettkämpfen nach Absatz 3 Nr. 3 mit einer Langwaffe an Schießständen schießen,

    3.
    mit Schusswaffen, aus denen nur Kartuschenmunition verschossen werden kann,

    a)
    durch Mitwirkende an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtenden Vorführungen,

    b)
    zum Vertreiben von Vögeln in landwirtschaftlichen Betrieben,

    4.
    mit Signalwaffen bei Not- und Rettungsübungen,

    5.
    mit Schreckschuss- oder mit Signalwaffen zur Abgabe von Start- oder Beendigungszeichen im Auftrag der Veranstalter bei Sportveranstaltungen, wenn optische oder akustische Signalgebung erforderlich ist.

    Antworten

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