Agentur für Arbeit Duisburg: Arbeitslosenquote niedriger und Stellenbestand höher als im Vorjahr

Arbeitslosenzahl im Dezember: +49 auf 31.434 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 820 Arbeitslosenquote im Dezember: 12,6 % (wie Vormonat)

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Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg Astrid Neese
Chefin der Agentur für Arbeit Duisburg Astrid Neese

Seit dem 01.01.2017 leitet Astrid Neese die Agentur für Arbeit Duisburg. Ihre Karriere bei der Bundesagentur für Arbeit begann sie 1999. Zunächst war sie als Referentin und Referatsleiterin in der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen tätig, bevor sie von 2004 bis 2006 als Agenturberaterin mehrerer Arbeitsagenturen in Nordrhein-Westfalen bei der strategischen Ausrichtung und der Einführung von Reformelementen unterstützte. 2007 übernahm sie den Vorsitz der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stendal. In gleicher Funktion war sie von Ende 2007 bis 2011 in der Agentur für Arbeit Recklinghausen und von 2012 bis 2016 in der Agentur für Arbeit Dortmund tätig.

„Seit April liegen die Zahlen der Arbeitslosen und der Arbeitslosenquote unter den Vorjahrswerten. Und in diesem Monat ist zudem erstmals im Jahr 2016 der Stellenbestand höher als im Vorjahreswert. Dies ist insgesamt eine gute Ausgangssituation für 2017“, so die Bewertung der Dezemberzahlen von Astrid Neese, Leiterin der Arbeitsagentur Duisburg. „Die deutliche Verringerung des Bestandes an Langzeitarbeitslosen – bei immer noch hohen Zahlen – ist auch ein Zeichen dafür, dass die Initiative „Duisburg – gemeinsam gegen Langzeitarbeitslosigkeit“ erste Früchte trägt.“

Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg

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Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Dezember um 93 oder 1,5 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist somit von 6.148  im November auf jetzt 6.055 gesunken. Im Dezember des Vorjahres lag die Zahl der Zugänge in Arbeitslosigkeit bei 5.280 und damit um 775 oder 14,7 Prozent unter den Zugängen in Arbeitslosigkeit in diesem Dezember. Von den 6.055 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Dezember 1.416 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt. Gegenüber den 1.386 Zugängen aus vorheriger  Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt im November 2016 meldeten sich im Berichtsmonat 2,2 Prozent oder 30 Personen mehr als im Vormonat.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Dezember 6.069. Das waren 82 oder 1,3 Prozent weniger als im November (6.151) und 1.020 oder 20,2 Prozent mehr als vor einem Jahr im Dezember 2015 (5.049). 1.066 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden (Vormonat: 1.140). Seit Jahresbeginn 2016 haben 13.688 Menschen eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt aufgenommen, dies sind 246 oder 1,8 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2015.

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Mit 1.050 (Vormonat 902) neuen Arbeitsstellen stieg der Stellenzugang gegenüber dem Vormonat um 148 Stellenmeldungen oder 16,4 Prozent.  Er liegt damit um 205 Meldungen über dem Vorjahreswert mit 845 neu gemeldeten Stellen (+24,3 Prozent). Der Stellenbestand ist im Dezember vor dem Hintergrund der deutlich angestiegenen Stellenmeldungen zum Vormonat und Vorjahresmonat leicht gestiegen und liegt aktuell bei 3.467 Stellenangeboten (+63, +1,9 Prozent). Damit bewegt sich auch der aktuelle Monat erstmals in diesem Jahr über dem Stellenbestand des Vorjahresmonats (3.412 Stellenangebote im Dezember 2015, +55 Stellen oder + 1,6 Prozent).

Mit 31.434 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Dezember 2016 49 oder 0,2 Prozent mehr Personen als noch im November 2016 von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Dezember des Vorjahres waren 32.254 Menschen arbeitslos gemeldet, 820 Personen oder 2,5 Prozent mehr als in diesem Dezember.

Die Arbeitslosenquote blieb zum Vormonat unverändert und liegt bei 12,6 Prozent. Im Dezember des Vorjahres lag sie bei 13 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Unterbeschäftigung ist im Dezember gestiegen – um 221 Personen oder 0,5 Prozent auf aktuell 41.171 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg sie in Duisburg um 2.203 oder 5,7 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ging im Dezember leicht zurück und liegt aktuell bei 76,3 Prozent (Vergleich Vormonat 76,6 Prozent, Vorjahr 82,8 Prozent).

Die Unterbeschäftigung zählt neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mit. Hervorzuheben ist der Anstieg der fremdgeförderten Programme zur Weiterbildung um 195 geförderte Teilnehmer auf nun 1.492 Teilnehmer. Damit hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. In diese Gruppe der Förderungen fallen auch die Integrationskurse für geflüchtete Menschen, wodurch der starke Anstieg erklärt wird. Auch in anderen Bereichen der Unterbeschäftigung gab es im Dezember einen Anstieg aufgrund der Teilnahme geflüchteter Menschen an arbeitsmarktpolitischen Programmen zur beruflichen Integration.

Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 16,2 Prozent (+0,1 Prozentpunkte gegenüber Vormonat, +0,8 Prozentpunkte gegenüber Vorjahresmonat). 

Betrachtet man die Arbeitsmarkt-Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen, so sank die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) leicht um 0,1-Prozentpunkte auf 1,8 Prozent. Der Dezember-Wert 2016 liegt damit auch um 0,1 Prozentpunkte unter dem Niveau von Dezember 2015 mit 1,9 Prozent.

Im Berichtsmonat waren 4.575 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 65 oder 1,4 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im November (4.640). Vor einem Jahr, im Dezember 2015, waren im Bereich des Arbeitslosengeld-I-Bezugs noch 211 oder 4,4  Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (4.786).

In der Grundsicherung (SGB II) stieg die Arbeitslosenquote leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Dezember bei 11,1 Prozent.

26.859 Personen (+114 und +0,4 Prozent) waren im Dezember in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (November 26.745). Im Vergleich zum Dezember 2015 (27.468) sind in der Grundsicherung aktuell 609 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.

Mit 2.870 Personen waren im Dezember 16 oder 0,6 Prozent weniger junge Leute von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als noch im November (2.886). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen um 299 oder 11,6 Prozent  über dem Wert von Dezember 2015 (2.571).

Die Zahl der Arbeitslosen der über 50 Jahre alten Personen sank im Dezember um 37 oder 0,4 Prozent auf aktuell 8.563 (Vormonat 8.600) und verringerte sich um 445 (-4,9  Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert (9.008).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Dezember im Vergleich zum Vormonat von 4.906 auf jetzt 4.884 (-22 oder -0,4 Prozent). Hier waren im Vorjahresmonat 5.032 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind damit 148 Personen oder 2,9 Prozent weniger als im Dezember 2015 arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.275 (+ 97 oder + 0,8 Prozent). Dies sind 1.581 oder 14,8 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres (10.694). Der Hauptanteil liegt dabei mit 11.275  Personen in der Grundsicherung (SGB II).

Auch im November ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter rückläufig und liegt aktuell bei betroffenen 14.091 Personen (-152 oder -1,1 Prozent, Vormonat 14.243). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.214 Personen oder 7,9 Prozent unterhalb des Vorjahresmonats (15.305).

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