Digitale Hochschule: Drei UDE-Projekte erfolgreich

Lernen – interaktiv und überall

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Tablet, Smartphone & Co. verändern das Studium. Gelernt und gelehrt wird immer mehr digital. Damit es nicht allein bei Online-Vorlesungen bleibt, haben das NRW-Wissenschaftsministerium und der Stifterverband ein neues Programm aufgelegt. Jedes Jahr werden 40 Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschule vergeben. In der ersten Antragsrunde überzeugten drei Professoren der Universität Duisburg-Essen (UDE) mit ihren Ideen.

Prof. Dr. Volker Gruhn, Experte für Software Engineering, entwickelt Module für das Mikrolernen: Dabei werden große Inhalte in kleine Häppchen gesplittet, die dann jederzeit und überall mobil abgerufen werden können. Studierende werden so unterstützt, selbstorganisiert zu arbeiten. Das Mikrolernen sieht Gruhn als sinnvolle Ergänzung zu klassischen Lernformaten. Er wird es im Master-Studiengang Angewandte Informatik – Systems Engineering erproben.

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Auf interaktive, webbasierte Lernskripte setzt Prof. Dr. Christoph Hanck vom Lehrstuhl für Ökonometrie. Damit Bachelor-Studierende sich eine bekannte Open-Source-Statistiksoftware aneignen können, wird er Vorlesungen und Übungen neu konzipieren. Diese sollen nach dem Inverted Classroom-Prinzip ablaufen: Umgedrehter Unterricht bedeutet, dass die Studierenden das Wissen selbst erwerben und es dann im Seminar anwenden und vertiefen.

Unterricht mit neuen Medien – in Schulen findet er noch zu wenig statt, was an fehlenden Konzepten liegt. Auch Lehramtsstudierende arbeiten noch zu selten mit digitalen Werkzeugen. Die möchte Mathematikdidaktik-Professor Dr. Florian Schacht nun konsequent in die Ausbildung integrieren – in Form von Blended Learning. Das geschieht mithilfe von interaktiven Whiteboards, mobilen Endgeräten, Online-Lernplattformen und -medien.

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Die UDE-Professoren erhalten nun für ein Jahr jeweils bis zu 50.000 Euro, um ihre Ideen umzusetzen. „Es sind drei hervorragende Projekte. Dass sie gefördert werden, passt bestens zu unserer Hochschulstrategie, die Digitalisierung von Studium und Lehre systematisch voranzubringen, gerade auch in der Lehrerbildung“, freut sich Prorektorin Prof. Dr. Isabell van Ackeren. Wichtig findet sie, dass sich die Fellows vernetzen, so will es auch das Programm: „Von guten Konzepten sollten alle Hochschulen in NRW profitieren.“

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