Wasserverbände entwickeln Starkregenindex

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(idr). Sogenannte „Jahrhundertregen“ haben in den vergangenen Jahren häufiger die Straßen und Keller des Ruhrgebiets unter Wasser gesetzt. Aber wie stark waren sie denn nun wirklich, diese Starkregen? Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband haben einen neuen Starkregenindex entwickelt, der Laien helfen soll, die Regengüsse einzuordnen. In Anlehnung an die bekannte Wind- und Erdbeben-Skalen ordnet das System Regenereignisse, die seltener als einmal in 100 Jahren auftreten, von 1 (moderat) bis 12 (extrem). Gekennzeichnet werden die einzelnen Stufen durch Farben – von grün bis violett. Bewertet werden ausschließlich außergwöhnliche Starkregen. Das bedeuetet, dass selbst ein Regen der Stufe 1 bereits extrem war.

Mit dem neuen Starkregenindex lassen sich auch vergangene lokale Starkregenereignisse neu einordnen. Der höchste Starkregenindex seit dem Jahr 2000 resultiert etwa in der Stadt Essen vom 3. Juli 2009 mit 46,7 Millimetern. Das entspricht einem „starken“ Ereignis (Index 6). Der höchste seit 2000 in Dortmund gemessene Starkregenindex liegt bei größer als 12 (extrem) und resultiert vom 26. Juli 2008 (114 Millimeter). Der höchste seit 2000 in Duisburg gemessene Starkregenindex liegt „nur“ bei 4 (stark) und resultiert vom 18. Juli 2004 (36,5 Millimeter).

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