Unternehmerverband: Investitionen in die Integration von Geflüchteten lohnen sich

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Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. (Foto: Unternehmerverband)
Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. (Foto: Unternehmerverband)

Der Unternehmerverband selbst bildet mit Ibrahim Soufi im HAUS DER UNTERNEHMER einen syrischen Flüchtling zum Fachinformatiker Systemintegration aus. Zudem hat der Unternehmerverband einen Arbeitskreis Integration gegründet, indem sich Mitgliedsunternehmen des Verbandes über ihre Erfahrungen bei der Integration von Flüchtlingen austauschen.

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Der Anteil der Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden hat sich in den vergangenen Monaten auf über zehn Prozent erhöht – ein Anstieg von vier Prozentpunkten. „Wie gut und wie schnell sich Flüchtlinge integrieren, hängt stark davon ab, ob sie Arbeit finden“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, der sich über den Anstieg freut. Er beruft sich auf eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Diese besagt, dass fast jedes dritte große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern Flüchtlinge beschäftigt. Im Frühjahr 2016 traf dies nur auf jedes siebte Unternehmen zu. „Wir sind längst nicht am Ziel und es besteht kein Anlass sich zurückzulehnen, aber langsam greifen die Maßnahmen. Die Strukturen für die Integration verbessern sich“, lobt Schmitz.

Um noch mehr Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, müsse weiter an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden, so Schmitz. Oft scheitere es nach wie vor an mangelnden Sprachkenntnissen. „Deshalb ist es besonders wichtig, hier weiter zu investieren“, zitiert Schmitz aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

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Diese belegt, dass mehr staatliche Unterstützung beim Deutschlernen und weitere Investitionen in die Bildung von Geflüchteten nicht nur deren Integration in den deutschen Arbeitsmarkt verbessern, sondern sich langfristig auch für die öffentlichen Haushalte lohnen. In der Vergangenheit habe der Erwerb eines deutschen Bildungsabschlusses und das Erreichen von guten Deutschkenntnissen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit von Flüchtlingen jeweils deutlich erhöht. „Natürlich steht die Hilfe für die Geflüchteten an erster Stelle. Im Ergebnis heißt dies aber auch, dass Sozialausgaben langfristig eingespart werden können“, so Schmitz.

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Ein Kommentar "Unternehmerverband: Investitionen in die Integration von Geflüchteten lohnen sich"

  1. Keule   31. Januar 2017 at 19:17

    Nur zwei vonmehreren Aussagen im Text:
    „Wie gut und wie schnell sich Flüchtlinge integrieren, hängt stark davon ab, ob sie Arbeit finden“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes
    Um noch mehr Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, müsse weiter an den Rahmenbedingungen gearbeitet werden, so Schmitz.

    Flüchtlinge fliehen normalerweise vor Krieg, wie die hier aufgenommen Syrer. Ich will mal außen vor lassen, dass diese Flüchtlinge, um nach Deutschland zu kommen, mehrere Länder durchquert haben, in denen sie vor dem syrischen Krieg sicher waren.

    Flüchtlinge, die sich aufgrund der Genfer Flüchtlingskonvention in Deutschland aufhalten, sollten nach Ende des Krieges in Syrien auch wieder zurück, sobald das Land wieder sicher ist.

    Wozu müssen diese „Flüchtlinge“ dann überhaupt in den Arbeitsmarkt integriert werden? Oder gaukelt die Regierung uns alles nur vor und hat niemals vor, diese Leute wieder zurückzuschicken? Will man diese Leute ewig hier lassen?

    In DEBKA stand letzte Tage ein Artikel, in dem beschrieben wird, dass in Syrien vier Sicherheitszonen (SZ) eingerichtet werden (eine SZ durch die Türkei, eine SZ durch Russland und zwei SZ durch die USA), wohin die Syrier fliehen können. In diesen Zonen soll kein Krieg sein.

    Das würde bedeuten, die Bundesregierung könnte, nachdem diese Sicherheitszonen eingerichtet sind und vielleicht einen Monat beobachtet werden, spätesten im April 2017 anfangen, die hier aufgenommenen Syrer wieder in ihr Heimatland zu schicken.

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