Staatsanwaltschaft Duisburg macht Dealerbande dingfest – Acht Mitglieder in Haft

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Bei einer Durchsuchung sind am 20.01.2017 in unterschiedlichen Verstecken in einem Fahrzeug 3,5kg Kokain, 0,5kg Heroin und 1,0kg Streckmittel gefunden worden
Bei einer Durchsuchung sind am 20.01.2017 in unterschiedlichen Verstecken in einem Fahrzeug 3,5kg Kokain, 0,5kg Heroin und 1,0kg Streckmittel gefunden worden

Bei einer Durchsuchung sind am 20.01.2017 in unterschiedlichen Verstecken in einem Fahrzeug 3,5kg Kokain, 0,5kg Heroin und 1,0kg Streckmittel gefunden worden. Insgesamt neun Personen der Bande sind noch am selben Tag in Duisburg, Hagen und Oberhausen festgenommen worden. Am 21.1.2017 ist durch das Amtsgericht Duisburg Haftbefehl gegen acht Beschuldigte erlassen worden.

Seit Dezember 2015 liefen bereits Ermittlungen der Polizei in einem Parallelverfahren. Ab April 2016 wurde dann durch die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Oberhausen gegen die Bande ermittelt. Dazu ist extra eine Ermittlungskommission eingerichtet worden. Die Mitarbeiter der Ermittlungskommission haben mittlerweile über 40 Ordner mit der Dokumentation gefüllt.

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Durch intensive gemeinsame Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Polizei Oberhausen konnte nach mehreren Durchsuchungen und Festnahmen eine Dealerbande nun dingfest gemacht werden. Die Ermittlungen richten sich zur Zeit hauptsächlich gegen 23 Personen im Alter von 19 bis 55 Jahren. Außer einem Deutschen stammen alle Personen aus Albanien.

Umfangreiche verdeckte Maßnahmen führten zur Identifizierung von konspirativen Wohnungen, Dealern und Hintermännern. Akribisch aufgedeckt wurde ein schwunghafter Straßenhandel mit Heroin und Kokain. Gesteuert wurden die Geschäfte von Albanien aus. Mindestens ein führendes Mitglied der Gruppe übernahm die Koordination vor Ort in Deutschland. Vertrieben wurden die Drogen in Duisburg, Oberhausen, Bottrop, Hagen, Soest und Paderborn. Insgesamt fünfzehn sogenannte Läufer verkauften die Drogen auf der Straße. Es handelte es sich um junge Männer, die in Albanien angeworben worden sind. Lief nach 3 Monaten deren Aufenthaltsberechtigung ab, wurden Sie per Bus ausgetauscht. Das illegal erwirtschaftete Geld wurde per Western Union nach Albanien transferiert.

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Im Januar 2017 konkretisierte sich dann aufgrund verdeckter Operationen ein Geschäft, das im Nachhinein komplett nachvollzogen und aufgedeckt werden konnte. In den Niederlanden hatten zwei führende Mitglieder ab dem 18.01.2017 den Deal eingefädelt. Ein Kurier aus Rotterdam fuhr dann am 20.01.2017 mit dem Stoff nach Duisburg und übergab die Betäubungsmittel an einen der beiden Händler. Dort wartete allerdings schon ein „Mobiles Einsatzkommando“ (MEK). Die Übergabe wurde dokumentiert und die beiden Personen festgenommen.

Die Ermittlungen dauern an.

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