Loveparade Gedenkstätte: Granittafel entfernt – Neue Gedenktafel montiert

Diese Gedenkstätte erinnert an die Katastrophe des Massenunglücks bei der Loveparade vom 24. Juli 2010. Am Nachmittag dieses Tages starben hier im Gedränge und der Panik 21 Menschen. Sie kamen aus Australien, China, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien. Hunderte Andere erlitten körperliche und seelische Verletzungen

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Loveparade Gedenkstätte: Granittafel entfernt - Neue Gedenktafel montiert
Am 13.März 2017 wurde die gläserne Gedenktafel, die an die Opfer der Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 erinnert, an der Wand der Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel montiert. Damit ist die von Hinterbliebenen und Vertretern der Betroffenen beschlossene Gestaltung der Gedenkstätte abgeschlossen. Foto: Stiftung Duisburg 24.7.2010 / Alfons Winterseel

Seit diesem Tag am 24. Juli 2010  ist die Stelle ein Ort der Trauer in Duisburg. Fundstücke und Trauergaben der ersten Zeit bewahrt das Stadthistorische Museum zum Gedenken. Die Gedenkstätte wurde im Sommer 2013 fertiggestellt und 2015 nach Ideen der Angehörigen der Verstorbenen um die stählernen Wand- und Bodenplatten erweitert. Zum Jahrestag 2016 wurden die Kacheln mit den Fotos und Namen in die Gedenkplatte eingefügt. Der weiße Stein in der Gedenkplatte steht symbolisch für die Verletzten und Traumatisierten, die die Katastrophe erlebt, aber überlebt haben.“

Mit der Montage einer gläsernen Gedenktafel, deren Text an die Loveparade-Katastrophe vom 24. Juli 2010 erinnert, wurde Anfang der Woche die Gestaltung der Gedenkstätte am Karl-Lehr-Tunnel abgeschlossen. Sie entspricht damit den Vorgaben, die von den Hinterbliebenen der 21 Todesopfer und Vertretern der Betroffenen-Initiative beschlossen worden waren.

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Der Text auf der Gedenktafel lautet:
„Diese Gedenkstätte erinnert an die Katastrophe des Massenunglücks bei der Loveparade vom 24. Juli 2010. Am Nachmittag dieses Tages starben hier im Gedränge und der Panik 21 Menschen. Sie kamen aus Australien, China, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien. Hunderte Andere erlitten körperliche und seelische Verletzungen.

Zwischenzeitlich hatten Unbekannte ohne Absprache auf dem weißen Stein eine schwarze Granitplatte mit einem kurzen Erinnerungstext angebracht, der sich allein auf die Verletzten und Traumatisierten bezog. Da dies nicht den früher getroffenen Vereinbarungen über die Gestaltung der Gedenkstätte entsprach, wurde die Granitplatte wieder entfernt. Dies geschah mit großem Aufwand, da man die Tafel nicht zerstören wollte. Die Tafel wurde eingelagert.

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Eine weitere Hinweistafel am Eingang fordert die Besucher auf, die Gedenkstätte mit Würde und Respekt zu behandeln und keine Veränderungen mehr vorzunehmen. Sollte es dennoch zu Verunreinigungen oder Beschädigungen kommen, bittet die „Stiftung Duisburg 24.07.2010“ um entsprechende Hinweise.

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Ein Kommentar "Loveparade Gedenkstätte: Granittafel entfernt – Neue Gedenktafel montiert"

  1. Redaktion Rundschau Duisburg   15. März 2017 at 12:41

    Lesen Sie hierzu auch den Kommentar Duisburg: Loveparade Stiftung entfernt illegale Gedenktafel

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