IHK-Wettbewerb: Energie-Scouts Niederrhein treten in Berlin an

Videokonferenzen sollen Dienstreisen ersetzen

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Videokonferenzen sollen beim Duisburger Hafen einen Teil der Geschäftsreisen ersetzen. Foto: Niederrheinische IHK
Videokonferenzen sollen beim Duisburger Hafen einen Teil der Geschäftsreisen ersetzen. Foto: Niederrheinische IHK

Die vier Gewinner-Teams der Niederrheinischen IHK werden am 27. und 28. Juni an der Bundesbestenehrung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. in Berlin teilnehmen und dort neben den besten Energie-Scouts von 40 weiteren IHKs mit ihren Projekten ins Rennen gehen. Die Nachfrage nach der Weiterbildung zum Energie-Scout ist so groß, dass für Herbst 2017 bereits die dritte Runde geplant ist. Anmeldungen sind ab August möglich.

Energie- und Ressourcen zu sparen, ist in vielen Unternehmen ein wichtiges Thema. Einige nutzen den innovativen Blick ihrer Auszubildenden, um auf praktische Ideen zu kommen. 52 Azubis aus 16 Unternehmen vom Niederrhein forschten als sogenannte Energie-Scouts nach Schwachstellen in ihren Betrieben. Beim gleichnamigen Wettbewerb der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve überzeugten vier Teams, die im Juni bei der Bundesbestenehrung in Berlin ihre Projekte vorstellen werden.

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Ein halbes Jahr hatten die Energie-Scouts Niederrhein Zeit, ihre Ideen zu entwickeln. Am Freitag, 24. März, stellten die Teams ihre Projekte einer Jury vor. Die Experten-Jury wählte vier Siegerteams aus. Die Preisträger sind:

1. Platz: IMI Norgren GmbH, Alpen
2. Platz: Duisburger Hafen AG, Duisburg
3. Platz: Ornua Deutschland GmbH, Neukirchen-Vluyn
Sonderpreis: ABS Safety GmbH, Kevelaer

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Um den Energieverbrauch spürbar einzudämmen, reicht es oft schon aus, auf eine energieeffiziente Beleuchtung umzustellen, wie bei der IMI Norgren GmbH. Die Azubis setzen zusätzlich darauf, die Mitarbeiter zu sensibilisieren. Papier und Druckkosten sollen mit der Umstellung der Paket-Packstation auf Transportwannen mit spezifischen Labels und Scan-Codes gespart werden.

Auch der Duisburger Hafen setzt auf die Digitalisierung: Videokonferenzen sollen einen Teil der Geschäftsreisen ersetzen. Bei Ornua Deutschland stellten die Azubis den Prozess der Butterverarbeitung auf den Prüfstand und wollen bei der Kühlung sparen. Mehrweg statt Einweg heißt es künftig bei den Getränken bei ABS Safety.

Die besten Teams erhielten ein Preisgeld von insgesamt 1000 Euro, gesponsert durch die Wirtschaftsjunioren Duisburg und Kleve. „Die Auszubildenden lernen als Energie-Scouts, Schwachstellen zu erkennen, entwickeln eigene Projekte und sind Botschafter in ihrem Unternehmen. Sie motivieren ihre Kollegen zum Mitmachen und erzielen sichtbare Ergebnisse. Denn umzudenken beim Umgang mit Energie und Ressourcen, bietet das größte Potenzial“, erklärt Elisabeth Noke-Schäfer, Energiereferentin bei der Niederrheinischen IHK. „Mittlerweile haben wir über 100 junge Auszubildende zu Energie-Scouts fortgebildet. Die einzelnen Projektergebnisse und Effizienzmaßnahmen bewegen sich zum Teil auf sehr hohem Niveau und werden schon bei vielen der teilnehmenden Unternehmen umgesetzt“, berichtet Noke-Schäfer.

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