Digitalisierung: Programmierer dringend gesucht

Studie: Neuer Rekord bei MINT-Lücke/ IT-Experten stark nachgefragt

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Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. (Foto: Unternehmerverband)
Der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. (Foto: Unternehmerverband)

„Wir brauchen mehr Programmierer, IT-Ingenieure und Informatiker, um die Digitalisierung gestalten zu können“, erklärt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des hiesigen Unternehmerverbandes angesichts aktueller Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Diese besagen, dass den Unternehmen im April 237.500 Arbeitskräfte im sogenannten MINT-Bereich – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – fehlten. Fast 40 Prozent aller fehlenden akademischen MINT-Arbeitskräfte werden laut der Studie inzwischen für den IT-Bereich gesucht. „Die Digitalisierung schafft viele neue Jobs. Dem müssen wir bei Ausbildung und Studium noch mehr Rechnung tragen, damit wir die Arbeitsplätze auch mit Fachkräften besetzen können“, so Schmitz.

Schmitz ruft dazu auf, bereits in der Schule MINT-Kompetenzen gezielter zu fördern. „Die digitale Vernetzung im Allgemeinen, aber auch Programmiersprachen im Konkreten gehörten in den Unterricht aller allgemeinbildender Schulen. Wir brauchen dazu eine bessere Ausstattung der Schulen und entsprechende Änderungen in der Lehrerausbildung“, fordert Schmitz. Der Unternehmerverband weiß um die Fülle an Aufgaben, die Lehrer bereits heute haben. „Wenn wir mehr und besseres digitales Lernen an unseren Schulen wollen, dann müssen wir die Lehrer an anderen Stellen entlasten“, meint Schmitz. Die neue NRW-Landesregierung habe hier die Chance, wichtige Akzente für die Zukunft zu setzen.

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Der Unternehmerverband unterstützt seit vielen Jahren zahlreiche MINT-Projekte und Initiativen, um gerade Mädchen und junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. So schickt er jedes Jahr den InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie auf die Schulhöfe und engagiert sich für den Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T!“. Dabei tüfteln Schüler gemeinsam mit Unternehmen an technischen Ideen. Bei regelmäßigen Arbeitskreisen Schule/Wirtschaft erhalten Lehrer Einblick in hiesige Betriebe und in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen werden angehende Fachkräfte mit Unternehmern zusammengebracht. „Wir schnüren dieses MINT-Paket mit viel Engagement und Herzblut. Es ist unser Ziel, dass mehr junge Leute die Chancen der technischen Berufe erkennen“, so Schmitz.

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