Museum DKM in Duisburg zeigt Hannes Vogels „Sterben. Tod.“

Kunstsammler Dirk Krämer und Klaus Maas ehren
den Schweizer Künstler zum 80. Geburtstag

Von Petra Grünendahl
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Die Arbeit „Finnegans Sehschule“ (1999) erinnernd, findet Vogel wieder zum Ausdrucksmittel „Zeichnung“ und wählt Literaturzitate, aus denen er mit verschiedenen Stricharten seine Zeichnungen entwickelt. Er befragt die Striche und Punkte danach, wie sie zu Zeichen werden, die Inhalte vermitteln. Aus dem Gewirr der Linien entwickelt sich die Zeichnung, die im Zusammenhang mit den literarischen Zitaten und ergänzenden Gedanken von Hannes Vogel einen sehr privaten Einblick gewähren. Vogel bedient sich an den literarischen Werken von u.a. Paul Celan, Tadeus Pfeiffer, Stefan Zweig und der Widerstandsgruppe Die weiße Rose und assoziiert sie mit seinen eigenen Empfindungen, sodass der Leser und Betrachter auf eine Gedankenreise mitgenommen wird.

Hannes Vogel in der Ausstellung „Kunst & Kohle“ Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.
Seit vielen Jahrzehnten gehören die Arbeiten von Hannes Vogel zum festen Bestandteil der Sammlung DKM. Anlässlich des 80. Geburtstags des Künstlers unterstreicht das Museum DKM mit einer Präsentation seiner neusten Arbeiten diese enge Beziehung. Bis Ende Januar 2019 werden Zeichnungen aus der Publikation „Sterben. Tod“, die er gemeinsam mit seiner Frau Petruschka erstellt hat, im ersten Ausstellungsraum präsentiert. Mit der Ausstellung „Sterben. Tod.“ Würdigen die Sammler Dirk Krämer und Klaus Maas nach Einzelausstellungen in der Galerie Linie (1984, 1989), der Galerie DKM (2001) und dem Museum DKM (2009) bereits zum fünften Mal das Werk des Schweizer Künstlers. Seine Arbeiten sind darüber hinaus regelmäßig in der Dauerausstellung präsent und waren ein wichtiger Baustein der letzten Sonderausstellung „Kunst & Kohle. Die schwarze Seite“. Die Ausstellung ist ab Samstag, 20. Oktober 2018, geöffnet.

Der Künstler Hannes Vogel
Hannes Vogel wurde im Mai 1938 in Chur, Schweiz geboren. Sein Vater war Friedhofsgärtner, der Tod war von Kindesbeinen an alltäglich. In seinem künstlerischen Werk wurde der Tod erst vor wenigen Jahren, nach der Lektüre von u.a. Paul Celans „Todesfuge“, relevant. Die aktuelle Ausstellung knüpft an die Arbeiten „Finnegans Sehschule“ (1999) und „Der Scherben Schönheit ist nicht die der Töpfe“ (1998) aus der Sammlung DKM an. Beide Werke werden regelmäßig in der Dauerausstellung präsentiert. Hannes Vogel lebt und arbeitet im Schams (Schweiz) im Turmhaus in Mathon. Die Ausstellung geht auf die Publikation „Sterben. Tod.“ zurück, die 2016 von Hannes und Petruschka Vogel veröffentlicht wurde.

Museum DKM
Die Ausstellung „Sterben. Tod.“ des Schweizer Künstlers Hannes Vogel ist bis zum 27. Januar 2019 zu sehen. Regulär geöffnet hat das private Museum DKM der Stifter Klaus Maas und Dirk Krämer an der Güntherstraße 13-15 im Dellviertel samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr sowie jeden ersten Freitag im Monat ebenfalls zwischen 12 und 18 Uhr. Montags bis freitags wird ansonsten nur nach Vereinbarung für Gruppen geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro, für Schüler und Studenten bis 28 Jahre), Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt. Für Gruppen (zw. 10 und 15 Personen) gibt es einen Gruppentarif (7 Euro pro Person) zzgl. einer (kostenpflichtigen) Führung. Weitere Infos gibt es hier.

^© 2018 Petra Grünendahl (Text und Foto)