Von Duisburg in 24 Stunden am Ziel: NGK Spark Plug beliefert „EMEA“ vom neuen Zentrallager

Duisburgs OB im Wirtschaftsdialog (v. l.): Ralf Meurer, Jens Pries, Oberbürgermeister Sören Link, Damien Germès und Andree Haack. Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg.
„Wir sind ein globales japanisches Unternehmen mit Sitz in Nagoya, das seit 1979 seinen zweiten europäischen Standort in Ratingen bei Düsseldorf hat. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir uns zum Spezialisten im Bereich Zündung und Sensorik entwickelt und auch unser Produktportfolio in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) deutlich ausgebaut. In gleichem Maße stiegen die Anforderungen an die Logistik, so dass unsere drei Lager in Ratingen zu klein wurden. Um für die Zukunft perfekt aufgestellt zu sein haben wir im letzten Jahr unser neues hochmodernes Distribution Center in Duisburg eröffnet. Dies war ein wichtiger Meilenstein für uns“, erklärt Damien Germès, Senior Vice President EMEA von NGK Spark Plug Europe. Von der Mercatorstadt aus treten die Produkte des Unternehmens ihre Reise in die europäischen Länder, den Nahen Osten und Afrika an. Mit dem neuen Auslieferungslager erreicht das Unternehmen Kunden in der Erstausrüstung und im Aftermarket in 44 Ländern mit rund einer Million Produkten am Tag, verteilt auf mehr als 300 Lieferungen und etwa 5.000 Lieferpositionen.

„Die Lage ist einfach unschlagbar. Duisburg ist die Logistikdrehscheibe schlechthin. Von hier aus erreichen wir effizient unsere Geschäftskunden: Automobil- und Motorradhersteller, Produzenten von kraftbetriebenen Maschinen wie Rasenmähern, sowie Bootsbauer – sei es per Straße, Schiene oder Schiff. Vom Wirtschaftsstandort mit dem weltgrößten Binnenhafen aus gelangen unsere Produkte im Schnitt in 24 Stunden ans Ziel. Darüber hinaus ist es hier – im Schmelztiegel und Ballungsraum – einfach, gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren und zu binden“, berichtet Jens Pries, Director Supply Chain EMEA.

Duisburg ist das größte und modernste Zentrallager von NGK Spark Plug. Es verfügt mit 22.000 Paletten-Lagerplätzen, 21.000 Quadratmetern Lagerfläche und 44.000 Shuttle-Lagerplätzen über mehr als genug Lagerfläche, um alle Produktgruppen zu bevorraten und höchste Warenverfügbarkeit zu garantieren. Automatisierte Prozesse und eine leistungsfähige Lagerverwaltungssoftware sorgen dafür, dass jede Bestellung noch am gleichen Tag konfektioniert wird und in den Versand geht. Die Wahl des Standortes ist kein Zufall: Duisburg entwickelt sich nicht zuletzt aufgrund seiner optimalen Anbindung an das Verkehrswegenetz zu einer bedeutenden Drehscheibe für die Automobilindustrie. Die neue Seidenstraße verbindet Duisburg über den Landweg mit China. Zudem zahlen sich die Nähe zu den Häfen in Rotterdam, Antwerpen und Hamburg für die Seefracht aus. Doch bevor Güter wie Zündkerzen verschifft werden können, müssen sie erst einmal zum Hafen gelangen. „Und da sind wir zu 100 Prozent auf LKWs und damit auf einen guten Verkehrsanschluss angewiesen“, bekräftigt Germès.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sagt dazu vor Ort beim Wirtschaftsdialog: „Wir werden mit starker Stimme sprechen, wenn es bei der Landesregierung darum geht, den Infrastrukturausbau des Ruhrgebiets, insbesondere Duisburgs, mit Nachruck voranzutreiben.“ Auch Wirtschaftsdezernent Andree Haack weiß um die existenzielle Bedeutung dieser Thematik: „Nur eine gute Verkehrssituation schafft und sichert Arbeitsplätze und Wohlstand. Gerade die Logistik hat derzeit viele Herausforderungen zu bewältigen, erst recht vor dem Hintergrund der langwierigen Brückenbauten, die von allen Beteiligten gewünscht sind, aber auch mit einer großen Geduldsübung einhergehen.“

„Als wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinerzeit angekündigt haben, in Duisburg ein Zentrallager zu eröffnen und die dazugehörigen Organisationseinheiten von Ratingen hierher verlagerten, sind einige Mitarbeiter auf Firmenkosten nach Duisburg gezogen. Die anderen pendeln einfach mit der S-Bahn“, erzählt Jens Pries, Director Supply Chain EMEA. All dies führt zu einer im Logistik-Sektor überdurchschnittlich langen Mitarbeiterbindung. Während anderenorts die „Verweildauer“ im Schnitt „magere“ zwei bis vier Jahre beträgt, gibt es beim Zündungs- und Sensorikspezialisten nicht wenige, die bereits seit über einem Jahrzehnt dort tätig sind.

„Die Unternehmenszugehörigkeit ist oftmals auch ein Indikator für Rahmenbedingungen und Atmosphäre. Und die beste Leistung liefern Mitarbeiter immer da, wo sie gefördert und gefordert werden. NGK Spark Plug Europe einerseits und die Mitarbeiter andererseits profitieren von dieser echten Win-Win-Situation“, so Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).

Rund 14.500 Mitarbeiter hat NGK Spark Plug weltweit; im Duisburger Raum sind mehr als 100 Mitarbeiter festangestellt; in Spitzenzeiten unterstützt durch Zeitarbeiter. „Da wir in Duisburg in jeder Hinsicht angekommen sind und mit dem Auslieferungslager für die Zukunft gut gerüstet sind, möchten wir uns schon bald auch der Interessengemeinschaft Kaßlerfeld und Neuenkamp (IGKN) anschließen“, betont Jens Pries. Die IGKN wurde von den Akteuren der GFW Duisburg initiiert. Seither übernimmt GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons die Koordination der IGKN-Aktivitäten. „Dabei stehen Themen wie die Einrichtung und Optimierung von Busverbindungen, Radstationen, aber auch das gemeinsame Netzwerken im Mittelpunkt. Als Wirtschaftsförderung freuen wir uns über einen weiteren engagierten Player am Standort, der sich mit uns gemeinsam für die Belange im Gewerbegebiet einsetzen will“, berichtet Alava-Pons.
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH
Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg

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