Wirtschaftlicher Rahmen für die Ruhrkonferenz: Infrastruktur und Know-how sind die Basis

Anzeige

Ruhr-IHKs mit konkreten Vorschlägen für das Ruhrgebiet

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales (Mitte) und Dr. Stefan Dietzfelbinger, Niederrheinische IHK (3. v. r.), diskutierten über die Zukunft des Ruhrgebiets zusammen mit (v. l.): Christoph Brünger, Geschäftsführer SIHK zu Hagen; Eric Weik; Hauptgeschäftsführer IHK Mittleres Ruhrgebiet; Dr. Fritz Jaeckel, Hauptgeschäftsführer IHK Nord Westfalen; Wulf-Christian Ehrich, stellv. Hauptgeschäftsführer IHK zu Dortmund und Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer IHK zu Essen. Foto: Zoltan Leskovar / Niederrheinische IHK.
Gemeinsam mit der Landesregierung will die Wirtschaft die Weichen für die Zukunft des Ruhrgebiets stellen. Die sechs Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet beteiligen sich bei dem durch die Landesregierung angestoßenen Gestaltungs- und Veränderungsprozess der Ruhrkonferenz. Die Spitzen der Ruhr-IHKs trafen sich zu einem Gespräch mit dem zuständigen Minister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner in Duisburg.

Anzeige

Um die Entwicklung des Ruhrgebiets für die Wirtschaft zu begleiten, haben die IHKs im Ruhrgebiet ihre agenda.Ruhr vorgelegt. Ziel ist es, die Standortbedingungen für die Unternehmen und für Investoren in der Region zu verbessern. „Es geht darum, die Zukunft des Ruhrgebiets kraftvoll zu gestalten“, so Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK in Duisburg. „Wir brauchen darum starke Impulse und vor allem konkrete, umsetzbare Projekte.“

‎„Aus der Agenda Ruhr der Industrie- und Handelskammern sind zahlreiche Impulse in die Arbeit der Themenforen der Ruhr-Konferenz eingeflossen. Expertinnen und Experten der Industrie- und Handelskammern bringen ihre Expertise in den Themenforen ein, zum Beispiel bei Energie, startups und Mobilität, aber auch bei Bildungschancen, Medien oder Ehrenamt“, lobt Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales. Und weiter: „Das entspricht genau dem Geist der Ruhr-Konferenz – wir brauchen diese Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg, nur dann bekommt das Ruhrgebiet den nötigen Schub in Richtung erfolgreiche und lebenswerte Metropolregion im digitalen Zeitalter. Ich bin den Industrie- und Handelskammern sehr dankbar für ihr Engagement.“

Anzeige

Know-how in der Region nutzen
Die IHKs setzen dabei auf Innovation, Infrastruktur und Investitionen in Bildung. „Erst wenn die Basis für den Erfolg stimmt, kann die Region ihr ganzes Potenzial entfalten. Es geht um die Bereitstellung von Flächen für die Unternehmensentwicklung und um den Erhalt unserer Infrastruktur. Um den Dauerstau zu verhindern, schlagen wir vor, dass sich alle Kommunen verpflichten, ein Baustellen-Management einzurichten“, erläutert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, und derzeit Sprecher für die IHKs im Ruhrgebiet. Die IHKs fordern, regionale Stärken auszubauen: „Der Aufbau eines Kompetenzzentrums für autonome Binnenschifffahrt oder der 3D-Druck würde das besondere Know-how in der Region nutzen.“ Die IHKs im Ruhrgebiet setzen sich dafür ein, dass für die Projekte der Ruhrkonferenz auch finanzielle Mittel bereitgestellt werden. „Es gibt viele gute Ideen. Ohne zusätzliches Geld können wir sie nicht umsetzen“, so der Duisburger IHK-Hauptgeschäftsführer.

In diesem Jahr werden zunächst Ideen für das Ruhrgebiet gesammelt, danach konkretisiert und zu einem Maßnahmenpaket gebündelt. Das Paket für die Zukunft des Ruhrgebiets soll 2020 vorgelegt werden. Die Ideen und Forderungen der Ruhr IHKs sind auf der Website http://agenda.ruhr zu finden.
Niederrheinische Industrie- und Handelskammer
Duisburg – Wesel – Kleve zu Duisburg

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige