Stadt Duisbsurg und Diakoniewerk zu Obdachlosigkeit und Kältemaßnahmen

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Die derzeitigen kalten Wintertage rücken das Thema Obdachlosigkeit in das öffentliche Interesse. Auch die Duisburger Bevölkerung reagiert mit vielen Hinweisen an die Verwaltung sehr sensibel, wenn Menschen im Freien übernachten. Sozialdezernent Thomas Krützberg: „Ich möchte mich ausdrücklich bei den Duisburgern bedanken, die uns Hinweise auf Menschen geben, die unsere Hilfe brauchen“.

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Die Stadt Duisburg kooperiert bei der Wohnungslosenhilfe mit der Diakonie und dem Jobcenter: Zentrale Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle (ZABV) auf der Beekstraße 45. Foto: Petra Grünendahl.
Duisburg gehört zu den Städten, in denen vergleichsweise wenige, tatsächlich wohnungslose Menschen auf der Straße leben. Udo Horwat, Geschäftsführer des Diakoniewerkes, erklärt dazu: „Das über Jahre in Duisburg entwickelte Hilfesystem baut auf gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt, dem Diakoniewerk, dem Verein „Gemeinsam gegen Kälte“ und weiteren Partnern auf.“

So stellt die Bahn in der kalten Jahreszeit ein Wartehaus zur Übernachtung zur Verfügung ebenso wie die DVG einen U-Bahnhof offenhält. Darüber hinaus bietet das Diakoniewerk 35 stationäre Betten, 58 Unterkunftsmöglichkeiten in kleinen Wohngruppen und Appartements, betreutes Wohnen und Notübernachtungsplätze an. Neben den Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten gibt es Wohn- und Betreuungsangebote für Frauen. Sollten alle angebotenen Plätze nicht ausreichen, oder eine begleitende Unterstützung nicht gewollt sein, so bringt die Stadt Duisburg hilfesuchende Wohnungslose in einem Hotel unter. Es können nicht immer alle Hilfebedürftigen erreicht werden, weil deren Aufenthaltsorte zunächst nicht bekannt sind oder sie eine Unterbringung in dem für sie zur Verfügung stehenden Hilfesystem nicht annehmen.

Thomas Krützberg betont: „Die Stadt kommt ihren ordnungsrechtlichen Unterbringungsverpflichtungen nach und bietet jedem Hilfebedürftigen eine Unterkunft an“.
Der Verein „Gemeinsam gegen Kälte“, der grundsätzlich alle ihm bekannten Obdachlosen aufsucht, schätzt die Anzahl der Personen, die aktuell in Duisburg obdachlos sind und „Platte machen“, auf ca. 20 Personen. Natürlich sind damit nicht die Menschen erfasst, die „verdeckt wohnungslos“ sind, zum Beispiel EU-Bürgerinnen und Bürger, die sich im Rahmen von Arbeitnehmerfreizügigkeit hier aufhalten und teilweise in unzumutbaren Wohnverhältnissen leben. Die Stadt geht regelmäßig Hinweisen nach, die sich auf solche Wohnverhältnisse beziehen. Udo Horwat appelliert: „Da die kalte Wetterlage noch einige Zeit anhalten wird, bitte ich die Bürger um entsprechende Hinweise, damit wir die Menschen vor Wind und Wetter schützen können“.
Stadt Duisburg
Foto: Petra Grünendahl

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