Marketing-Club Duisburg-Niederrhein: Geschäftsführer Uwe Busch stellte den Stadtsportbund vor

Spitzensport und Unternehmen: Eine Partnerschaft, die beiden nützt
Von Petra Grünendahl

Geschäftsführer Uwe Busch stellte den Stadtsportbund beim Monatstreffen des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein im Konferenz-Foyer des Intercity Hotel vor. Foto: Petra Grünendahl.
„Kein Duisburger Sportverein muss Mitglied im Stadtsportbund werden. Aber nur wer Mitglied ist, kann die Sportförderung – auch vom Landessportbund – in Anspruch nehmen“, erklärte Uwe Busch. Dafür sind 424 Vereine mit fast 98.000 Mitgliedern in Stadtsportbund (SSB) organisiert. Mit 18 Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und vier Mitarbeitern im angeschlossenen Bildungswerk vertritt der Stadtsportbund die Interessen des Sports und der Sportvereine in unserer Stadt. Neben der Sportpolitik zählen die Sportentwicklung sowie die Beratung und Förderung der Vereine ebenso zu den Kernaufgaben wie die Arbeit in den Programmen des Landessportbundes und die Qualifizierung der Ehrenamtlichen in den Vereinen. Auf städtischer Seite hat der SSB mit Duisburg Sport ein Pendant, das als eigenbetriebliche Einrichtung der Stadt für die Sportstätten zuständig ist. Der 15-köpfige Vorstand des Vereins rund um den Vorsitzenden Rainer Bischof, MdL, ist ehrenamtlich tätig. Uwe Busch ist beim SSB als Geschäftsführer beschäftigt, und das seit 30 Jahren.

Geschäftsführer Uwe Busch (links, mit Mario Mais, r.) stellte den Stadtsportbund beim Monatstreffen des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein im Konferenz-Foyer des Intercity Hotel vor. Foto: Petra Grünendahl.
Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein hatte zum Monatstreffen Uwe Busch, den Geschäftsführer des Stadtsportbund Duisburg e. V. eingeladen. Busch stellte den Stadtsportbund, seine Kernaufgaben, besondere Projekte und Veranstaltungen (z. B. Rhein-Ruhr-Marathon oder der Targobankrun), die teilweise über Stadtgrenzen hinaus strahlen, sowie das Leistungssportkonzept vor. Der SSB finanziert sich durch die Mitgliedsbeiträge der Vereine, Projektgelder des Landessportbundes sowie Zuschüsse durch die Stadt, die allerdings seit 1998 nicht mehr erhöht wurden. Zur Erfüllung seiner Aufgaben hat der SSB einen Sponsorenpool, sucht aber auch für Projekte und Veranstaltungen immer wieder auch Einzelsponsoren.

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Leistungssportförderung als Aushängeschild für Duisburger Unternehmen

Geschäftsführer Uwe Busch stellte den Stadtsportbund beim Monatstreffen des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein im Konferenz-Foyer des Intercity Hotel vor. Foto: Petra Grünendahl.
Neben der Kernaufgabe Breitensport engagiert sich der SSB auch in Projekten für den Leistungssport. So arbeitet die „NRW Sportschule“ in Duisburg mit drei Schulen (Steinbart Gymnasium, Gesamtschule Meiderich und Lise-Meitner-Gesamtschule in Rheinhausen), um junge Talente zu sichten und in speziellen Sportklassen zu fördern. Zudem gibt es seit einigen Jahren Leistungssportförderung für Vereine, die mit bestimmten Sportarten erfolgreich sind. Dazu zählen als Kernsportarten Hockey (weiblich), Wasserball (männlich), Judo und Kanu sowie als Perspektivsportarten Handball (männlich) und Fußball (weiblich).

Geschäftsführer Uwe Busch stellte den Stadtsportbund beim Monatstreffen des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein im Konferenz-Foyer des Intercity Hotel vor. Foto: Petra Grünendahl.
Außerdem hat der Stadtsportbund eine Kampagne gestartet, um Sportler auch individuell zu unterstützen. Für „Spitzensportler & Spitzenunternehmen – eine Partnerschaft für Erfolg“ holt der SSB Unternehmen als Partner mit ins Boot, einzelne Sportler umfassend in ihrer Leistungssportkarriere zu unterstützen. Leistungssportler sollen durch die Partnerschaft mit Unternehmen Perspektiven in Ausbildung, Studium und Beruf bekommen, die sich mit ihrem Leistungssport vereinbaren lassen bzw. auf die Sportkarriere folgen. Die Unternehmerin Gabriela Grillo, olympische Mannschaftsgoldmedaillengewinnerin im Dressurreiten 1976, halte, erzählte Uwe Busch, große Stücke auf Leistungssportler im Unternehmen, die sich durch Leistungs- und Zielorientierung nicht nur für ihre sportlichen, sondern auch für ihre beruflichen Belange auszeichneten. Unter dem Stichwort „Duale Karriere“ hat der Stadtsportbund ein Netzwerk unter anderem mit der IHK, dem Unternehmerverband, der Universität Duisburg-Essen und der Agentur für Arbeit geknüpft. Für die Unternehmen sie dies nicht nur „soziales Engagement“: „Der Stadtsportbund zeichnet den Unternehmenspartner nicht nur mit einer Urkunde aus“, so der Stadtsportbund-Geschäftsführer. Die Partnerschaft würde auch durch die unterstützten Vereine öffentlich gemacht, die geförderten Leistungssportler auch mal für Firmenveranstaltungen vermittelt. Damit kann das unterstützende Unternehmen für sich werben, so dass beide Seiten Nutzen aus dieser Partnerschaft ziehen. „Dies fördert die Identifikation der Sportler mit Duisburg“, so Uwe Busch, „stärkt aber auch das Image der Stadt als ‚Sportstadt’.“

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Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein
Die regionale Berufsstandesorganisation in Duisburg wurde 2009 gegründet und ist als Mitglied im Deutschen Marketing Verband einer von 66 Clubs deutschlandweit. Der Marketing-Club ist der Weiterbildung seiner Mitglieder ebenso verpflichtet wie der Schaffung einer Kommunikationsplattform. Fast jeden Monat trifft sich der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein zu überwiegend fachlich orientierten Besichtigungen oder Vorträgen in der ganzen Region. Informationen zu Themen, Veranstaltungen und Kontakten gibt es auf der Homepage des Clubs. Wer im Marketing tätig ist und sich für eine Mitgliedschaft im Marketing-Club interessiert, kann bei solchen Gelegenheiten erste Kontakte knüpfen: Netzwerken lässt sich im Anschluss an den fachlichen Teil nämlich ganz hervorragend. Und natürlich lassen sich die fachlichen Fragen mit den jeweiligen Referenten in Einzelgesprächen noch vertiefen.

© 2019 Petra Grünendahl (Text und Fotos)