Abgesagte Fusion von thyssenkrupp Steel und Tata birgt Risiken für den Standort Duisburg

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer (l.) und Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer (r.). Foto: Jacqueline Wardeski / GFW Duisburg.
Mit großer Überraschung hat die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) die Absage der Fusion von thyssenkrupp und Tata Steel aufgenommen. „Das kommt überraschend und ist keine gute Nachricht für Duisburg“, sagt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Eigentlich war die Fusion für dieses Jahr angekündigt, wurde aber jetzt abgesagt, da die Europäische Kommission dem Vorhaben sehr kritisch gegenübersteht.

„Der internationale Stahlmarkt ist durch subventionierte Produktion in anderen Ländern enorm unter Druck geraten. Ohne die Fusion mit Tata Steel ist es nur logisch, dass thyssenkrupp jetzt agieren muss. Der angekündigte Stellenabbau hätte vermieden werden können“, meint Haack und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ergänzt, dass die Stahlproduktion in anderen Ländern häufig nicht so hohen Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards unterliegt, wie in Deutschland. Beide sind sich aber auch einig, dass der Stahlstandort Duisburg nach wie vor aufgrund seiner Lagevorteile und dem hohen technischen Standard nicht gefährdet ist.
Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH (GFW Duisburg)
Foto: Jacqueline Wardeski / GFW Duisburg

Ein Kommentar "Abgesagte Fusion von thyssenkrupp Steel und Tata birgt Risiken für den Standort Duisburg"

  1. Johannes   16. Mai 2019 at 19:04

    Alles hat zwei Seiten. Egal wie mickrig die Erträge auch sein werden, sie sollten weiter in Duisburg versteuert werden und nicht an der Amstel. Der Ab- und Aufspaltung des Konzerns wäre bestimmt über kurz oder lang die Zerschlagung gefolgt, denn so ein Konglomerat hat etwas Flüchtiges und keine feste Tradition mehr.

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