Verdi: Es fehlen viel mehr Kita-Plätze in Duisburg

Die Zahl der Kinder die für das bald beginnende Kita-Jahr noch keinen Betreuungsplatz haben, ist aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di alarmierend hoch. „Wir haben Hinweise darauf, dass die in der Presse genannten 500 unversorgten Kinder recht optimistisch angesetzt sind. Uns liegen Hinweise auf deutlich höhere Zahlen in vierstelligen Bereich vor. Und auch Klagen um den gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz durchzusetzen liegen nach meinen Informationen bereits vor“, erklärt der zuständige Gewerkschaftssekretär Markus Renner.

Die Gewerkschaft ver.di begrüßt den vom Jugenddezernenten Thomas Krützberg angekündigten Kita-Gipfel, fordert aber auch die Einbeziehung und Beteiligung der ver.di an diesem Gipfel. „Wir sind die Fachgewerkschaft, die viele Mitglieder unter den Beschäftigten im Kita-Bereich hat. Seit Jahren fordern wir Verbesserungen in der personellen und finanziellen Ausstattung der Kitas und machen auch eigene Vorschläge dazu. Wer Lösungen finden will, muss auch uns einbeziehen“, erklärt Renner weiter. Dass der Jugenddezernent allen Eltern verspricht, dass ihre Kinder bis zum 01.08.2019 versorgt sein werden, wirft die Frage auf, wie er dieses Ziel denn erreichen will. Die in ver.di organisierten Beschäftigten erwarten konstruktive und realistische Vorschläge, die unter den bereits mehr als schwierigen Rahmenbedingungen mitgetragen werden können.
ver.di Bezirk Duisburg – Niederrhein

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