Marketing-Club Duisburg-Niederrhein diskutierte über das Image der Stadt

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Duisburg hat viel zu bieten: Das müssen wir mehr nach außen transportieren!
Von Petra Grünendahl

Zum „Image der Stadt Duisburg“ standen auf dem Podium (v. l.): Andree Haack, Thomas Knabner, Alexander Kranki, Prof. Peter Kürble und Uwe Kluge. Foto: Petra Grünendahl.
„Das Image ist ein Fremdbild, bis man anfängt, sich selber darzustellen“, erklärte Prof. Peter Kürble, der in den 1980er-Jahren zum Studieren herkam und dem Duisburg seitdem ans Herz gewachsen ist. Natürlich sei nicht alles perfekt, aber vieles entwickle sich sehr positiv, waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Ein vielschichtiges Image bestätigte der Stadt auch Wirtschaftsdezernent Andree Haack: Wirtschaft und Logistik zählten zu den Pluspunkten, Bevölkerungsarmut und hoher Migrantenanteil wirken nach außen eher negativ. „Das Bild, was woanders herrscht, passt nicht“, sagte Uwe Kluge. Vorurteile gebe es bei Leuten, die das aktuelle Duisburg nicht kannten, so der Tenor. Duisburg habe sich in den letzten 10, 20 Jahren gut entwickelt und viele Erfolgsgeschichten geschrieben.

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Stellten sich den Fragen von Moderator Mario Mario (v. l.): Andree Haack, Uwe Kluge, Alexander Kranki und Thomas Knabner. Foto: Petra Grünendahl.
Zur Podiumsdiskussion „Image der Stadt Duisburg“ hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein ins Atrium des Tec-Tower (Tectrum Technologiezentrum für Duisburg) eingeladen. Das Podium war mit Vertreters aus Wirtschaft und Marketing gut besetzt: Wirtschaftsdezernent Andree Haack, DuisburgKontor-Geschäftsführer Uwe Kluge, Alexander Kranki (als Vorstand des Vereins Wirtschaft für Duisburg) und Thomas Knabner, Regionaldirektor Deutsche Hospitality (InterCity Hotels). Einen einleitenden Vortrag zum Thema „Was ist Image?“ hielt Prof. Dr. Dr. Peter Kürble, Marketing-Experte an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM Duisburg). Im Anschluss an die Podiumsrunde diskutierten die Teilnehmer mit einem interessierten und durchaus kritischen Publikum. Von den fünf Experten auf dem Podium, die alle ein aus eigener Erfahrung positives Bild von Duisburg vermittelten, ist nur einer im Stadtgebiet geboren. Da muss man sich die Frage stellen, ob es nicht gerade die (erfolgreichen) Zugewanderten sind, die Duisburg viel positiver und selbstbewusster nach außen tragen als so manch einer, der hier geboren ist!

 
Starke Bilder und Leuchtturm-Projekte

Moderator Mario Mais vom Vorstand des Marketing-Clubs leitete die Podiumsdiskussion. Foto: Petra Grünendahl.
„Für deutsche Kunden spielt der Standort schon eine Rolle“, sagte Alexander Kranki. Mit seinem Unternehmenssitz im Innenhafen kann er da punkten – und Ortsfremden eines der Highlights der Stadt präsentieren. „Ausländische Kunden kennen Duisburg eher gar nicht. Dafür ist in China das Duisburg-Bild positiv besetzt.“ Image entsteht durch Wahrnehmung, ein schlechtes Image durch Vorurteile. Duisburg habe viel zu bieten, sagte Marketing-Club-Präsident Marco Pfotenhauer: „Aber das reiche wohl nicht für ein gutes Image, denn zu wenig werden Duisburgs gute Seiten nach außen getragen.“ Auch manch ein Duisburger übernimmt ein schlechtes Bild von seiner Stadt aus der leider viel zu häufigen Negativdarstellung in überregionalen Medien. Hintere Plätze in irgendwelchen Rankings? Duisburg habe in Sachen Kultur nichts zu bieten, hatte es in einem Magazin geheißen, was definitiv von der Unkenntnis der Autoren zeugt! Man müsse mehr starke Bilder und Leuchttürme nach außen tragen: Projekte wie Duisburger Freiheit und 6-Seen-Wedau zum Beispiel. Der Landschaftspark Nord ist nach wie vor ein Magnet auch für Auswärtige: Viel zu wenig locken überregional die herausragenden Kulturangebote der Stadt: hier wäre mehr (und gebündeltes) Marketing nötig. „Zum Renner entwickelt sich der Fahrradtourismus“, erzählte Thomas Knabner, in dessen Intercity-Hotel am Hauptbahnhof extra Garagenflächen für Zweiräder eingerichtet wurden. Für den Tourismus sieht er in Duisburg noch Potenzial, denn die Stadt habe nicht nur viel, sondern auch Vielfältiges zu bieten: Industriekultur, klassische Kultur, Sport und Ausflugs/Freizeittourismus und: „die Besucher sind begeistert von der Herzlichkeit und Offenheit der Duisburger.“

 
Der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein
Die regionale Berufsstandesorganisation in Duisburg wurde 2009 gegründet und ist als Mitglied im Deutschen Marketing Verband einer von 66 Clubs deutschlandweit. Der Marketing-Club ist der Weiterbildung seiner Mitglieder ebenso verpflichtet wie der Schaffung einer Kommunikationsplattform. Fast jeden Monat trifft sich der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein zu überwiegend fachlich orientierten Besichtigungen oder Fachvorträgen in der ganzen Region. Informationen zu Themen, Veranstaltungen und Kontakten gibt es auf der Homepage des Clubs. Wer im Marketing tätig ist und sich für eine Mitgliedschaft im Marketing-Club interessiert, kann bei den monatlichen Treffen erste Kontakte knüpfen: Netzwerken lässt sich im Anschluss an den fachlichen Teil nämlich ganz hervorragend. Und natürlich lassen sich die fachlichen Fragen mit den jeweiligen Referenten in Einzelgesprächen noch vertiefen.

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© 2019 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
 


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