Zusammenspiel von Stadt Duisburg und Freier Szene während des Corona Lockdowns

Theater Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.
Seit dem gesellschaftlichen Lockdown und der damit verbundenen Absage jeglicher öffentlicher Veranstaltungen steht die Stadt Duisburg in noch engerem Kontakt zu den vielen Freien Künstlern sowie Kulturschaffenden der Stadt. Von Beginn an wurde, manchmal mehrmals am Tag, über den Newsletter des Kulturbüros über jegliche Hilfen und Sofortprogramme informiert, um einen steten Informationsfluss zu gewährleisten.

Auch die von der Stadt Duisburg und dem Verein Kultursprung gemeinsam betriebene Website www.kulturbeutel-duisburg.de hat sich bewährt. Die Informationen zu den Hilfsprogrammen wurden auch dort veröffentlicht. Im Blog wurden Interviews mit Duisburger Künstlern zur gegenwärtigen persönlichen Situation geführt. Auch steht der Blog für Berichte und Kunstprojekte „aus der Einsiedelei“ und das Fotoprojekt „nicht auf den ersten Blick“.

Die Kreativen haben auf die Krise schnell reagiert und viele Angebote ins Internet verlegt. Dabei reicht die Palette von Live-Konzerten, Lesungen, Theaterstücken bis hin zu virtuellen Rundgängen durch Ausstellungen.

Für Kulturdezernent Thomas Krützberg keine Selbstverständlichkeit: „Ich habe in meinen ganzen Jahren als Kulturdezernent die Kunstaktionen der Freien Szene und den Input, den sie damit der Stadtgesellschaft geben, immer sehr geschätzt. Und gerade jetzt, in diesen dunklen Zeiten für öffentliche Veranstaltungen hat die Kreativität der Freien einen echten Vorbildcharakter für unsere Gesellschaft.“

Auch die Cubus Kunsthalle setzt sich mit ihrem Programm „Cubus Live“ engagiert in Szene. In der veranstaltungsfreien Zeit stellt die Cubus Kunsthalle ihre Räume für bildende Künstler, Lesungen und Musiker zur Verfügung. Auf einer Bühne werden Konzerte aufgenommen und live ins Netz (facebook + youTube) geladen. Die Initiatoren möchten bildenden Künstlern und Musikern so eine Möglichkeit geben, den Kontakt zum Publikum zu halten und im Idealfall zu erweitern.

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Eine Art digitale Programmzeitschrift bietet das Format ruhrtube.de, das hier in Duisburg entwickelt wurde. Hier wird auf all die verschiedensten Online-Veranstaltungen hingewiesen und auch eigene Streams angeboten. Hinter dieser Idee stehen Kulturschaffende aus dem Umfeld des Medienbunkers Marxloh. Das Kulturbüro der Stadt Duisburg unterstützt die Arbeit dort ideell, teilweise redaktionell und mit einem finanziellen Zuschuss.

Auch bei bereits geförderten Projekten durch den Kulturbeirat, die jetzt hätten durchgeführt werden sollen, ist das Kulturbüro in enger Abstimmung mit den Antragstellern. Dazu erklärt Kulturdezernent Thomas Krützberg: „Einige Projekte sind gerade dabei neue Termine zu finden, bei anderen, wo dies nicht so ohne weiteres möglich ist, werden individuelle Lösungen gefunden, die nicht zu Lasten der Künstler gehen.“
Stadt Duisburg
Foto: Petra Grünendahl

 

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