Lehmbruck Museum in Duisburg: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Öffnet die Museen!

Auch der kulturelle Shutdown muss gelockert werden

Wilhelm Lehmbrucks „Knieende“ im Vordergrund, hinten links Käthe Kollwitz Mutter und Kind (links) und Wilhelm Lehmbrucks Gestürzter (rechts). Foto: Petra Grünendahl.
„Kunst und Kultur gehören zur grundlegenden Bildung in unserer Gesellschaft,“ betonen Oberbürgermeister und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum Sören Link und Kulturdezernent Thomas Krützberg. Deshalb hoffen sie gemeinsam mit Museumsdirektorin Dr. Söke Dinkla, dass auch die Museen bald wieder öffnen können.

In einer Zeit, in der viele Gewissheiten ins Wanken geraten sind und unser soziales Leben sich grundlegend ändert, brauchen wir die Kunst. Sie hilft uns zu lernen, mit dem Neuen umzugehen und uns in einer sich rasant verändernden Wirklichkeit neu auszurichten. Gerade jetzt ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen, einen Schritt zurückzutreten, um – wenn auch nur für wenige Momente – gedankliche Distanz zu bekommen und die Dinge neu zu ordnen. „Für alle Menschen gibt es wohl keinen besseren Ort als das Museum und kein wirkungsmächtigeres Medium als die Kunst, um sich – jenseits aller kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede – aus sich selbst heraus neu zu erfinden“, ist Dinkla überzeugt. Das Lehmbruck Museum hofft daher sehr, ab dem 4. Mai 2020 wieder öffnen zu können.

„Lehmbruck digital“
Bis dahin bietet das Lehmbruck Museum neu entwickelte Online-Angebote an: Bilder, Filme, Texte und Radiobeiträge zu den aktuellen Ausstellungen und Werken der Sammlung.

Der neue Newsletter „Lehmbruck Museum frei Haus!“ ist bisher in fünf Teilen erschienen, die auf der Website des Museums abrufbar sind. Mit Beiträgen in verschiedenen Medien werden die aktuellen Ausstellungen zu „Lynn Chadwick“, den „Künstlern der Brücke“ und „Wilhelm Lehmbruck“ aus der Ferne erlebbar. Abonnenten des Museum-Newsletters werden regelmäßig über neue Folgen informiert. (Anmeldung zum Newsletter: https://lehmbruckmuseum.de/newsletter/)

Besonders beliebt sind die „digitalen Sonntagsführungen“ auf dem Instagram-Kanal des Museums. Diese sind als „Highlights“ archiviert und jederzeit abrufbar. Hier stellt die Kunstvermittlerin Ipek Genctürk die Ausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit“ in leicht verständlicher Sprache vor.

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Im digitalen CITY ATELIER lädt die Kunstvermittlung dazu ein, kreativ zu werden. Es gibt Challenges zum Nachstellen von Skulpturen und Online-Workshops – aktuell einen Selbstporträt-Kurs mit der Düsseldorfer Künstlerin Bettina Kohrs. So ist es auch schon jetzt zu Hause möglich, erste Erprobungen der Selbstbeobachtung, Reflexion und Neupositionierung zu beginnen.

Mit „Lehmbruck digital“ hat das Museum viele Follower hinzugewonnen – es ist also auch in der Zeit der Schließung (virtuell) geöffnet!

Die Links zu „Lehmbruck Museum frei Haus!“ und zu den Angeboten auf Instagram:
https://lehmbruckmuseum.de/lehmbruck-museum-frei-haus/
https://www.instagram.com/lehmbruckmuseum/
https://www.instagram.com/das_city_atelier/
Lehmbruck Museum
Foto: Petra Grünendahl

 

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