Duisburg / Kamp-Lintfort: Landesgartenschau 2020

Erkundung der LaGa unter Corona-Bedingungen
Von Petra Grünendahl

Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 im Schatten der Fördertürme der Zeche Friedrich Heinrich. Foto: Petra Grünendahl.
Lange Schlangen an der Kasse hat man nicht an einem Wochentag – vermutlich im Gegensatz zu Wochenenden, wo viele Menschen angesichts von Corona-Beschränkungen gerade Ziele unter freiem Himmel besonders gerne ansteuern. Zügig geht es auf das Gelände. Überall sind Menschen, aber auf Abstand. Auf Freiflächen geht es auch ohne Maske, die braucht man nur in geschlossenen Räumen (und ggf. bei dichteren Kontakten). Dem wenigen Regen dieser Saison trotzen die Veranstalter mit reger Bewässerung: Alles unter freiem Himmel steht in prächtiger Blüte – von den gestalteten Beeten und Mustergärten bis zu den Wildblumenwiesen im Parkgelände. Spannende Vielfalt findet der Besucher in den Mustergärten, dazwischen Informationen zur Gartengestaltung, aber auch über die touristischen Highlights der Region. Blühend zeigt sich der Quartiersplatz. Den Rundweg durch den Park über den großen Fritz und den kleinen Fritz entlang am Spielplatz und dem Streichelzoo (Kalisto) ist gesäumt von Bäumen unterschiedlichster Art, von gestalteten Beeten und Wildblumenwiesen, die außer den Besuchern auch Bienen locken sollen.

 

Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 im Schatten der Fördertürme der Zeche Friedrich Heinrich. Foto: Petra Grünendahl.
Einen guten Monat hat die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 (LaGa) nun ihre Tore geöffnet. „Wir sind sehr froh, dass sich die Corona-Regeln auf unserem großen Gelände gut einhalten lassen und sich die Besucher gerne auf der LaGa aufhalten“, sagte Heinrich Sperling, Geschäftsführer der Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 GmbH. Mit der Resonanz sind die Veranstalter bislang zufrieden: „Unsere Landesgartenschau kommt bei den Gästen an“, so Sperling. In dieser Woche laufen die Pflanzungen für die Sommerblumen, damit das Blütenmeer bis in den Herbst reicht. „Wir haben ein Drittel mehr an Blumenfläche als bei der vorherigen Landesgartenschau in Bad Lippspringe und das bei etwa gleicher Parkgröße“, erzählte der LaGa-Geschäftsführer.

 

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Die Angebote auf der LaGa 2020

Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 im Schatten der Fördertürme der Zeche Friedrich Heinrich. Foto: Petra Grünendahl.
Natürlich lockten die Kernbestandteilen einer jeden Gartenschau – Pflanzen, unterschiedliche Themengärten, Gärtnermarkt und Blumenhalle, die in den vergangenen Wochen mit ihren regelmäßig wechselnden Ausstellungsthemen einer der Besuchermagnete im Zechenpark war. Darüber hinaus konnten auch bereits kleinere Veranstaltungen sowie erste Kurse im Grünen Klassenzimmer stattfinden. „Ich freue mich jetzt auf die kommenden fünf Monate und die vielen Highlights, die unsere Besucher noch erwarten. Alle Attraktionen sind mittlerweile zugänglich, auch auf die Aussichtsplattform des Förderturms können Besucher nun unter Einhaltung der Regeln, zwischen 14 und 17 Uhr, hoch. Wir haben sehr viel zu bieten.“ Dazu zählen auch die halbstündigen Führungen im Lehrstollen neben dem LaGa-Gelände (täglich außer dienstags und donnerstags, jeweils zwischen 10 und 13 Uhr sowie 15 und 18 Uhr), wo max. fünf Personen mit Mund-Nasen-Schutz Einblicke in die Arbeit der Bergleute bekommen: Von 1912 bis 2012 förderten sie hier auf der Zeche Friedrich Heinrich (zuletzt RAG Bergwerk West), dem heutigen LaGa-Gelände, Steinkohle, im Lehrstollen lief der Ausbildungsbetrieb. Der Besuch des Lehrstollens ist mit einer Eintrittskarte zur LaGa kostenlos. Die ehrenamtlichen Führer stammen aus dem Bergbau oder sind dem Bergbau verbunden – und können kundig berichten.

 

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Die LaGa 2020 in Zahlen

Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 im Schatten der Fördertürme der Zeche Friedrich Heinrich. Foto: Petra Grünendahl.
Bis zum 11. Oktober wird die Landesgartenschau 2020 geöffnet sein. Die Kassen sind täglich vom 9 bis 19 Uhr besetzt, verweilen kann man auf dem Gelände bis zum Einbruch der Dunkelheit (maximal 21 Uhr). Im Kassen-/Eingangsbereich ist ein Mund-Nasen-Schutz erwünscht, weil sich hier Leute schon mal etwas näher kommen können. Tageskarten gibt es für 18,50 Euro für Erwachsene (ermäßigt 14 Euro, Kinder 2 Euro, Gruppen ab 15 Personen 16,50 Euro pro Person). Die Turmfahrt kostet extra (5 Euro). Die Pendelbahn zur Haltestelle am Zechenpark verkehrt am Wochenende mit Fahrten von und nach Duisburg-Hauptbahnhof, außerdem gibt es Shuttlebusse (hier gelten jeweils die Bedingungen des ÖPNV, will heißen: Mund-Nase-Schutz ist Pflicht). Parkplätze stehen auf einem großen Areal neben dem LaGa-Gelände an der Friedrich-Heinrich-Allee kostenlos zur Verfügung. Über dem gestalteten Wandelweg vom Norden des LaGa-Geländes geht es gute zwei Kilometer weit zum Kamper Gartenreich am Kloster Kamp, welches ebenfalls zu LaGa gehört.

 

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Der Laga-Flyer als pdf zum Download.
Mehr Informationen gibt es hier: https://www.kamp-lintfort2020.de/

 
Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
 

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Die aktuellen Corona-Regeln:

Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 im Schatten der Fördertürme der Zeche Friedrich Heinrich. Foto: Petra Grünendahl.
Besucher müssen sich an die folgenden Regeln halten, damit die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 geöffnet bleiben kann und es nicht zu weiteren Einschränkungen oder gar zur Schließung der Landesgartenschau kommt. Gäste werden freundlich und bestimmt durch Service- und Ordnerkräfte auf diese Regeln hingewiesen:

  • Überall im Park gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern (Besucher können alleine, zu zweit oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts spazieren gehen oder Sport treiben).
  • In geschlossenen Räumen / Pavillons darf sich pro 10 Quadratmeter max. ein Gast aufhalten; in der Blumenhalle sind es max. 50 Gäste.
  • In allen geschlossenen Räumen / Pavillons, in der Blumenhalle, an den Pagoden des Gärtnermarkts und im Shuttlebus ist das Tragen eines Mund-/Nasen-Schutzes Pflicht.
  • Abgesperrte Bereiche dürfen nicht betreten werden, Wegemarkierungen und Einbahnstraßenregelungen (z. B. im Streichelzoo KALISTO, der Blumenhalle oder dem Areal der Hausgartenbeispiele) müssen befolgt werden.

 
© 2020 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

 

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