Kamp-Lintfort: Corona-Lockerungen ermöglichen mehr Erlebnisse bei der Landesgartenschau

Von der Bergmannstradition zur Gartengestaltung
Von Petra Grünendahl

Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
Da es nicht der erste Besuch auf der Landesgartenschau ist, zieht es uns zunächst zum Aussichtsturm, ist doch der ehemalige Förderturm von Schacht 1 des RAG Bergwerks West (ehemals Zeche Friedrich Heinrich) endlich für Besucher zugänglich. Der Förderturm ist ebenso wie das benachbarte Fördergerüst von Schacht 2 (er diente der Personen-Seilfahrt) 2019 saniert worden. Beide werden als Teil des Zechenparks dauerhaft erhalten bleiben. Die Warteschlange ist an einem Wochentag recht kurz, obwohl es natürlich auch hier Corona-bedingt Zugangsbeschränkungen gibt. Knappe 30 Sekunden dauert die Fahrt mit dem Aufzug auf 66 Meter Höhe: In der Maschinenhalle des 79 Meter hohen Turms stehen zwei Fördermaschinen, die die Kohle aus 600 Metern Tiefe zu Tage holten. Rund um das Gebäude befindet sich an dieser Stelle die Aussichtsplattform. Der Ausblick über den heutigen Zechenpark, das Landesgartenschau-Gelände, aber auch die Umgebung rund um Kamp-Lintfort ist die 5 Euro extra pro Person auf jeden Fall wert. Man guckt von da oben sogar bis nach Duisburg. Panoramabilder an jeder der vier Seiten weisen auf die erkennbaren Highlights der Umgebung hin.

 

Die umlaufende Aussichtsplattform am Aussichtsturm. Fotos: Petra Grünendahl
Fast zwei Monate nach ihrem (verspäteten) Start kann die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 nun bis auf Großveranstaltungen fast ihr komplettes Programm anbieten, auch wenn es Corona-bedingt nach wie vor gewisse Einschränkungen gibt. Dennoch locken Zechenpark und Ausstellungsbereiche viele Zuschauer an: Schon vorletzte Woche konnte man den 200.000sten Besucher begrüßen. Wer alles mitnehmen will, was die Landesgartenschau zu bieten hat, muss schon mehrfach vorbei kommen. Zu den Einschränkungen zählt allerdings auch, dass Programme im Vorfeld geplant werden sollten: Die anderthalb-stündigen Führungen im Kamper Gartenreich oder im Zechenpark finden unter Voranmeldung mit bis zu 20 Personen statt. Dafür gibt es ein Formular auf der Website: https://kamp-lintfort2020.de/besuch/gruppen-und-ausflugsprogramme/.

 

Die Fördermaschinenhalle auf dem Aussichtsturm. Fotos: Petra Grünendahl
Führungen im Lehrstollen finden zur Zeit mit maximal 5 Personen statt, täglich außer dienstags und donnerstags. Für die Buchung wendet man sich an die Fördergemeinschaft für Bergbautradition (https://www.bergmannstradition.de/): Diese Führungen sind zwar im Preis inklusive, aber nicht über die Landesgartenschau direkt buchbar. Die Führungen machen ehemalige Bergleute, Ehrenamtliche der Fördergemeinschaft. Das Infozentrum Stadt und Bergbau (am Lehrstollen) hat täglich bis 18 Uhr geöffnet.

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Die LaGa 2020 in Zahlen

Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
Bis zum 11. Oktober wird die Landesgartenschau 2020 geöffnet sein. Die Kassen sind täglich vom 9 bis 19 Uhr besetzt, verweilen kann man auf dem Gelände bis zum Einbruch der Dunkelheit (maximal 21 Uhr). Im Kassen-/Eingangsbereich ist ein Mund-Nasen-Schutz erwünscht, weil sich hier Leute schon mal etwas näher kommen können. Tageskarten gibt es für 18,50 Euro für Erwachsene (ermäßigt 14 Euro, Kinder 2 Euro, Gruppen ab 15 Personen 16,50 Euro pro Person). Weitere Infos gibt es hier: https://kamp-lintfort2020.de/tickets-and-shop/tickets/. Die Turmfahrt kostet extra (5 Euro). Die Pendelbahn zur Haltestelle am Zechenpark verkehrt am Wochenende mit Fahrten von und nach Duisburg-Hauptbahnhof, außerdem gibt es Shuttlebusse (hier gelten jeweils die Bedingungen des ÖPNV, will heißen: Mund-Nase-Schutz ist Pflicht). Parkplätze stehen auf einem großen Areal neben dem LaGa-Gelände an der Friedrich-Heinrich-Allee kostenlos zur Verfügung. Über dem gestalteten Wandelweg vom Norden des LaGa-Geländes geht es gute zwei Kilometer weit zum Kamper Gartenreich am Kloster Kamp, welches ebenfalls zu LaGa gehört.

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Der Laga-Flyer als pdf zum Download.
Mehr Informationen gibt es hier: https://www.kamp-lintfort2020.de/

 
Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
 

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Die aktuellen Corona-Regeln:

Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
Besucher müssen sich an die folgenden Regeln halten, damit die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 geöffnet bleiben kann und es nicht zu weiteren Einschränkungen oder gar zur Schließung der Landesgartenschau kommt. Gäste werden freundlich und bestimmt durch Service- und Ordnerkräfte auf diese Regeln hingewiesen:

  • Überall im Park gilt ein Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern (Besucher können alleine, zu zweit oder als Besuchergruppe von maximal 20 Personen spazieren gehen oder Sport treiben).
  • Bei Erholungspausen auf Wiesen und Freiflächen gilt ein Mindestabstand von 5 Metern zu anderen Besuchern/Besuchergruppen, as Picknicken ist mit Corona-Abstand auf den Wiesenflächen erlaubt.
  • Impressionen von der LaGa. Fotos: Petra Grünendahl
  • Die Gastronomie-Standorte sind alle geöffnet. Auch hier gelten die jeweiligen Coronaschutzverordnungen mit Abstandsregelnn, Maskenpflicht und Aufnahme der Kontaktdaten.
  • In geschlossenen Räumen / Pavillons gibt es Besucherobergrenzen laut der jeweiligen Beschilderung. In der Blumenhalle dürften sich gleichzeitig bis zu 75 Gäste aufhalten. Für das Infozentrum Stadt und Bergbau (Lehrstollen) gilt eine Obergrenze von 7 Personen.
  • In allen geschlossenen Räumen / Pavillons, in der Blumenhalle, an den Pagoden des Gärtnermarkts und im Shuttlebus ist das Tragen eines Mund-/Nasen-Schutzes Pflicht.
  • Abgesperrte Bereiche dürfen nicht betreten werden, Wegemarkierungen und Einbahnstraßenregelungen (z. B. im Streichelzoo KALISTO (Kamp-Lintforter Spiel- und Tieroase), der Blumenhalle oder dem Aussichtsturm) müssen befolgt werden.

 
© 2020 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

 

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