Caravan-Salon in Düsseldorf: Gelungener Messe-ReStart

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Von Carsten Schem

Caravan Salon 2020 in Düsseldorf. Foto: Carsten Schem.
Der Caravan Salon 2020 in Düsseldorf fand Corona-bedingt mit einer Woche Verspätung statt. Die europäische Leitmesse für Caravaning versprach, mit einem umfangreichen Hygienekonzept eine sichere Durchführung zu gewährleisten.

Dieser Versuch war, gemessen an den erwartetet dezimierten Besucherzahlen (107.000 in diesem Jahr gegenüber 268.000 im Vorjahr, also rund 60 Prozent weniger), durchaus erfolgreich. Denn die ungefähr im selben Verhältnis minimierten Aussteller berichten größtenteils von annähernd denselben Umsätzen, teils sogar deutlich gestiegenen. Vor allem die Fahrzeughersteller und -vertriebe profitierten extrem vom momentanen Boom der Caravaningbranche. Und auch die Zubehöranbieter verzeichneten vielfach gute Verkäufe.

Das Sicherheitskonzept wurde im großen und ganzen von Besuchern und Ausstellern diszipliniert beachtet, lediglich die Abstände wurden, vor allem beim Zubehörverkauf und vor manchen Fahrzeugen zur Besichtigung, deutlich unterschritten, hier waren auch Ermahnungen vom Standpersonal fruchtlos. Die Maskenpflicht wurde quasi durchgehend eingehalten, lediglich im Freigelände und bei Beratungen gab es durch die mehrfach geänderten Bestimmungen und unterschiedlichen Ansagen Verwirrungen, die sich aber letzten Endes in Wohlgefallen auflösten.

Als Gradmesser für kommende Großveranstaltungen (auch wenn die Messe sich nicht als solche bezeichnen wollte: Deswegen falle man ja auch nicht unter das Veranstaltungsverbot) hat diese Messe viel Arbeit geleistet, im Caravaning- und Touristikbereich werden sich die kommenden größeren Veranstaltungen TC Leipzig (Mitte November 2020) und vor allem die CMT in Stuttgart (Ende Januar 2021) sicherlich die eine oder andere Scheibe abschneiden (müssen) – es bleibt spannend.

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Sicherheit im Blick: Polizei kontrolliert Fahrzeug- und Gespanngewicht

Gewichtskontrolle auf dem Caravan Salon 2020 in Düsseldorf. Foto: Carsten Schem.
Auch in diesem Jahr wog wie Polizei wieder auf freiwilliger Basis (und sanktionsfrei) Reisemobile und Wohnwagengespanne. Durch die kurzen Zeiträume in der Mittagszeit, also deutlich außerhalb der An-/Abreisezeiten, die vor allem durch die Preisstruktur des „Campingplatzes“ P1 getaktet sind, was das Echo nicht groß: Nur einige wenige Besucher nutzen diese Chance auf Feststellung Ihres Gesamtgewichtes und somit Berechnung der noch möglichen Zuladung.

Ein Besucher aus Belgien rechnete mit „so um die 3.6 Tonnen“ – bei erlaubten 3.5 Tonnen. Umso größer war dann die Überraschung, dass er noch 150 Kilogramm zuladen konnte. Zwei Besucher mit ihrem neuen großen Reisemobil hatten dagegen noch mehr als eine Tonne Zuladung frei – ob sie die Zeit auf dem Caravan Salon danach zum fleißigen Einkauf nutzen, ist nicht überliefert.

Gespannt kann man neben den kommenden auswärtigen Messen auch auf den Caravan Salon im kommenden Jahr sein: Wenn die Branche weiter so explodiert, und falls dann wieder „normale“ Bedingungen herrschen, dann werden auch die in diesem Jahr freien Hallen bespielt werden. Platz ist jedenfalls noch ausreichend vorhanden. Dann ist der geplante Termin auch wieder ab dem letzten August-Wochenende, genauer vom 28. August bis 5. September 2021 (Presse- und Fachbesuchertag am 27. August 2020).
© 2020 Carsten Schem

 

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