Verleihung des Duisburger Fakir-Baykurt-Kulturpreises 2020 an Tayfun Demir

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Urkundenübergabe durch Bürgermeister Manfred Osenger (l.) an den Preis¬träger Tayfun Demir (r.). Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg.
Zum vierten Mal hat die Stadt Duisburg den Fakir Baykurt Kulturpreis verliehen. Preisträger ist der deutsch-türkische Autor Tayfun Demir, dem Bürgermeister Manfred Osenger gestern die Urkunde zur Ehrung auf dem Fakir-Baykurt-Platz in Duisburg-Homberg überreichte. Der Preis wird zur Erinnerung an den 1999 verstorbenen Schriftsteller Fakir Baykurt für herausragende kulturelle Leistungen im Bereich des interkulturellen Dialogs alle zwei Jahre vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Das Preisgeld wird von der Stadtsparkasse Duisburg gespendet.

Tayfun Demir wurde in der Türkei geboren und emigrierte 1976 nach Deutschland. Er engagierte sich für den Wiederaufbau des Arbeiter- und Solidaritätsvereins Duisburg, beteiligte sich an der Gründung der Föderation der Arbeitervereine in der Bundesrepublik und hatte bereits im Mai 1977 die ersten Kontakte zur Duisburger Kulturverwaltung. Er übernahm die Redaktion der Zeitung „Merhaba“ und brachte mit dem sogenannten Busprojekt Literatur zu türkischen Familien nach Hause. Er leitete die interkulturelle Bibliothek der Stadt Duisburg und wurde 2008 Referent für interkulturelle Kulturarbeit. Als Vorsitzender des Vereins Dialog e. V. förderte er die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei. Er verlegte deutsch- und türkischsprachige Bücher, darunter auch einen Roman von Fakir Baykurt. Als Autor veröffentliche Tayfun Demir seine Biografie „Der rastlose Gast“. Diese erzählt von den beschwerlichen Bemühungen eines Immigranten in Deutschland, der seiner türkischen Kultur verbunden bleibt. Gleichzeitig vermittelt er aber immer als Botschafter zwischen in Deutschland lebenden Türken, den Deutschen und den in der Türkei lebenden Türken. Es ist eine Geschichte von Trennung und Wiederbegegnung, von Fremde und Heimat.
Stadt Duisburg
Foto: Uwe Köppen

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