Duisburg: Hunde-Spaziergänge ergänzen Angebot der LebensRäume

Die kleinen Dinge zählen

Hund. Symbolfoto: Jason Pofahl auf Unsplash.
Um Menschen mit einer geistigen Behinderung gut durch die Corona-Krise zu begleiten, unternehmen die LebensRäume aus Duisburg viele kleine Aktivitäten mit Ihren Bewohnern und Klienten. So auch Michael Wolters, der als Freizeit- und Sportpädagoge die Aktivitäten in den Wohnstätten unterstützt. Er bietet nun regelmäßig einen Spaziergang mit seiner Hündin Lola an und berichtet, wie wichtig auch Kleinigkeiten solche für Menschen mit Behinderung in dieser schwierigen Zeit sind. „Dadurch, dass vieles, gerade in großen Gruppen, nicht möglich ist, ist die individuelle Freizeitgestaltung besonders wichtig. Ob Stress bei der Arbeit oder in der Wohnstätte – das lässt sich besonders beim Laufen schnell vergessen.“, weiß er aus der Praxis zu berichten. Aber nicht nur das spielt bei dem Hunde-Spaziergang eine Rolle. „Der Umgang mit Tieren ist eine wertvolle Ergänzung in der Begleitung von Menschen mit Behinderung.“, weiß Norbert Gatz, Pädagogischer Leiter der LebensRäume, zu berichten. Und er fährt fort: „Manche hatten bereits in ihrer Kindheit Erfahrungen mit Tieren, manche andere nähern sich vorsichtig und erlernen hier überhaupt erst den Umgang.“

Mit den Hunde-Spaziergängen ergänzen die LebensRäume ihr bestehendes Angebot. Norbert Gatz bemerkt mit Blick auf die Corona-Pandemie: „Die Eingliederungshilfe steht, wie viele Branchen, in dieser Zeit unter Druck. Doch im Gegensatz zum pflegerischen oder medizinischen Bereich, werden wir oft in der öffentlichen Debatte vergessen. Dabei stellen wir uns täglich der Herausforderung, ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen.“ Wolters kann dem nur zustimmen und bemerkt: „Wir machen eben das möglich, was im Augenblick geht. Und wenn es nur ein Spaziergang ist.“

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Der kleine Star dieser Spaziergänge ist Lola, eine 9-jährige Mini-Bullterrier-Dame. „Meistens wird gar nicht erst nach mir gefragt, sondern nach Lola.“, erzählt Wolters mit einem Augenzwinkern. Lola lässt sich geduldig von den Bewohnern an der Leine führen und zwischendurch gibt es auch Kleinigkeiten zur Stärkung.
LebensRäume
Für Menschen in Duisburg gGmbH

Foto: Jason Pofahl auf Unsplash

 

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