Bündnis für Toleranz und Zivilcourage dankt „Corona-Helden*innen des Alltags“ in Duisburg

Duisburg steht zusammen für Demokratie und Solidarität

Der Jugend-Stadtverband BDKJ ist einer der beiden Preisträger. Foto: Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.
Seit 20 Jahren zeichnet das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage traditionell am 27. Januar, dem Auschwitz-Gedenktag, verdiente Duisburgerinnen und Duisburger für deren Engagement in Sachen Toleranz und Zivilcourage mit einem Preis aus. Diesmal werden mit dem „BDKJ Stadtverband“ und den „Jusos Duisburg“ gleich zwei Gruppierungen ausgezeichnet. Die sonst übliche feierliche Preisverleihung im Beisein von rund 100 geladenen Gästen in der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie jedoch ausfallen.

„Beide Jugendorganisationen erhalten den diesjährigen Preis für Toleranz und Zivilcourage stellvertretend für all jene Menschen in unserer Stadt, die sich seit Beginn der Corona-Pandemie so vorbildlich mit konkreten Alltagshilfen dafür eingesetzt haben, dass alte und hilfsbedürftige Menschen nicht alleingelassen werden. Diese generationenübergreifenden und Nachbarschaften verbindenden Hilfsangebote sind für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft von großer Bedeutung. Das war und ist gelebte Solidarität, die einfach gewürdigt werden muss“, erklärt Armin Schneider, Bündnissprecher und ehemaliger Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg.

Die Jusos Duisburg sind der Zweite der beiden Preisträger. Foto: Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.
„Corona-Helden und -Heldinnen des Alltags“ nennt das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage die solidarische Hilfe so vieler engagierter Duisburgerinnen und Duisburger, die sich seit Beginn der Pandemie dafür einsetzen, dass auch die Schwächsten der Gesellschaft durch die Krise kommen. „Diesem hohen Maß an Aufmerksamkeit füreinander gilt unser ganz besonderer Dank. Hier zeigt sich einmal mehr, dass wir in Duisburg ganz unabhängig von Alter, Gesundheit, Nationalität oder religiöser Herkunft zusammenstehen,“ erklärt auch Oberbürgermeister Sören Link.

Die Mitglieder des Bündnisses sind überzeugt, dass der gute Zusammenhalt und ein lebendiges Miteinander in der Stadt, die sich beide gerade im letzten Jahr so deutlich gezeigt haben, der beste Schutz gegen die kruden Falschmeldungen von Verschwörungstheoretikern und radikalen politischen Gruppierungen sei. Hierauf könne man in Duisburg bauen. Und die Vorsitzende vom DGB in Duisburg, Angelika Wagner ergänzt: „Gerade jetzt ist es gut, dass wir in Duisburg auf eine starke und engagierte Stadtgesellschaft bauen können. Diese Kraft dürfen wir uns nicht nehmen lassen, auch wenn es Gruppierungen gibt, deren einziges Ziel gerade jetzt die Schwächung unserer demokratischen Gesellschaft ist.“

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Das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage

Plakataktion vor dem Duisburger Rathaus. Foto: Bündnis für Toleranz und Zivilcourage.
Das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage ist ein Zusammenschluss von unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einrichtungen der Duisburger Stadtgesellschaft. Es wurde im Jahr 2000 nach dem Anschlag auf die Düsseldorfer Synagoge gegründet und begann seine Aktionen mit einer Menschenkette um die Duisburger Synagoge im Innenhafen.

Seither verleiht das Bündnis jährlich am Holocaust-Gedenktag den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage. Das Bündnis setzt sich ein für eine zeitgemäße lebendige Kultur der Erinnerung und engagiert sich für ein Zusammenleben in unserer multikulturellen und multireligiösen Stadtgesellschaft, das von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägt ist.
Bündnis für Toleranz und Zivilcourage
Text: Eva Wieczorek-Traut, kath. Stadtkirche Duisburg

 

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