Museum DKM in Duisburg: Neue Ausstellungen und Aktivitäten nach dem Lockdown

Museum DKM am 13. März wieder geöffnet
51 Ausstellungsräume voller „Linien stiller Schönheit“ und neue Wechselausstellungen im Museum DKM

Klaus Maas ist einer der Museumsstifter und Kunstsammler. Foto: Petra Grünendahl.
Ab Samstag, 13. März 2021, darf auch das Museum DKM im Dellviertel bei einem Inzidenzwert von bis zu 100 unter Corona-Bedingungen wieder öffnen. Man muss sich vorab telefonisch unter 0203 / 93555470 oder per eMail an mail@museum-dkm.de unter Angabe von Kontaktdaten sowie der Nennung eines gewünschten Zeitfensters anmelden. Persönlichen Daten der Gäste zur temporären Kontaktverfolgung werden vor Ort aufgenommen und vier Wochen gespeichert. Zu beachten sind außerdem die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln.

Alle 51 Dauer- und Wechselausstellungsräume mit kulturhistorischen Exponaten und zeitgenössischer Kunst sind zugänglich und geben Besuchern einen Einblick in 5000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte und in die mehr als 50-jährige Sammlertätigkeit der beiden Museumsgründer Dirk Krämer und Klaus Maas. Darüber hinaus zeigt das Museum auf der Wechselausstellungsebene Arbeiten des Fotografen Tom Fecht, die die Lumineszenz des Meeres und die gewaltigen Entladungen des Himmels in der Schau Tom Fecht. LUCIFER’s VORTEX thematisieren. Beobachtungen als Reisender ganz anderer Art, machte der jüngst verstorbene Künstler Ulrich Tillmann, dem eine zweiteilige Ausstellung unter dem Titel Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder gewidmet ist.

 
NEUE AUSSTELLUNGEN

Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder Teil I: 8. März bis 29. August 2021
Mit dem Ende des Lockdowns eröffnet die Ausstellung „Erinnerung an Ulrich Tillmann. Die Ägyptenbilder Teil I“, die für die Museumsstifter Dirk Krämer und Klaus Maas besonderen Menschen, Künstler und Freund gewidmet ist: Ulrich Tillmann (1951 – 2019). Der facettenreiche Künstler vermachte der Stiftung kurz vor seinem Tod ein zu den Beständen des Museums passendes Konvolut, das in einer zweiteiligen Ausstellung präsentiert. Der erste Teil der Hommage an Ulrich Tillmann besteht aus seiner Foto-Serie über das Alte Ägypten, die er 1994/1995 im Zuge einer Ägyptenreise aufnahm. Teil 2 der Ausstellung lenkt den Blick auf bekannte und weniger bekannte Persönlichkeiten, die Tillmann auf seiner Reise begleitet haben. Mit bildnerischen Anklängen an die historische Reisefotografie und die fotografische „Eroberung“ Ägyptens, nimmt Tillman auch ironisch-kritisch Bezug auf die Ägyptenforschung im 19. Jahrhundert, die den aufkommenden Kulturtourismus und eine allgemeine Reiselust zur Folge hatte.

Tom Fecht. LUCIFER’s VORTEX: 8. März bis 29. August 2021

Lucifers Votex. Foto: Tom Fecht.
Die Ausstellung LUCIFER’s VORTEX zeigt die spektakulär-theatralische Nachtfotografie des Künstlers Tom Fecht (*1952), der hiermit sein zweites Ausstellungsprojekt im Museum DKM realisiert. Die großformatige, 10-teilige Serie „Electric Cinema“ sowie die Serien „LUCIFER’s VORTEX“ und „Tides“ bringen dem Betrachter nicht nur magisch schöne Naturaugenblicke näher, sondern präsentieren auch die Virtuosität des Fotografen. Der besondere Augenblick, Licht und Dunkelheit, Magie und Glaube sind Leitmotive seiner Arbeit und so sind es zuckende Blitze am nächtlichen Firmament, Lumineszenzen im wellenbewegten Wasser und die tosende Brandung der Atlantikküste, die dem Betrachter tiefgründige Bildwelten eröffnen.

 
VERLÄNGERTE AUSSTELLUNGEN

Gemeinsamkeiten. Claudia Terstappen und Richard Long: verlängert bis 27. Juni 2021

War schon mal in der Ausstellung „Kunst & Kohle“ zu sehen: Claudia Terstappens Altar mit Barbarafiguren im Licht von Grubenhelmen. Foto: Petra Grünendahl.
Unter dem Titel Gemeinsamkeiten begegnen sich Arbeiten der deutsch-österreichischen Fotografin Claudia Terstappen und des britischen Land Art Künstlers Richard Long. Beide fungieren während ihrer Reisen als Suchende, die besondere Orte aufspüren. Sie sammeln Objekte, die mit spirituellem Sinn belegt werden und thematisieren diese in ganz unterschiedlicher Herangehensweise in ihren Werken.

Sinn- und Endlichkeit. Cristina García Rodero (ES), Duane Michals, (US), Mathieu Molitor (DE), Pierre de Soete (BE), Ulrich Tillmann (DE), Marcel Wolfers (BE): verlängert bis 27. Juni 2021
Sinn- und Endlichkeit bietet dem Betrachter sinnlich, heroisch, mythologisch aufgeladene Werke, die mit der Schönheit verwoben sind, dem Eros huldigen und ihn in die Tiefe des Seins eintauchen lassen sowie mit der Unvermeidlichkeit des Vergänglichen konfrontieren.

 
AKTUELLE AKTIVITÄTEN

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RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt

Impressionen ostasiatischer Kunst in der Dauerausstellung des Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.
Das Museum DKM nimmt zusammen mit weiteren 20 Häusern der Ruhr Kunst Museen an dem neuen, von der Stiftung Mercator geförderten Vermittlungsprojekt RuhrKunstUrban – zwischen Museum, Schule, Drittem Ort und Stadtraum – teil. „RuhrKunstUrban – Museum findet Stadt“ rückt das städtische Umfeld der Schüler verstärkt ins Zentrum der Überlegungen und strebt ein öffentlich sichtbares Projekt im urbanen Raum an. Das Museum DKM hofft, zu Beginn des zweiten Schulhalbjahrs zusammen mit dem Aikido Verein im Hof e.V., der Künstlerin und Kunstvermittlerin Magdalena von Rudy sowie den engagierten Schülern und Lehrern des Landfermann Gymnasiums in das Projekt starten zu können.

 
VORSCHAU AUF DIE ZWEITE JAHRESHÄLFTE

Impressionen ostasiatischer Kunst in der Dauerausstellung des Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.
Maik und Dirk Löbbert
Ein „Zwischenbericht“ des den Museumsstiftern wohl bekannten und geschätzten Künstlerduos Maik und Dirk Löbbert. Weiter Informationen zur Ausstellung folgten in Kürze.

Omoshirogara (vorläufiger Titel), kuratiert von Roger M. Buergel
Anhand der Präsentation einer spektakulären Kimono-Sammlung mit besonderen Mustern, erhalten Besucher Einblick in die kulturelle Verflechtung zwischen Japan und dem Westen. Mit freundlicher Unterstützung durch das Japanische Kulturinstitut und das Asien-Orient-Institut der Universität Zürich.

Lebenslinien
Übernahme eines Forschungs- und Ausstellungsprojekts mit offenem Ausgang aus dem Johann Jacobs Museum, Zürich. Im Mittelpunkt stehen die Biografien von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.

Julen Birke. Añañuca
In Anlehnung an das prächtige Naturschauspiel in der chilenischen Atacama-Wüste, ist die Installation Añañuca der chilenischen Künstlerin Julen Birke (*1973) noch bis zur Wiederöffnung des Hauses am 13. März im Foyer des Museum DKM zu sehen.

 
Museum DKM

Impressionen ostasiatischer Kunst in der Dauerausstellung des Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.
Regulär geöffnet hat das private Museum DKM der Stifter Klaus Maas und Dirk Krämer an der Güntherstraße 13-15 im Dellviertel samstags, sonntags und an Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr sowie jeden ersten Freitag im Monat ebenfalls zwischen 12 und 18 Uhr*. Montags bis freitags wird ansonsten nur nach Vereinbarung für Gruppen geöffnet*. Der Eintritt kostet 12 Euro (ermäßigt 6 Euro, für Schüler und Studenten bis 28 Jahre), Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt. Für Gruppen (zw. 10 und 15 Personen) gibt es einen Gruppentarif (10 Euro pro Person) zzgl. einer (kostenpflichtigen) Führung. Eine Jahreskarte** kostet 100 Euro. Die Teilnahme an der Freitagsführung kostet 6 Euro zusätzlich zum Eintritt. Weitere Infos gibt es hier.

 
*) An folgenden Tagen ist grundsätzlich geschlossen: 24. bis 26. Dezember, 31. Dezember und 1. Januar.
**) Nicht übertragbar, berechtigt zum kostenlosen Eintritt während der regulären Öffnungszeiten.
Museum DKM
Fotos: Petra Grünendahl (5), Tom Fecht (1)

 

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