Schauspiel Duisburg: Neue Wege in erfolgreicher Nachwuchsförderung

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Schauspiel Duisburg sucht interessierte Duisburger zwischen 17 und 25 Jahren für offenes Jugendclub-Projekt „Kontaktversuchungen“

Duisburger zwischen 17 und 25 Jahren können beim neuen Online-Theaterprojekt “Kontaktversuchungen” unter Leitung von Robin Lascheit und Jule Pichler teilnehmen. Foto: Mara Grethen.
„Begegnungen. Gibt es das gerade überhaupt noch? Die Kneipen sind leer, die Familie oder die Menschen in der WG sind gerade die einzigen, die man noch trifft, in der Schlange im Supermarkt hat man immer noch nicht die wahre Liebe gefunden und Tinder inzwischen auch längst durchgespielt. Da muss es doch noch mehr Möglichkeiten geben, wie man trotz aller Corona-Einschränkungen spannende Begegnungen erleben kann!“ – Auf die Suche danach begibt sich das neue Theater-Projekt von „Spieltrieb – Jugendclub am Theater Duisburg“: „Kontaktversuchungen“ ist offen für Theater- und Experimentier-Interessierte zwischen 17 und 25 Jahren aus dem Raum Duisburg. Die erste Kennenlernprobe findet am Montag, 22. März, um 18 Uhr auf der Online-Plattform Zoom statt – anmelden dafür kann man sich bis zum 21. März per E-Mail an f.goetz@stadt-duisburg.de.

„Wir haben Lust darauf, gemeinsam mit den Teilnehmern des Projekts zu erforschen, welche gerne auch total ungewöhnlichen Arten von Begegnungen trotz Corona noch möglich sind“, beschreibt Schauspiel-Duisburg-Dramaturg Florian Götz, der das Projekt mit den jungen Theaterpädagogen Jule Pichler und Robin Lascheit anleitet. „Im Laufe des Projekts werden alle Spieler auf selbst gestaltete ‘Begegnungs-Missionen’ gehen: Vielleicht verabredet man sich zum gemeinsamen Auf-Abstand-Tanzen im Park, lässt sich von Bewohnern eines Pflegeheims Tipps geben, wie man die große Liebe findet und pflegt, erstellt eine interaktive Duisburg-Karte mit Geschichten besonderer Begegnungen oder verabredet sich mit einer Kostüm- und Schminkspezialistin zum gemeinsamen Umstylen – der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt! Die wichtigsten Spielregeln dabei sind die jeweils geltenden Kontaktbeschränkungen – und die Herausforderung für die Teilnehmenden ist es, sich daran zu halten und eben dennoch spannende Begegnungen zu erleben.“
Die vielfältigen Erlebnisse der Spieler werden im Lauf der Proben zu einem künstlerisch-dokumentarischen Online-Stück verwoben, das im Juni 2021 Premiere feiern wird.

Die gemeinsamen Proben der „Begegnungsforscher“ finden von März bis Juni zweimal wöchentlich ab 18 Uhr auf der Online-Plattform Zoom statt, alle Teilnehmer sollten jedoch außerdem genügend Zeit mitbringen, um zwischen den Proben an ihren Begegnungs-Missionen zu arbeiten. Mitmachen kann jeder zwischen 17 und 25 Jahren aus der Region Duisburg. „Wer Erfahrungen im Theaterspielen oder in anderen künstlerischen Bereichen wie beispielsweise Filmen, Musizieren, Zeichnen oder Tanzen mitbringt, kann das auf jeden Fall in unser Projekt einbringen, es ist aber natürlich keine Voraussetzung. Viel wichtiger ist es, Lust am Sich-Begegnen und am Experimentieren mit theatralen Mitteln zu haben und sich auf dieses ungewöhnliche Projekt einzulassen“, betont Theaterpädagogin Jule Pichler.

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Mit diesem Projekt beschreitet das Schauspiel Duisburg einen neuen Weg in der bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreichen Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Duisburg und Umgebung: Robin Lascheit und Jule Pichler, die das Projekt gemeinsam mit Hausdramaturg Florian Götz entwickelt haben und leiten werden, standen noch im Jahr 2019 als Jugendclub-Darsteller in „Romeo und Julia“ selbst auf der Bühne. Inzwischen studieren sie Theaterpädagogik in einem für diese Ausbildung besonders renommierten Studiengang an der Hochschule Osnabrück.

„Wir sind sehr dankbar für die tolle Gelegenheit, die uns der Intendant Michael Steindl mit diesem Projekt gibt“, freut sich Robin Lascheit. „Genauso wie wir im Duisburger ‚Spieltrieb‘ fürs Theater begeistert wurden, wollen wir unsere Begeisterung jetzt der nächsten Generation mit auf den Weg geben. Und da wir uns in unserem Studium derzeit intensiv mit vielfältigen Möglichkeiten beschäftigen, wie man gerade auch online spannende Theaterformen erschaffen kann, können wir auch einiges an ganz aktueller Expertise einbringen!“
Stadt Duisburg
Foto: Mara Grethen

 

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