Drees & Sommer: Nachhaltiges und innovatives Bauen

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Wenn Gebäude zu Rohstsoff-Depots und recycling-fähig werden
Von Petra Grünendahl

Mehrfach ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
Das neue Verwaltungsgebäude der RAG Aktiengesellschaft in Essen orientiert sich an modernsten Nachhaltigkeits-Standards. Das zweigeschossige Gebäude in L-Form entstand auf einer sanierten Teilfläche des ehemaligen Kokereigeländes der Zeche Zollverein. Zu den Besonderheiten zählt neben den begrünten Innenhöfen die begrünte Dachlandschaft: eine Grün-Oase mit Aufenthaltsqualität, deren Photovoltaik-Anlagen nicht nur Strom produzieren, sondern teilweise als Pergola auch Schatten spenden. Technik-Aggregate sind größtenteils in der Peripherie untergebracht statt konventionell auf dem Dach. Ein Wohlfühlraum für Mitarbeiter: „Das ist das wichtigste Merkmal der Immobilie – und das teuerste“, erklärte Diplom-Ingenieur Frank Kamping, Geschäftsführer der Kölner Niederlassung von Drees & Sommer. Man kommt von der Gebäudefront wie über eine Gartentreppe auf das Dach: Dieser Aufgang ist allerdings Mitarbeitern von RAG und RAG-Stiftung vorbehalten.

 

Diplom-Ingenieur Frank Kamping, Geschäftsführer der Kölner Niederlassung von Drees & Sommer. Foto: Petra Grünendahl.
„Prof. Dr. Hans-Peter Noll, damals Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, wollte 2015 für die RAG das nachhaltigste Gebäude auf dem ehemaligen Zechengelände bauen“, erzählte Frank Kamping. „Von der ersten Idee an waren wir mit an Bord. Für den Projektentwickler Kölbl Kruse haben wir dann als Generalfachplaner mit dem Aachener Architekturbüro kadawittfeld den Neubau auf dem Areal der Zeche Zollverein in Essen realisiert.“ Eingezogen sind 2018 die RAG-Stiftung und die RAG Aktiengesellschaft mit rund 200 Mitarbeitern, Bauherr war die RAG Montan Immobilien GmbH, die seit 2012 auf dem Nachbargrundstück ihren Sitz hat. Eingebunden hat Frank Kamping schon früh das Umweltinstitut EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency), eine Tochter-Gesellschaft von Drees & Sommer, die sich mit rezirkulierbarem* Bauen und dem „Cradle to Cradle“-Designprinzip (C2C)** beschäftigt. „Wir haben die RAG-Leute dafür begeistern können, das Gebäude so zu bauen, dass es demontiert und rezirkuliert werden kann.“ Im vergangenen Jahr zeichneten Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt das nachhaltige und innovative Projekt mit einem Sonderpreis des Bundespreises für Umwelt & Bauen aus. Außerdem wurde das Gebäude mit dem Essener Architekturpreis 2020 geehrt.

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Mehrfach ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
Das eigenständig gestaltete Gebäude fügt sich in Bauform und Fassade gut in das denkmalgeschützte Ensemble des Welterbes ein. „Das Design haben die Architekten gemacht, wir haben uns um alle Ingenieursdienstleistungen gekümmert“, so Frank Kamping. Das umfasste die ganze Generalfachplanung von der Tragfähigkeitsplanung über Haustechnikplanung und Geothermie (die mit CO2-Bepreisung auch wirtschaftlich immer interessanter wird) bis hin zur „Cradle to Cradle“-Zertifizierung (C2C)**. Das C2C-Designprinzip beschreibt eine besondere Qualität der eingesetzten Materialien: Alle Baustoffen können nach ihrer Nutzung entweder wiederverwertet oder recycelt werden. „Wenn man Nachhaltigkeit und Bewertung von Baustoffen, Lebenszykluskosten, Betriebskosten und Alternativ-/Variantenbewertungen berücksichtigen will, muss man großen Einfluss auf das Planungsgeschehen haben“, erklärte der Planer die umfassende Beteiligung seiner Gesellschaft am Bau. Das Gebäude erhielt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das Prädikat „Platin“ für die höchste Stufe der Nachhaltigkeit.

 

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„the blue way“ vereint Ökologie und Ökonomie

Auf die begrünte Dachlandschaft des neuen RAG-Verwaltungsgebäude kommen nur Mitarbeiter. Foto: Petra Grünendahl.
Drees & Sommer verbindet mit seiner ganzheitlichen Entwicklungs-Philosophie „the blue way“ Ökologie und Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit. Investitions- und Betriebskosten, Funktionalität und Prozessqualität sind in der Projektplanung ebenso berücksichtigt wie Gestaltung, Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit. Nur damit lasse sich die Wertschöpfung für einen Auftraggeber über den gesamten Immobilien-Lebenszyklus sichern, so die Devise.

 

Die Alu-Fassade ist rezirklierbar: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
Auf eine elektrische Klima-/Lüftungsanlage beim RAG-Neubau konnte weitgehend verzichtet werden: „Man braucht sie nicht, weil wir gesunde Baustoffe haben, die für ein gutes Klima sorgen.“ Holz (Eichenparkett) und Teppichböden, die Feinstaub absorbieren, thermoaktive Betondecken und eine geothermische Heizwärmeversorgung erhöhen Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit. Die Bürogestaltung reicht von Einzel- bis hin zu Großraumbüros mit Glastrennwänden. „Heute würden wir mit Recycling-Beton bauen, der mit seiner Beimischung großes Potenzial hat“, erklärte Frank Kamping. „Der war damals in der benötigten Menge noch nicht lieferbar, aber die Entwicklung geht da sehr stark voran.“ Beispielhaft ist auch die Fassade aus lackierten Aluminium-Profilen von der Firma Schüco, die demontiert und rezirkuliert werden können.

 

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„Cradle to Cradle“ sichert Materialkreislauf und Recycling-Fähigkeit

Mehrfach ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
Das Gebäude hat als eines der ersten einen so genannten „Material Passport“, einen Materialpass, der darüber Auskunft gibt, welche Stoffe in welcher Qualität und Menge dort verbaut wurden. Bei einem Rückbau haben diese Materialen dann auch einen Marktpreis. Und man kann sie nicht nur recyceln, sondern vollwertig für neue Dinge verwenden. „Das ist ein kartografiertes System von Rohstoffen, die einem Materialkreislauf zugeführt werden können“, erklärte der Diplom-Ingenieur. „Das ist quasi ein Gebäude als Rohstoff-Depot, als Energie-Depot und letztendlich als gesundes Gebäude für Menschen“, so Kamping zu den maßgeblichen Eigenschaften.

 

Das überdachte Parkdeck der RAG-Verwaltung ist begrünt und begehbar. Foto: Petra Grünendahl.
Mittlerweile würde man auch sehr viel mehr mit Holz bauen, erzählte er: Mit einem Betonkern für den Aufzug und die Statik. „Die Geschossdecken und auch die Fassaden kann man dann sehr schön mit Holz bauen als Holz-Hybridgebäude. Holz ist ein sehr angenehmer Baustoff, den braucht man nicht verkleiden: Der ist fertig.“ Wenn Holz abgelagert sei, biete es eine tolle Haptik, gutes Aussehen und einen angenehmen Geruch. Ein weiterer Vorteile von Holz als Baustoff: Er trägt, bleibt aber dabei elastisch. Wie zum Beispiel auch Stahl, aber im Gegensatz zu Beton, der porös ist. „Das ist etwas, was wir in der Beratung und in der Planung sehr stark kommen sehen“, argumentierte der Planer: Holzelemente könne man modular anwenden, sehr gut zuschneiden, vorfertigen – und sie später wieder auseinander bauen. „Holz ist ein sehr flexibler Baustoff, den man auch nachträglich einbauen oder Einbauten verändern kann.“ Mittlerweile wird Holz auch aus Aspekten des Brandschutzes ganz anders gesehen: Mit wenig Sauerstoffanteilen brennt Holz nicht gut. Das heißt auch: Holz stellt kein höheres Risiko dar, was sich so langsam auch in den Landesbauordnungen nieder schlägt. „Holz ist ein zäher, aber elastischer Baustoff, der dem Bauen entgegen kommt.“

 

Auf die begrünte Dachlandschaft des neuen RAG-Verwaltungsgebäude kommen nur Mitarbeiter. Foto: Petra Grünendahl.
Eine weitere Tendenz im Neubau von Immobilien sieht Frank Kamping im modularen Bauen mit BIM (Building Information Modeling), einer Arbeitsmethode der vernetzten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Bauwerken mithilfe von Software. „Modellbasiert das Gebäude digital vorzudenken, zu entwickeln und zu optimieren – und es dann später real zu bauen: Das sind Elemente, die uns auch qualitativ weiter bringen“, sagte der Experte. Höhere Berater- und Planerkosten fielen hier zwar an, beeinflussten aber letztendlich Millionenbeträge, die man im Bau und über den Lebenszyklus des Gebäudes einsparen könne. Eigennutzer könnten dieser Rechnung oft schneller folgen als Projektentwickler, die dabei nicht direkt profitierten. Seit immer mehr institutionelle Anleger Immobilien mit Nachhaltigkeitszertifizierung kauften, ändere sich das: „Wir denken auch, dass sich die Immobilienbewertung dahin wendet und wenden muss, ‚Cradle to Cradle’-Immobilien, die einen Rohstoffanteil im Gebäude haben, den man später wieder heben kann, höher zu bewerten.”

 

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Nachhaltiges Bauen wird auch im Wohnungsbau interessant

Auf die begrünte Dachlandschaft des neuen RAG-Verwaltungsgebäude kommen nur Mitarbeiter. Foto: Petra Grünendahl.
Der Energieverbrauch in Gebäuden ist immer weiter runter gegangen über die Jahre: „Da sind wir Weltmeister!“ so Kamping. „Wir machen die Dinge immer effizienter, müssen jetzt aber sehen, dass wir Immobilien – auch Wohngebäude – rezirkulierbar* machen. Und mit den niedrigen Zinsen steige besonders das Interesse von Investoren an Wohnimmobilien. Hier könne man die Ansätze des nachhaltigen Bauens mit modernsten Anforderungen anbringen und transferieren: In neuer Gestaltung mit regenerativen Energien und rezirkulierbaren Materialien. Und immer mehr auch namhafte Architekturbüros hätten mittlerweile Interesse an der Gestaltung von Wohnimmobilien. „All das hält langsam massiv Einzug und das lässt die Qualität der Wohnungen, egal ob Sozialwohnung oder Eigentum, massiv ansteigen: Wohnungen werden lebenswerter.“

 

Mehrfach ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
„Nachhaltig zu bauen steht nicht im Widerspruch dazu, das Bauen schneller zu machen“, erklärte Frank Kamping. Mit Modularbauweise und vorfertigten Teilen zum Beispiel aus Holz oder Aluminium, die ausgelegt sind auf Flexibilität und Wiederverwendbarkeit. Entworfen für die Demontage bieten sie den Vorteil kontinuierlicher Materialkreisläufe durch Leasing- und Rücknahmeprogramme der Hersteller: „Wie wäre es, wenn der, der die Aluminiumprofile anbringt, sie in 30 Jahren wieder abbaut, recycelt und neu – nach neuesten Erkenntnissen gefertigt – wieder anbringt?“, fragte Kamping. Das gehe woanders noch viel weiter: Die Fassade werde nur geleast, also genutzt statt besessen. „Das ist nicht nur nachhaltig, sondern wird langfristig auch günstiger.“ Ziel müsse dabei auch eine Reduzierung der CO2-Emissionen im Bau sein. Der Einsatz natürlicher Baumaterialien trage bei zu einer Verbesserung der Raumluftqualität und des Wohlbefindens der Nutzer. Entscheidend für den Immobilieneigentümer seien aber auch Aspekte wie Lebenszykluskosten: Wie lange können die Bauteile halten? „Mit Pflege und Instandhaltung kann man Gebäude länger in Betrieb halten“, brachte Kamping den Zusammenhang von zielgenauen Investitionen und ihrer Wirtschaftlichkeit auf den Punkt.In den letzten Jahren wurde aber immer klarer, dass nur mit dem Neubau alleine die Optimierung des Energieverbrauchs im Gebäudebestand an Grenzen stößt: „Viele Immobilien in unseren Städten sind in die Jahre gekommen und brauchen dringend eine Sanierung. Nicht immer bietet sich schließlich ein Neubau an“, so der Immobilien-Fachmann, denn: „die alte Architektur kann reizvoll sein oder an dem Standort würde heute solch eine Immobilie nicht mehr genehmigt.“ Mehr zu diesem Thema gibt es hier …
 

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Nachhaltiges Bauen: eine inderdisziplinäre Aufgabe

Auf die begrünte Dachlandschaft des neuen RAG-Verwaltungsgebäude kommen nur Mitarbeiter. Foto: Petra Grünendahl.
Drees & Sommer hat nachhaltiges Bauen seit den 1980er-Jahren auf dem Programm. Zunächst nur als Beratung, später wurde der Unternehmensleitung klar, dass man hier auch die Planung mit anbieten musste. „Wir sind sehr interdisziplinär aufgestellt: Architekten, Bauingenieure, Haustechniker, Elektroingenieure und spezialisierte Nachhaltigkeitsmanager arbeiten gemeinsam an zukunftsweisenden Lösungen für erfolgreiche Gebäude und lebenswerte Städte“, berichtete Frank Kamping. Für die Nachhaltigkeit von Gebäuden gibt es Zertifizierungen für Baumaterialien wie „Cradle to Cradle Certified™“ und für Gebäudesysteme nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen). „Cradle to Cradle“ kommt aus Amerika, von wo Mitbegründer Prof. Dr. Michael Braungart das Designprinzip nach Deutschland gebracht hat: Nicht „weniger schädlich“, sondern „aktiv gesund bauen“ heißt die Devise. Das heißt also: Materialien beim Bau zu verwenden, die aktiv zur Gesundheit beitragen und solche, die man später wieder zurückbauen und recyceln kann.

 

Diplom-Ingenieur Frank Kamping, Geschäftsführer der Kölner Niederlassung von Drees & Sommer. Foto: Petra Grünendahl.
Frank Kamping ist Diplom-Ingenieur für Versorgungstechnik (FH Münster) und hat berufsbegleitend ein Wirtschaftsingenieur-Studium absolviert. Weiter qualifiziert hat er sich noch zum Immobilienökonom (ebs) und Chartered Surveyor (MRICS). 2008 kam er zu Drees & Sommer, wo er als Experte für Generalfachplanung in Köln einstieg: TGA-Planung (Technischen Gebäudeausstattung) mit dem Fokus Gebäudetechnik, Modularität, Digitalisierung, Energiekonzepte, Bauphysik und Fassadentechnik einschließlich aller Randgebiete. Seit 2013 ist er Mitglied der Geschäftsleitung und seit 2015 Geschäftsführer für die Generalfachplanung Köln / Düsseldorf.

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„Wir betreuen vielschichtige Projekte. Unsere Kunden wollen viele von unseren unterschiedlichen Leistungen aus Beratung, Planung und Entwicklung aus einer Hand haben.“ Das erleichtere natürlich Durchführung von Projekten. „Für große Projekte braucht man als Planer die entsprechende Maschinerie und Man-Power: Kompetente Leute, die die Pläne liefern, die Themen betreuen und das termingerecht.“ Die kann Drees & Sommer mit seinem breiten Spektrum an Standorten und entsprechend qualifizierten Mitarbeitern mit dem nötigen Know-how bieten.

 
Erfahrungen aus Großprojekten flössen natürlich auch in die Projekte ein, die man nicht öffentlichkeitswirksam in den Medien finde, bekräftigte Kamping. „Kleinere Auftraggeber bekommen dasselbe Know-how zur Verfügung gestellt wie die Großen, nur eben in einem herunter gebrochenen Maßstab.“ Auch der Wohnungsbau partizipiert heute von den Erkenntnissen und Erfahrungen aus gewerblichen Projekten.

 

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RAG Aktiengesellschaft

Mehrfach ausgezeichnet: Das neue Verwaltungsgebäude der RAG im Welterbe Zeche Zollverein wurde nach den neuesten Nachhaltigkeitsstandards geplant und gebaut. Foto: Petra Grünendahl.
Die RAG Aktiengesellschaft wurde 1968 zur Konsolidierung der Steinkohleförderung als Ruhrkohle AG gegründet – mit Sitz in Herne. Sie verlegte 2018 ihren Sitz nach Essen auf das Gelände des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein. Nach dem Ende der Steinkohleförderung in Deutschland 2018 ist sie nun operativ in der Pflicht für die Ewigkeitsaufgaben wie Wasserhaltung und Grundwasserreinigung in den ehemaligen Abbaugebieten, die von der RAG-Stiftung finanziert werden. Die RAG steht damit heute für eine nachhaltige Flächenentwicklung und die Abwicklung von Bergbau-Altlasten.
www.rag.de
Die RAG Montan Immobilien GmbH kümmert sich als RAG-Tochter um Vermarktung, Nachnutzung und Revitalisierung ehemaliger Bergbau-Flächen.
www.rag-montan-immobilien.de

Hier geht es zu unserem Artikel „Drees & Sommer: Nachhaltigkeit und Optimierung im Gebäudebestand – Gebäude von heute sind die Kunden von Morgen“.

 

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Drees & Sommer
Drees & Sommer mit Hauptsitz in Stuttgart ist ein international tätiges Unternehmen für Beratung, Planung und Projektmanagement im Bau- und Immobiliensektor. Das Unternehmen mit rund 4.000 Mitarbeitern an 46 Standorten weltweit wurde 1970 gegründet. Seit Anfang der 1980er-Jahre organisiert sich Drees & Sommer im Partnermodell mit eigenen Gesellschaften an den Standorten und für Schwerpunktbereiche bzw. Expertenteams. Die Partnergesellschaften agieren als Tochtergesellschaften unter der Holding Drees & Sommer SE (Societas Europaea), einer partnergeführten Europäischen Aktiengesellschaft. Anteilseigner der SE sind aktive und ehemalige Führungskräfte. Das macht die Drees & Sommer-Gruppe unabhängig von Dritten wie (externen) Investoren. Im Jahr 2019 generierte das Unternehmen einen Konzernumsatz von über 500 Mio. Euro mit unterschiedlichsten Dienstleistungen für 4.250 Bauprojekte weltweit. Kunden sind private und öffentliche Bauherren sowie Investoren.

 
Fünf der Standorte mit rund 300 Mitarbeitern befinden sich in Nordrhein-Westfalen: Köln, Aachen, Düsseldorf, Dortmund und Münster. „Düsseldorf hat sich aus Köln heraus entwickelt“, so Kamping, seit 2015 Geschäftsführer der Generalfachplanung in Köln / Düsseldorf, „aber wir haben festgestellt: Das sind ganz unterschiedliche Märkte: Das Büro-Segment ist in Düsseldorf viel größer, auch der Anteil der Developer ist höher als in Köln.“ Aachen lebe von der Nähe zur RWTH, erklärte Kamping. Dortmund entstand aus dem Verbund zum Ruhrgebiet und Münster ist Universitätsstadt. Der Schwerpunkt für Planung liege aber immer noch in Köln, von wo aus er mit seinem Team das RAG-Gebäude betreut habe, erzählte der Geschäftsführer. Beraten und managen sei von allen Standorten möglich. „Wir haben mittlerweile in Düsseldorf eine eigene Planungsabteilung, denn für das integrierte Planen – wir nennen es „integrated Design“ – brauchen wir spezielle Teams.“ Das bedeute dann eine Planungsmannschaft ab 25, 30 Leuten an dem jeweiligen Standort.

 
„NRW ist ein großer Standort mit Tradition. Wir sind homogen von den Gesamtstrukturen, verfügen über eine breite Kundenlandschaft von universitärer Lehre und Bildung über Immobilienbesitzer und -gesellschaften (Property Companies), Investoren oder die öffentliche Hand bis hin zum Wohnungsbau.“ Und er hob hervor: Hier – in NRW und im Ruhrgebiet – gebe es Transformationsprozesse in der Energiebranche (RWE, Eon, Inogy), die „wir begleiten möchten.“ Dazu zähle auch im Ruhrgebiet der Strukturwandel wie bei der Zeche Zollverein in Essen oder beim Phoenixsee in Dortmund: „Auch das Projekt Phoenixsee haben wir mit Entwicklungsmanagement und Infrastrukturplanung begleitet. Das ist schon ein Aushängeschild in der Größenordnung.“
www.dreso.com

*) rezirkulierbar = recycling-fähig, Kreislaufwirtschaft.
**) Cradle to Cradle (C2C) = engl. „von Wiege zu Wiege“, sinngemäß „vom Ursprung zum Ursprung“, ein Ansatz zur konsequenten Kreislaufwirtschaft.

Hier geht es zu unserem Artikel „Drees & Sommer: Nachhaltigkeit und Optimierung im Gebäudebestand – Gebäude von heute sind die Kunden von Morgen“.

 
© 2021 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 

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Ein Kommentar "Drees & Sommer: Nachhaltiges und innovatives Bauen"

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