DVV-Jahresbilanz 2020: Konzernumsatz erhöht – digitale Infrastruktur in Duisburg steht im Fokus

Foto: DVV.
Die Corona-Pandemie hat auch die Unternehmen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) im Geschäftsjahr 2020 vor enorme Herausforderungen gestellt und die Anpassungsfähigkeit aller Unternehmensbereiche gefordert. Insgesamt hat der DVV-Konzern dabei erneut seine Leistungsfähigkeit bewiesen und mit 1,8 Milliarden Euro eine Steigerung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um rund 282 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Pandemie wirkt sich dabei auf die Geschäftsfelder im Konzern aber ganz unterschiedlich aus. Während die Versorgungsbereiche weitgehend stabil wirtschaften konnten, hat Corona gravierende Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Insgesamt haben wir diese Krise bislang mit enormen Anstrengungen gut bewältigt und unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung der Stadt in allen Bereichen der Daseinsvorsorge sicherstellen können. Dabei ist es uns gelungen, die wirtschaftliche Solidität des Konzerns zu wahren. Wichtige Zukunftsprojekte haben wir trotz aller Erschwernisse durch die Pandemie vorangetrieben“, erklärt Marcus Wittig, Vorsitzender der Geschäftsführung der DVV, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG und Vorstandsvorsitzender der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG).

„Eine gesunde wirtschaftliche Basis ist wichtig, um solch schwierige und unvorhersehbare Entwicklungen zu meistern. Ich bin deshalb davon überzeugt, dass die DVV gestärkt aus diesem Pandemiejahr hervorgehen wird“, sagt Oberbürgermeister Sören Link, Aufsichtsratsvorsitzender der DVV und der Stadtwerke Duisburg AG. In Duisburg trägt die DVV seit inzwischen 50 Jahren mit ihren Tochterunternehmen entscheidend dazu bei, alle Bürger dauerhaft sicher mit Energie, Wärme, Mobilität und auch digitaler Infrastruktur zu versorgen. Der steuerliche Querverbund des DVV-Konzerns, also die Verrechnung des Jahresfehlbetrages aus dem ÖPNV mit den Gewinnen aus der Energieversorgung, reduziert die Steuerlast und entlastet den städtischen Haushalt.

Im Geschäftsfeld Mobilität bedeutet die Corona-Pandemie aber erhebliche Einnahmeverluste im zweistelligen Millionenbereich. Fahrgastzahlen und damit Ticketeinnahmen sind bei der DVG eingebrochen. Um trotzdem und mit bestmöglichem Infektionsschutz ein Mobilitätsangebot zu erhalten, hat die DVG ihr Fahrplanangebot nicht reduziert. Das schlägt sich auch im Jahresergebnis mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 63,9 Millionen Euro nieder.

Das belastet auch das Gesamtergebnis des DVV-Konzerns: trotz des guten Ergebnisses der Stadtwerke Duisburg AG in Höhe von 53,9 Millionen Euro, entsteht bei der DVV mbH als Holding ein Verlust in Höhe von 28,7 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis des DVV-Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 liegt bei -6,8 Millionen Euro.

Digitale Infrastruktur im Fokus
Die DVV und ihre Tochterunternehmen sind der Partner der Stadt Duisburg auf dem Weg zur Smart City und bauen dafür die digitale Infrastruktur in der Stadt sukzessive aus. Derzeit entsteht im Technologie-Quartier Wedau-Nord ein neues, rund 2.800 Quadratmeter großes Hochleistungs-Rechenzentrum in direkter Nachbarschaft zur Universität Duisburg-Essen. Die DVV investiert allein an diesem Standort rund 18 Millionen Euro. Darüber hinaus bauen die DVV-Unternehmen ihr eigenes Glasfaser-Netz konsequent aus, um Unternehmen und Privatkunden Hochgeschwindigkeits-Internet anbieten zu können. 2020 hat die DCC Duisburg CityCom als Tochterunternehmen der DVV mit der städtischen Baugesellschaft GEBAG vertraglich vereinbart, dass alle rund 12.200 Wohneinheiten der GEBAG schrittweise an das Glasfasernetz angeschlossen werden und in den kommenden Jahren mehr als 35.000 Mieter in Duisburg mit schnellem Internet versorgt werden. Dafür werden in den kommenden Jahren rund 140 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Das Geschäft mit Cloud-Services und IT-Sicherheit wächst zudem stetig und entwickelt einen nachhaltigen Umsatzbeitrag für den DVV-Konzern. „Die Digitalisierung bietet uns enorme Chancen. Bei allen unseren Entscheidungen steht aber nicht die Technik, sondern der Mensch im Mittelpunkt, denn wir wollen und werden das Beste aus der Digitalisierung für die Bürger in Duisburg machen“, sagt Marcus Vunic, Geschäftsführer Recht, Informationstechnologie, Telekommunikation und Digitalisierung bei der DVV.

Einen Ort für die Entwicklung und Vernetzung, um diese neuen Services zu fördern, hat die DVV mit der Eröffnung des Smart City Duisburg Innovation Centers im Jahr 2020 geschaffen.

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DVV passt Prozesse in der Corona-Krise an
Schon kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie hat die DVV umfassend reagiert und ihre Arbeitsprozesse angepasst. Wo immer es geht, arbeiten die 4.362 Beschäftigten (Stand 31.12.2020) von Zuhause aus, um Infektionsrisiken zu minimieren. Sämtliche Besprechungen erfolgen in Form von Videokonferenzen. Für unbedingt notwendige Präsenzarbeiten auf Baustellen, in den Leitstellen oder im Fahrdienst der DVG wurden umfangreiche Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen, so dass im gesamten Zeitraum der Pandemie bis heute innerhalb des Konzerns keine Infektionsketten entstanden sind. „Unsere Beschäftigten haben die neuen Gegebenheiten sofort angenommen und zeigen mit ihrem Einsatz, dass die digitale Transformation schnell und effektiv gelingen kann. Prozesse, die von einem auf den anderen Tag umgesetzt werden mussten, sind heute für uns alle Routine. Viele werden wir auch nach Ende der Pandemie beibehalten. Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit sind für uns nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern wir etablieren und leben sie“, sagt Arbeitsdirektor Axel Prasch.

Eine besondere Herausforderung bedeuten die Bedingungen des Arbeitens für die Ausbildungsjahrgänge. Trotzdem bilden die Unternehmen des DVV-Konzerns weiterhin und unvermindert aus. 92 junge Menschen starten derzeit in den drei Ausbildungsjahrgängen ihr Berufsleben und das in mehr als zehn verschiedenen Ausbildungsberufen und dualen Studien- und Ausbildungsangeboten. „Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft und auch wenn Ausbildung auf Distanz eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten ist, sehen wir es als unsere Pflicht, gerade in Zeiten der Krise dem Nachwuchs Perspektiven zu bieten“, so Prasch.

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Digitale Geschäftsberichte geben verständlichen Überblick: diesmal in Form einer Videokonferenz
Seit 2016 stellt der DVV-Konzern seine Geschäftszahlen und spannende Geschichten rund um die Daseinsvorsorge in Duisburg in digitalen Geschäftsberichten im Internet dar. Auch für 2020 gibt es wieder dieses Angebot, das wichtige Entwicklungen rund um den Konzern und seine Tochtergesellschaften leicht verständlich aufbereitet und auf außergewöhnliche Weise präsentiert. Diesmal natürlich auch im Zeichen von Corona und im Gewand einer Videokonferenz. Eben genau so, wie Arbeiten unter den Einflüssen einer globalen Pandemie digital funktioniert. Funktionsträger und Projektverantwortliche erklären, was im Geschäftsjahr 2020 wichtig war. „Teilnehmen“ an der Jahres-Videokonferenz der DVV kann jeder online – natürlich auch mit dem Smartphone oder Tablet – unter

Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

 

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