Netze Duisburg erweitern eigenes Hochspannungsnetz um mehr als 2 Kilometer

Umspannwerk der Netze Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.
Die Netze Duisburg GmbH arbeitet rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, um die Menschen in Duisburg sicher mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme zu versorgen. Dafür sind tausende Kilometer Kabel und Rohre für die Bürgerinnen und Bürger unsichtbar unter der Erde verlegt. Die Netze Duisburg investieren in jedem Jahr Millionen in den Ausbau und die Erneuerung der Versorgungsnetze, um die Versorgungssicherheit aller zu gewährleisten. Eine dieser Neubaumaßnahmen findet ab 4. Juli zwischen dem Umspannwerk an der Vulkanstraße in Hochfeld und dem Umspannwerk am Innenhafen statt. Die Netze Duisburg investieren rund 5 Millionen Euro für den Neubau dieser 2,3 Kilometer langen Kabeltrasse in ihrem eigenen Hochspannungsnetz.

Die Netze Duisburg betreiben ein eigenes ca. 100 Kilometer langes Hochspannungsnetz mit einer Spannung von 110.000 Volt, das die Umspannwerke in den einzelnen Stadteilen verbindet. Von diesen Umspannwerken aus werden die Netzstationen in den Quartieren und von dort aus die Schaltschränke in den einzelnen Straßenzügen mit Strom versorgt. Das gesamte Netz ist so aufgebaut, dass auch dann noch alle Haushalte in der Stadt mit Strom versorgt werden könnten, wenn eines der 18 Umspannwerke ausfallen würde. „Wir haben das Stromnetz in Ringen aufgebaut, um bei Ausfällen schnell und umfassend reagieren zu können. Das erhöht die Versorgungssicherheit für alle Haushalte in Duisburg und dafür benötigen wir die neue Verbindung zwischen den Umspannwerken an der Vulkanstraße und am Innenhafen“, erklärt Bauleiter Stephan Schmengler.

Die Bauarbeiten an der neuen Kabelverbindung haben am 4. Juli am Umspannwerk an der Vulkanstraße begonnen, die dafür bis zum 13. August zwischen Julius-Weber- und Werftstraße voll gesperrt werden muss. Der Verkehr wird dafür großräumig umgeleitet. „Wir werden große Streckenabschnitte mit speziellen Spülbohr- und Presstechniken durchführen. An vielen Stellen lässt sich aber auch eine offene Bauweise nicht vermeiden, so dass dadurch auch Verkehrsbeeinträchtigungen entstehen“, erläutert Fachbauleiter Pascal Samel. In der Folge verläuft das neue Hochspannungskabel unter der Werftstraße, Marientorstraße und dann durch die Unterstraße. Entlang des Innenhafenbeckens haben in den vergangenen Wochen und Monaten umfangreiche Vorarbeiten zur Bodenuntersuchung stattgefunden, so dass die Kabeltrasse parallel zum Hafenbecken verlegt werden kann. Parallel zum Weg der Erinnerung wird die Trasse dann in den Philosophenweg führen, an dessen Ende das Umspannwerk Innenhafen steht. „Wir planen derzeit, alle Arbeiten bis Frühjahr 2023 durchzuführen und dann das Kabel in Betrieb zu nehmen“, so Samel.

Die neue Kabeltrasse bauen die Netze Duisburg auch mit Blick auf die anstehende Sanierung der Berliner Brücke der A59. Heute trägt diese Brücke noch Versorgungsleitungen, nach der Sanierung wird das nicht mehr möglich sein, so dass neue Verbindungen in der Stadt geschaffen werden müssen. Die Verbindung zwischen der Stadtmitte und dem Teil Duisburgs nördlich der Ruhr ist schon heute geschaffen, nämlich mit dem Düker-Bauwerk Aakerfähre.

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Hintergrund: Das Stromnetz in Duisburg
Das Stromnetz der Netze Duisburg GmbH hat insgesamt eine Länge von rund 5.900 Kilometer. Es übernimmt die Verteilung des Stroms vom Heizkraftwerk III der Stadtwerke Duisburg AG in Wanheim sowie von zwei Übergabestellen an das überregionale Übertragungsnetz. Von dort gelangt der Strom mit einer Hochspannung von 110.000 Volt zu den sogenannten Umspannwerken. Im Stadtgebiet gibt es 18 solcher Anlagen. Von hier aus geht es über Kabel in die Wohn- und Gewerbegebiete der Stadtteile

Das Stromnetz in Zahlen
Hochspannungsnetz (110.000 Volt): ca. 100 km Länge
Mittelspannungsnetz (25.000 und 10.000 Volt): ca. 1.400 km Länge
Niederspannungsnetz (400 und 230 Volt): ca. 3.200 km Länge
Straßenbeleuchtung: ca. 1.100 km Länge
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)
Foto: Petra Grünendahl

 

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