MKM Museum Küppersmühle zeigt Fotografien von Andreas Gursky

Spannende Perspektiven aus der Region und darüber hinaus
Von Petra Grünendahl

Kreuzfahrt (l.), NN (r.): Andreas Gursky im MKM Museum Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.
„Andreas Gursky hält uns den Spiegel vor von einer Welt, die wir kennen, aber so nicht erwarten”, führte Museumsdirektor Prof. Dr. h. c. Walter Smerling in das Werk des Fotografen ein. Der Betrachter findet skupturales Denken in Fotografien umgesetzt. Manche Fotografien sind als Schnappschüsse entstanden, weil Gursky ein Motiv interessant fand. „Entscheidend ist aber: Taugt es zum ‚Bild’“, erklärte Gursky. Schon früh – in den 1990er-Jahren – hatte Gursky die digitalen Möglichkeiten der Fotografie für sich entdeckt. Wo der nötige Abstand zum Motiv fehlt, arbeitet Gursky mit mehreren Aufnahmen für eine „Montage“, die er digital zusammen setzt. Andere Fotos wie auch Schnappschüsse mit dem Smartphone sind eher nur minimal nachbearbeitet. Viele Bilder wirken leicht, alltäglich. Erst auf den zweiten Blick erkennt man seine Konzeption und die Inszenierung. Speziell die großformatigen Werke haben in den hohen Räumen des Museums ihren Reiz. Sie leben aber auch davon, dass der Betrachter aus der Nähe wie bei Wimmelbildern ihre Einzelheiten ausmachen kann.

 

Andreas Gursky (im Vordergrund) und Walter Smerling (l.) im MKM Museum Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.
Die neue Ausstellung im Erdgeschoss des Museums Küppermühle (MKM) stellte Walter Smerling zusammen mit den Fotografen Andreas Gursky im Pressegespräch vor. Smerling hat die Werkschau – ein Querschnitt seines Schaffens – in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler kuratiert: Die Retrospektive ist explizit für den Ort und mit Bezug zur Region gestaltet. „Wir haben hier fantastische Räume mit einem tollen Licht“, schwärmte der Fotograf vom Museum. Während seines Studiums an der Düsseldorfer Akademie bei Bernd und Hilla Becher diente ihm die Region oftmals als Schauplatz. Über 60 Arbeiten aus vier Jahrzehnten zeigt das MKM: Von frühen Arbeiten aus dem Ruhrgebiet über bekannte ikonische Werke bis hin zu neuen Arbeiten. Während die großen hohen Hallen des Museums primär die Großformate präsentieren, gibt es unter anderem in Eingangsbereich die kleinformatigen Werke zu sehen. Die Ausstellung ist ab 9. September fürs Publikum geöffnet.

 

 
Der Künstler

Andreas Gursky im MKM Museum Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.
Andreas Gursky wurde 1955 in Leipzig geboren. Vater und Großvater waren Werbefotografen. Ab 1956 wuchs er in Düsseldorf auf. Zunächst studierte er an der Folkwang Universität in Essen. 1980 begann er an der Düsseldorfer Kunstakademie sein Studium. Bei Bernd Becher schloss er 1985 als Meisterschüler sein Studium ab. Von 2010 bis 2018 hatte er eine Professur für Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf inne. Gurskys Werke finden sich weltweit auf Ausstellungen, in Sammlungen und Museen. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Rhein: Andreas Gursky im MKM Museum Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.
Die Ausstellung „Andreas Gursky“ verdankt das MKM dem Einsatz des Künstlers und seinem Team sowie der Kooperation mit der Galerie Sprüth Magers und dem Museum der bildenden Künste Leipzig. Finanziell unterstützt die National-Bank Essen die Schau, die ansonsten in dieser Dimension nicht möglich gewesen wäre. Aus Anlass der Ausstellung im MdbK in Leipzig ist das Künstlerbuch „–2020. Andreas Gursky“ erschienen, das auch in der Ausstellung im Museum Küppersmühle erhältlich ist. Das 188-seitige Werk mit 57 Bildtafeln, Hardcover mit Leineneinband im Format 30 x 26,3 cm und Schuber, ist für 89 Euro an der Museumskasse zu haben (ISBN 978-3-00-066711-4).

 

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Museum Küppersmühle:
Duisburger haben donnerstags freien Eintritt

Bauhaus: Andreas Gursky im MKM Museum Küppersmühle. Foto: Petra Grünendahl.
Die Ausstellung „Andreas Gursky“ ist bis zum 30. Januar 2022 in den Erdgeschossräumen des Museums zu sehen. Das Museum Küppersmühle findet man im Innenhafen am Philosophenweg 55 (Haupteingang, der Parkplatz befindet sich auf der anderen Straßenseite). Mittwochs ist das Museum von 14 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet nur für die Wechselausstellungen 6 Euro (ermäßigt 3 Euro), für das gesamte Haus (inkl. Wechselausstellung) 12 Euro (ermäßigt 6 Euro). Familien (2 Erwachsene plus Kinder) zahlen 18 Euro für das ganze Haus, 10 Euro für Wechselausstellungen. Kinder bis 16 Jahren haben freien Eintritt. Kindergruppen (Schule, Kita, Kinderfreizeit) zahlen 2 Euro pro Kind und Betreuer. Donnerstags haben alle Duisburger (gegen Vorlage des Personalausweises) freien Eintritt. Das MKM ist Partner der Ruhrkultur.Card. Alle Ausstellungsräume des Museums sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Informationen gibt es unter http://www.museum-kueppersmuehle.de). Es gelten die jeweils gültigen Corona-Regeln.

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Impressionen. Fotos: Petra Grünendahl

 
© 2021 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 
 

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