Urlaub in Spanien ist günstig wie nie

Foto: M W / pixabay.
Spanien ist eines der beliebtesten Reiseziele deutscher Urlauber. Allein im Jahr 2019 verbrachten rund 7 Millionen Deutsche ihren Urlaub in Spanien. 2020 hingegen ging die Zahl der Touristen aufgrund der Corona-Pandemie drastisch zurück. 2021 konnte sich die spanische Tourismusbranche zwar wieder über steigende Übernachtungszahlen freuen – hat mittlerweile und aufgrund des Aufflammens der Delta-Variante jedoch erneut mit einer deutlich sinkenden Nachfrage zu kämpfen.

 
Vom Touristenmagnet zum Hochinzidenzgebiet

La Sagrada Familia in Barcelona. Foto: Patrice Audet / pixabay.
Als Reiseziel erfreut sich Spanien insbesondere unter deutschen Touristen stets großer Beliebtheit. Sowohl das kulturelle Angebot in Madrid oder Barcelona als auch die ausgelassene Stimmung auf den Balearen zogen jedes Jahr Millionen von Touristen an.

 
Mittlerweile sieht das jedoch anders aus: Insbesondere im Herbst 2020 wurde Spanien vom Coronavirus hart getroffen. Von Reisen in das Land wurde durch das Auswärtige Amt abgeraten. In der Konsequenz hatte Spanien mit einer kaum noch vorhandenen Nachfrage im Tourismusbereich zu kämpfen.

 
Nach kurzer Erholung im Frühjahr und zum Sommerbeginn 2021 ist das Land nun erneut mit diesem Problem konfrontiert: Die Infektionszahlen in Spanien waren – genau wie in Deutschland – im Frühjahr und zum Sommerbeginn eher niedrig. Mittlerweile steigen sie trotz eines guten Impf-Fortschritts wieder an. Aus diesem Grund gilt ganz Spanien seit dem 11. Juli 2021 wieder als Corona-Risikogebiet.

 
Der Status Spaniens als Risikogebiet sorgt dafür, dass die Nachfrage nach touristischen Reisen nach Spanien deutlich sinkt. Dementsprechend sind auch die Flugpreise wieder im Keller. Grund für die sinkende Nachfrage ist allerdings nicht allein die Angst vor dem Virus. Vielmehr ist ein Urlaub in einem Risikogebiet ist für deutsche Urlauber mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden, die viele Reisende nicht in Kauf nehmen möchten.

 
Inzidenz in Spanien liegt über der 50er-Marke

Malaga. Foto: Pexels / pixabay.
Für einige Monate bewegte sich die 7-Tage-Inzidenz in Spanien auf einem eher niedrigen Niveau. Im Juni 2021 stieg sie jedoch wieder an und erreichte Ende Juli Werte von deutlich über 300 – das liegt merklich über dem kritischen Wert von 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern in 7 Tagen. Mittlerweile sinkt die Inzidenz zwar wieder, liegt am 3. August 2021 aber landesweit nach wie vor bei rund 280. Auf den Balearen wird sogar ein Inzidenzwert von 345,61 erreicht.

 
Unter Urlaubern sorgen die hohen Inzidenzwerte nicht nur für die Angst vor einer Coronainfektion während des Urlaubs. Vielmehr machen die hohen Inzidenzwerte auch die Einreise nach Spanien, den Aufenthalt vor Ort und die Rückreise nach Deutschland unkomfortabler. Insbesondere aus diesem Grund entscheiden sich viele Touristen gegen Sommer- oder Herbstferien auf Mallorca oder dem spanischen Festland.

 
Diese Corona-Regeln gelten bei der Einreise nach Spanien
Wer von Deutschland aus mit dem Flugzeug nach Spanien reist, muss bei der Einreise keinen Impfnachweis und keinen negativen Corona-Test vorlegen. Schließlich wird Deutschland von den spanischen Behörden nicht als Risikogebiet eingestuft.

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Eine Ausnahme von dieser Regelung gilt lediglich auf Mallorca und den Balearen: Gruppenreisende, die mit über 20 Personen anreisen, müssen beim Check-in in ihrer Unterkunft einen negativen PCR-Test oder einen Impfnachweis vorlegen.

 
Außerdem müssen alle Urlauber, die mit dem Flugzeug oder Schiff nach Spanien gelangen, ein digitales Einreiseformular ausfüllen. Ist das Formular ausgefüllt, wird ein QR-Code generiert, der bei der späteren Einreise vorzulegen ist.

 
Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Spanien?

Balearen. Foto: Lutz Hirschmann / pixabay.
Viele deutsche Urlauber verzichten aktuell auf eine Spanienreise. Sie fürchten, dass sie die vor Ort geltenden Corona-Regeln während ihres Aufenthalts zu sehr einschränken könnten.

 
Tatsächlich gelten in Spanien nach wie vor einige Corona-Maßnahmen. Sie werden prinzipiell von den 18 Regionen Spaniens individuell beschlossen. Generell gelten dabei folgende Regelungen:

  • Eine generelle Maskenpflicht im Freien besteht nicht
  • Eine Maskenpflicht besteht dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann
  • Im Freien besteht Rauchverbot, wenn nicht mindestens 2 Meter Abstand zu anderen Personen eingehalten werden. Auch das Rauchen im Gehen ist teilweise verboten.
  • Strände sind nutzbar – allerdings gelten auch hier die Abstandsregeln
  • Nachtclubs und Diskotheken dürfen bei einer Inzidenz unter 50 öffnen (Sperrstunde: 3.00 Uhr)
  • Auf Mallorca, Menorca und Ibiza gelten nächtliche Versammlungsverbote. Zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr dürfen sich nur Personen aus einem Haushalt treffen
  • Parks und Strände sind von 22.00 bis 6.00 Uhr geschlossen

 
Rückreise nach Deutschland: Das müssen Spanien-Urlauber beachten

Palagrugell, Spanien. Foto: Susan Flynn / unsplash.
Wer nach seinem Urlaub in Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. Von dieser Regelung ausgenommen sind lediglich nachweislich vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter 6 Jahren. Sollte der Corona-Test am Urlaubsort positiv ausfallen, müssen sich Urlauber vor Ort in Quarantäne begeben.

 
Da Spanien durch das RKI als Hochinzidenzgebiet eingestuft wurde, müssen sich Urlauber nach ihrer Rückkehr nach Deutschland außerdem direkt in Quarantäne begeben. Die Quarantäne dauert 10 Tage, kann aber nach dem fünften Tag durch einen negativen Corona-Test vorzeitig beendet werden. Von der Quarantäne-Regelung sind lediglich Geimpfte und Genesene ausgenommen.
Fotos: M W / pixabay (1), Patrice Audet / pixabay (1), Pexels / pixabay (1), Lutz Hirschmann / pixabay (1), Susan Flynn / unsplash (1)

 

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