Deutsche Oper am Rhein: Das UFO startet durch mit „Die unbedingten Dinge“ vor dem Duisburger Hauptbahnhof

Als das Leben noch Spaß machte: Musikalische Reise zurück in die Kindheit
Von Petra Grünendahl

Zaghafte Annäherung: UFO der Deutschen Oper am Rhein auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.
In der „Bubble“ spielte Musik. Ganz zaghaft näherten sich die Kinder, hielten zunächst Distanz zu den merkwürdigen Figuren in der Blase. Schnell hatten sie aber die Scheu verloren und kamen ganz dicht bis an die Plastik-Außenhaut heran, bevor sie schließlich hinein gebeten wurden in das UFO der Jungen Oper Urban. Admira (Romana Noack) und Lenz (Florian Simson) hat es aus dem Jahr 2071 als Zeitreisende hierher verschlagen: Sie sind auf der Suche nach den wesentlichen, den „unbedingten“ Dingen für Glück und Spaß am Leben, die sie in der Zukunft verloren haben.
Von links: Rocco Rescigno (Rocco), Romana Noack (Admira), Florian Simson (Lenz). Foto: Rainer Schlautmann.
Es gibt Klänge, aber keine Lieder. Es gibt Worte, aber keine Ideen oder Geschichten. Admira und Lenz, musikalisch unterstützt von Posaunist Rocco (Rocco Rescigno) und Fuchs (Christoph Lamberty) mit den Schlaginstrumenten, entlocken den Kindern die wesentlichen Dinge, die dem Leben Spaß geben. Die Kinder sind sehr aktiv in die Handlung eingebunden und beteiligten sich stürmisch daran, die Zeitreisenden mit ihren Erkenntnissen zurück in die Zukunft zu bringen.

 

Von links: Romana Noack (Admira), Rocco Rescigno (Rocco), Florian Simson (Lenz). Foto: Rainer Schlautmann.
Kinder ab 6 Jahren lädt das UFO der Deutschen Oper am Rhein am Portsmouthplatz zum Musiktheater „Die unbedingten Dinge“ ein. Das Stück ist das erste von acht Uraufführungen, die das Projekt in den nächsten zwei Jahren an wechselnden Orten in Duisburg und Düsseldorf vorsieht. Zusammen mit Duisburger Grundschulkindern haben das Klangkunstduo „Merzouga“ (Eva Pöpplein & Janko Hanushevsky) und die Librettistin Nikola Huppertz das Stück entwickelt.
Von links: Romana Noack (Admira), Rocco Rescigno (Rocco), Florian Simson (Lenz). Foto: Rainer Schlautmann.
In der Inszenierung von Kerstin Steeb macht sich das junge Publikum mit zwei Zeitreisenden auf die Suche nach den großen Schätzen unserer Gegenwart. Die 4. Klasse der Gerhard-Hauptmann-Grundschule in Rumeln hatte sich im Vorfeld über Fragebögen selber an den Inhalten beteiligt, ihr Leben und Erleben in die Entwicklung des Stücks mit eingebracht. Sie genossen die Nähe zu den Akteuren, die auf die rege Beteiligung der jungen Zuschauer zählen konnten.

 

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UFO soll Kinder ans Musiktheater heranführen

Schüler rückten neugierig näher: UFO der Deutschen Oper am Rhein auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.
Das trübe Wetter tat der Laune der Viertklässler keinen Abbruch. Immerhin regnete es (noch) nicht. „Wir haben auch eine Regen-Variante des Stücks“, beruhigte Michaela Dicu, Projektleiterin des UFO bei der Deutschen Oper am Rhein, vor der Vorstellung. Mit dem mobilen Theaterbau will die Oper nicht nur – je nach Stück – ein jüngeres bis sehr junges Publikum ansprechen, sondern durch wechselnde Standorte für die Produktionen die Kinder auch „abholen“: Gerade solche möchte man mit dieser Art und als ergänzenden Baustein der „Nachwuchsförderung“ ansprechen, die man sonst eher weniger erreicht. Weitere Landepunkte des UFO in Duisburg liegen in Bruckhausen (am Kulturbunker), in Ruhrort/Laar (am Eisenbahnhafen) und am Innenhafen. Dazu kommen vier Standorte in Düsseldorf. Den Klangkörper des UFO hat das raumlabor berlin entwickelt. Für Ausstattung und Kostüme zeichnen Jan Hendrik Neidert und Lorena Díaz Stephens verantwortlich.

Weitere Informationen zum Projekt „UFO – Junge Oper Urban“ der Deutschen Oper am Rhein und seiner ersten Landung in Duisburg gibt es auch hier.

 
Studio 47 hatte zur Premiere berichtet

 
Ein kleiner Vorgeschmack

 

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Weitere Termine in Duisburg:

UFO der Deutschen Oper am Rhein auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.
Do | 7. Oktober 2021 | 11:00 Uhr,
Sa | 9. Oktober 2021 | 15:00 Uhr,
So | 10. Oktober 2021 | 15:00 Uhr,
Di | 12. Oktober 2021 | 11:00 Uhr (ausverkauft),
Mi | 13. Oktober 2021 | 11:00 Uhr (ausverkauft),
Do | 14. Oktober 2021 | 11:00 Uhr (ausverkauft),
So | 17. Oktober 2021 | 15:00 Uhr,
Do | 21. Oktober 2021 | 11:00 Uhr und
Sa | 23. Oktober 2021 | 15:00 Uhr.

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg. Foto: Petra Grünendahl.
Die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg gGmbH ist eine Theatergemeinschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg, die auf eine lange Tradition der Zusammenarbeit zwischen den beiden Großstädten zurückblicken kann. Seit ihrer Gründung 1956 zählt sie zu den bedeutendsten Opernhäusern Deutschlands. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor sowie die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Musiktheater und Tanz in Europa entwickelt. Sie ist in der größten und dichtesten Kulturregion Deutschlands beheimatet. Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein.
www.operamrhein.de und Junge Oper am Rhein

 

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Blick ins Innere: UFO der Deutschen Oper am Rhein auf dem Portsmouthplatz vor dem Hauptbahnhof. Foto: Petra Grünendahl.
Tickets für das UFO gibt es für 10 Euro online ebenso wie in der gemeinsamen Theaterkasse von Theater Duisburg und Deutscher Oper am Rhein im ehemaligen Restaurant „Theaterkeller“. Der Eingang befindet sich auf der rechten Seite des Theaters gegenüber vom Duisburger Hof (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 18.30 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr). Karten bestellen kann man auch per Telefon 0203 / 283-62100, Fax 0203 / 283-62210 oder eMail karten@theater-duisburg.de.

 

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Corona-Regeln
Das UFO bietet Platz für ca. 30 Personen. Im Innenraum besteht Maskenpflicht. Außerdem gilt die G3-Regel.
Mehr zu den aktuellen Corona-Regeln: operamrhein.de/de_DE/wissenswertes

 
© 2021 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl (5), Rainer Schlautmann (3)

 

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