Theater am Marientor (TaM) in Duisburg: Wolfgang DeMarco will mit neuem Konzept durchstarten

Nach der Modernisierung startet Vorstellungsbetrieb Anfang 2022
Von Petra Grünendahl

Wolfgang DeMarco ist Theaterdirektor und künstlerischer Leiter im Theater am Marientor (TaM). Foto: Petra Grünendahl.
„Das Publikum schreit nach Theater“, erklärte Wolfgang DeMarco, Theaterdirektor und Produzent am „neuen“ Theater am Marientor (TaM). Und das will ihnen der Duisburger mit österreichischen Wurzeln ab dem kommenden Jahr wieder bieten. Musicaltheater auf der großen Bühne und in einem der schönsten Theatersäle, den Deutschland zu bieten habe, schwärmt er. Hier habe 1996 die Erfolgsgeschichte von „Les Miserables“ auf dem europäischen Markt seinen Anfang genommen – und daran wolle man anknüpfen: „Wir wollen diesem Haus das Vertrauen der Zuschauer und den Glanz der großen Tage zurückgeben.“ Im TaM solle aber nicht nur die Theaterbühne bespielt werden: „Wir wollen das Foyer künftig multifunktional nutzen“, so DeMarco. Es biete sich mit seiner architektonischen Auslegung einfach dafür an: „Kleinkunst, Kabarett, Dinnertheater und vieles mehr, im kleineren Rahmen für bis zu ca. 350 Zuschauer mit einer flexiblen Bühne.“ Karnevalssitzungen, Vernissagen, Partys und kleinere Messen würden das gesamte Foyer nutzen können, Hochzeiten und Kongresse eventuell in Kombination mit Saal und Bühne.

 

Das Theater am Marientor (TaM). Foto: Petra Grünendahl.
Die Pläne des neuen TaM-Eigentümers stellte Wolfgang DeMarco im Pressegespräch auf der Theaterbühne vor. Während im Hintergrund aufwändige Modernisierungsarbeiten laufen, schildert DeMarco, mit welchem Ziel die TaM Theater GmbH mit ihrem Geschäftsführer Marc Schäfer hier am Standort investiert. Gegenüber des TaM ist an der Steinschen Gasse mit dem Twins Hotel ein weiteres Projekt des Duisburger Immobilien-Unternehmers entstanden. Mit den neuen Eigentümern stehe das TaM auf einer soliden wirtschaftlichen Basis, betonte DeMarco. Mit Investitionen von mehreren Hunderttausend Euro wird das in die Jahre gekommene Musicaltheater revitalisiert: Klimatechnik, Elektrik, Bühne und Theatersaal, aber vor allem auch das Foyer. Hier will man zusätzlich Raum und Ambiente für Veranstaltungen schaffen. „Alle Beteiligten arbeiten mit Herzblut an einer tollen Zukunft für das Haus“, lobte DeMarco seine Mitstreiter.

 

 
Neubeginn 2022 mit ersten Buchungen

Der Theatersaal im Theater am Marientor (TaM). Foto: Petra Grünendahl.
Die Vermarktung des Musicaltheaters soll nach intensiven Beratungen nun doch als „Theater am Marientor“ laufen (statt des zwischenzeitlich avisierten „TaM Theater Duisburg“). Zwei Buchungen konnte DeMarco für Anfang 2022 schon vermelden: das Musical „Das Phantom der Oper“ in der Version von Arndt Gerber & Paul Wilhelm (19. Januar) und die spektakuläre Tanzshow „Night of the Dance“ (19. Februar). Zudem findet im TaM das Finale der Duisburger TANZtage am 2. und 3. April 2022 statt. Zu einem avisierten Event Ende April wollte DeMarco noch keine Dettails nennen. Neben der Vermietung und Kooperationen setzt DeMarco längerfristig auch auf eigene Produktionen: „Wallace“ ist bühnenfertig choreografiert und könnte, sobald die wirtschaftliche Betriebsgrundlage da ist, für eine Uraufführung mit einem neuen Cast einstudiert werden. Ein Projekt, welches der Theaterdirektor aber frühestens 2023 in Angriff nehmen will, wenn Schritt für Schritt andere Projekte laufen. Die Eigentümer investieren aktuell viel Geld: Mittel- bis langfristig soll der Theaterbetrieb natürlich auch Geld einspielen. Der Weg ist steinig, will doch mit der Herstellung des alten Glanzes und dem neuen Konzept auch das Publikum zurück erobert werden. Wolfgang DeMarco ist zuversichtlich, mahnt aber zu Geduld. In einem Einzugsbereich von rund 8 Mio. Menschen sieht er für das Duisburger Musicaltheater realistische Chancen.

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© 2021 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 
 

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