Junge Oper am Rhein zeigt das Stück „T.R.A.S.H“ in Duisburger Schulen

Von jungen Opernmachern entwickelt

Die Oper „T.R.A.S.H.“ mit Sopranistin Merle Bader (Melitta) und Julia Berg (Klarinette). Foto: Daniel Senzek.
In zwei Duisburger Schulen präsentiert die Deutsche Oper am Rhein in dieser Woche das künstlerische Ergebnis ihres Projekts „Opernmacher 2.0“. Trotz und während der Pandemie entwickelten 22 Jugend­liche und junge Erwachsenen innerhalb von zwei Spielzeiten die Oper „T.R.A.S.H“. Unter professio­nel­ler Anleitung verfassten sie das Libretto, komponierten die Musik, entwarfen die Kostüme und das Bühnen­bild und entwickelten in einer Regie-Werkstatt die szenischen Ideen für die Aufführung. Corona-bedingt konnte das Stück bisher noch nicht öffentlich gezeigt werden, kommt als mobile Produk­tion jetzt aber in einigen Schulen zur Aufführung. Den Anfang machen in dieser Woche das Landfermann-Gymnasium in Duisburg und die Gesamtschule Emschertal in Duisburg-Hamborn.

In der Libretto-Werkstatt entwickelten die Teilnehmer unter der Leitung von Sascha Pranschke, Autor und Dozent für kreatives Schreiben, die Geschichte über Melitta, die mit ihrem kranken Vater in einem Slum auf einer riesigen Mülldeponie lebt. Was sie zum Leben braucht, muss sie im Müll finden, tauschen oder stehlen. Eine andere Welt kennt sie nicht, denn die Grenze der Deponie wird von T.R.A.S.H. bewacht – angeblich, um Melitta und die anderen vor der Müll produzierenden Außenwelt zu schützen. Als ein Fremder ihr vom wirk­lichen Leben hinter der Grenze erzählt, bekommt Melittas Weltbild Risse, und sie macht sich auf den Weg in die unbekannte Außenwelt. „T.R.A.S.H.“ setzt sich mit dem globalen Problem der Müllproduktion und organisierter Ungerechtigkeit auseinander, öffnet Denkräume und liefert Stoff zum Diskutieren – und erzählt von einer Grenzen überwindenden Freundschaft.

Zu dem Operntext entstand in der Kompositionswerkstatt unter Anleitung des Kompositionslehrers David Graham die Musik zur neuen Oper. Die Junge Oper am Rhein leitete mit Unterstützung der Bühnen- und Kostümbildnerin Isabell Ziegler eine Werkstatt, in der die Kostüme und das Bühnenbild entworfen wurden. Recycling spielte auch bei der Ausstattung der mobilen Jugendoper eine ausschlaggebende Rolle, indem konsequent auf recycelte Materialien für Bühne und Kostüm zurückgegriffen wurde. Schließlich entwickelte Theaterpädagogin und Regisseurin Katrin Sedlbauer von der Jungen Oper am Rhein mit den Teilnehmern der Regie-Werkstatt Ideen für die Inszenierung des Stücks. Über Videokonferenzen wurden sie in die Proben einbezogen und standen so mit dem Künstler*innen im regen Austausch. Aufgeführt wird „T.R.A.S.H.“ von Alumni des Studio Musikfabrik: Merle Bader (Sopran), Julia Berg (Klarinette), Moritz Koch (Schlagwerk) und Julius Schepansky/Pavel Efremov (Akkordeon).

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Nach den beiden ersten Schulaufführungen in Duisburg können weitere Vorstellungen gebucht werden. Interes­sier­te Schulen melden sich bitte bei der Jungen Oper am Rhein, Telefon 0211 / 8925-457, eMail schule@operamrhein.de.
Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg
Foto: Daniel Senzek

 

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