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Universität Duisburg-Essen (UDE) untersucht Homeoffice nach der Corona-Pandemie

Welche Chancen haben erwerbstätige Eltern?

Home Office. Foto: xps / unsplash.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Schutzmaßnahmen haben insbesondere Familien und berufstätige Eltern sehr belastet. Die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Carearbeit forderte neue Lösungsstrategien von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Frage nach den Chancen und Potentialen der neuen Arbeitsformen hat das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) im Zuge von vier studentischen Forschungsprojekten näher untersucht.

Die Studierenden schauten sich dafür verschiedene Gruppen von Beschäftigten im Lehrforschungsprojekt „Kind und Karriere im Homeoffice: Digitalisierung in der Arbeitswelt aus Genderperspektive“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Klammer und Dr. Caroline Richter (IAQ) an. Jedes Projekt untersuchte die Erfahrungen mit dem pandemiebedingten Homeoffice für eine spezifische Gruppe. Untersucht wurden Beschäftigte in Verwaltungsberufen, Juniorprofessoren, Beschäftigte in Museen und Väter aus verschiedenen Berufsgruppen.

Unabhängig von der Untersuchungsgruppe zeigte sich in den auf Leitfadeninterviews basierten Forschungsprojekten, dass die Arbeit im Homeoffice insgesamt positiv bewertet wurde und die Arbeitnehmer*innen auch nach Corona daran festhalten möchten. Insbesondere die flexiblere Gestaltung des Alltags und die damit verbundene bessere Integration von Arbeitsaufgaben in den familiären Tagesablauf wurden vorteilhaft wahrgenommen. Auch der entfallende Arbeitsweg wurden von den interviewten Personen positiv bewertet.

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Gleichzeitig entstand durch zeitweilig entfallende Betreuungsangebote für Kinder eine Mehrbelastung. Keines der vorliegenden Ergebnisse untermauerte jedoch pauschal die These der Retraditionalisierung im Verhältnis der Geschlechter. Die meisten Interviewten gaben an, dass es keine Neugewichtung bei der Verteilung der Carearbeit gegeben habe. Selbst der Umgang mit Erkrankungen wurde neu bewertet und die Tatsache, trotz leichter Erkrankung von zu Haus arbeiten zu können, als positiv gewertet. Unterschiede in der Einschätzung der neuen Arbeitsformen ließen sich allerdings nach Familienformen, Einkommen und Arbeitsfeldern feststellen.

„Zukünftig wird es darum gehen, die Potenziale der corona-bedingten Änderungen im Arbeitsalltag zu nutzen und auszubauen“, erwartet Prof. Dr. Ute Klammer, Geschäftsführende Direktorin des IAQ. Für Arbeitnehmer biete sich die Chance, die Vereinbarkeit von Berufs,- Familien,- und Sozialleben neu zu gestalten. „Unterstützung werden sie dabei von den Arbeitgebern sowie politischen Akteuren benötigen!“
Universität Duisburg-Essen (UDE)
Foto: xps / unsplash

 

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