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Marktentwicklung und -prognose: Online-Glücksspiel Deutschland – was bringt die Zukunft?

Dem virtuellen Glücksspielmarkt in Deutschland wird eine profitable Zukunft prognostiziert. Foto: Heather Gill / unsplash.
Der Online-Glücksspielmarkt in Deutschland hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen und dürfte angesichts der bundesweiten Legalisierung durch den Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), der im Juli 2021 in Kraft getreten ist, in Zukunft weiter wachsen.

 
Online-Glücksspiel in Deutschland
Das Glücksspiel in Deutschland wurde durch die Politik lange Zeit restriktiv reguliert. Der erste GlüStV aus dem Jahre 2008 sah ein terrestrisches Anbietermonopol vor, das sowohl für Sportwetten als auch für klassische Casinospiele galt. Private Wettbewerber waren entsprechend untersagt. Online-Glücksspiel war gar komplett verboten.

In den Folgejahren bahnte sich ein Aufweichungsprozess der restriktiven Gesetzgebung an, der im Jahr 2012 in einer eigenwilligen Auslegung der Rechtslage mündete. So blieben rund 15 Bundesländer der grundsätzlichen Ausrichtung treu und untersagten weiterhin virtuelle Glücksspiele. Dafür wurde der terrestrische Markt ein stückweit aufgelockert und das Monopol gesprengt.

Schleswig-Holstein löste sich zu diesem Zeitpunkt vom damaligen Staatsvertrag und wagte einen Alleingang, der die Legalisierung von Online-Glücksspielen vorsah. Das nördlichste Bundesland stellte ein neues Landesglücksspielgesetz auf die Beine und vergab Glücksspiellizenzen an Online-Anbieter, die legal in Schleswig-Holstein ihre Produkte anbieten durften.

Der Alleingang der damaligen Landesregierung von Schleswig-Holstein wirbelte den Markt in Deutschland ordentlich durcheinander. Neue Lösungsansätze mussten her. Die ersten Bemühungen verpufften jedoch. Einige Jahre mussten erst verstreichen, bis sich alle Ministerpräsidenten gemeinsam auf eine neue, liberale und zeitgemäße Glücksspielregulierung einigen konnten.

Im Juli 2021 trat schließlich der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft, der Online-Glücksspiele bundesweit legalisierte. Die hiesige Spielergemeinde kann heute in lizensierten Online-Casinos legal ihrem Hobby nachgehen, was wiederum die Marktentwicklung positiv tangiert. Mittlerweile ist auch das Lizenzverfahren durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) angelaufen, so dass immer mehr seriöse Anbieter auf den Markt strömen – Casino-Empfehlungen auf onlinecasinosdeutschland.de.

 
Markt profitiert durch Legalisierung des Online-Glücksspiels
Der neue GlüStV gilt als Meilenstein in der Historie der deutschen Glücksspielgesetzgebung. Niemals zuvor war der hiesige Markt so einheitlich, zeitgemäß und progressiv reguliert. Vom neuen Rechtsrahmen profitieren sowohl Spieler als auch Betreiber, wodurch der Glücksspielbranche in der Bundesrepublik ein solides Fundament für zukünftiges Wachstum geboten wird.

Vor der Legalisierung des Online-Marktes im Jahr 2020 lagen die Bruttospielerträge der hiesigen Branche bei 2,67 Milliarden Euro. Davon entfielen 155 Millionen auf Online-Spielbanken und 94 Millionen auf Online-Poker. Den überwältigenden Großteil setzten dagegen die beliebten Online-Slots um, die vor der Legalisierung ausschließlich auf Plattformen mit EU-Lizenz verfügbar waren – trotz gesetzlicher Grauzone. Insgesamt 2,42 Milliarden Euro erwirtschafteten die virtuellen Spielautomaten mit EU-Konzessionen.

Im Jahr 2021 stieg das Gesamtvolumen des Marktes auf 2,87 Milliarden Euro. Mit 320 Millionen Euro trugen erstmals auch Online-Slots mit deutscher Lizenz zu den Bruttospielerträgen bei. Im gleichen Atemzug schrumpften die EU-Ableger minimal auf 2,32 Milliarden Euro. Einen Rückgang verbuchten auch die Online-Spielbanken (139 Millionen Euro) und Online-Poker (88 Millionen Euro).

 
Marktprognose: Online-Glücksspiel auf dem Vormarsch
Noch ist das Jahr 2022 im vollen Gange, doch die ersten Quartale sprechen eine deutliche Sprache. Die Legalisierung des Online-Glücksspiels in Deutschland trägt zu höheren Umsatzzahlen bei. Laut Statista wird nach Jahresabschluss der erwirtschaftete Bruttospielertrag der deutschen Online-Slots im Vergleich zum Vorjahr erheblich steigen – auf 1,2 Milliarden Euro.

Einen Anstieg kann auch das Gesamtvolumen verbuchen. Insgesamt 3,0 Milliarden Euro werden alle Segmente im Kollektiv generieren. Dabei wird der Anteil der EU-Ableger deutlich schrumpfen – auf 1,59 Milliarden Euro. Online-Spielbanken (117 Millionen Euro) und Online-Poker (81 Millionen Euro) sind ebenfalls rückläufig.

Im Jahr 2023 erfolgt dann eine Wachablösung. Auf die Online-Slots mit EU-Lizenz entfallen nur noch 1,1 Milliarden Euro, wohingegen die virtuellen Spielautomaten mit deutscher Konzession rund 1,82 Milliarden Euro erwirtschaften werden. Im darauffolgenden Jahr zementiert sich aller Voraussicht nach der neue Status quo. So steigt der Anteil der heimischen Online-Slots auf 1,9 Milliarden Euro.

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Online-Glücksspiel: Spielspaß trotz strikter Regeln?
Die positiven Zukunftsaussichten wirken angesichts der strikten Regularien, die der neue GlüStV vorgibt, auf den ersten Blick paradox. Denn gleichwohl der heimische Online-Markt liberal ausgerichtet wurde, bleiben Spieler- und Jugendschutz das oberste Gut.

Um Minderjährige und gefährdete Menschen vom Glücksspiel fernzuhalten sowie die Spielsucht einzudämmen, hat die Politik den neuen Rechtsrahmen mit zahlreiche Maßnahmen versehen, die die spielerische Entfaltung in hohem Maße geißelt.

Folgende restriktive Regeln gelten in Deutschland:

  • Spieler dürfen monatlich maximal 1.000 Euro für Glücksspiele ausgeben.
  • Es gilt ein Einsatzlimit von 1,00 Euro für Spielautomaten.
  • Es gilt die sogenannte Fünf-Sekunden-Regel, die eine Pause von fünf Sekunden nach jeder Spielrunde vorsieht.
  • Spieler dürfen nicht parallel in mehreren Online-Casinos spielen.
  • Das Spielangebot ist arg limitiert. In Online-Casinos mit deutscher Lizenz stehen den Spielern ausschließlich virtuelle Automatenspiele zur Verfügung. Andere beliebte Spiele wie Roulette oder Blackjack sind gesetzlich untersagt.

Trotz der strengen Regeln wird der hiesige Online-Markt durch die Legalisierung profitieren. Das liegt vor allem daran, dass die lizensierten Online-Casinos hierzulande sowohl seriös als auch sicher sind. Eigenschaften, die in der Branche nicht immer selbstverständlich sind.

 
Casinos – weltweites Marktvolumen
Dem deutschen Online-Glücksspielmarkt blüht zwar eine rosige Zukunft, doch wie ist es um das weltweite Marktvolumen bestellt? Im internationalen Vergleich ist die Bundesrepublik nur ein kleiner Absatzmarkt, der nur wenig zu den Gesamtumsätzen beisteuert.

Von 2011 bis heute ist das weltweite Marktvolumen im Grunde beständig. So generierte die internationale Industrie im Jahr 2011 insgesamt 276,87 Milliarden US-Dollar (USD). Im Folgejahr gab es mit 278,79 Milliarden US-Dollar kaum Veränderungen, ehe es 2013 einen Anstieg auf 290,82 Milliarden US-Dollar gab, der auch den Höchstumsatz in den vergangenen elf Jahren markiert. 2014 fiel das Gesamtvolumen wieder leicht – auf 286,44 Milliarden US-Dollar.

Die Spanne von 2015 bis 2018 bildet zwar eine sehr beständige Phase, jedoch auf geringerem Niveau als in den vorausgegangenen Jahren:

  • 2015 – 254,63 Milliarden USD
  • 2016 – 254,63 Milliarden USD
  • 2017 – 256,57 Milliarden USD
  • 2018 – 250,93 Milliarden USD

Im Jahr 2019 verzeichnete der globale Markt ein Wachstum, das ein Volumen von 265,93 Milliarden USD bedeutet. Der Aufwärtstrend wurde jedoch jäh durch die Corona-Pandemie unterbrochen. Die Auswirkungen des Virus waren dafür verantwortlich, dass die Gesamteinnahmen im Jahr 2020 auf 202,54 Milliarden USD einbrachen.

Auch wenn das Folgejahr weiterhin stark von der Krise geprägt war, erholte sich die Industrie und konnte 230,86 Milliarden USD umsetzen. In diesem Jahr werden die eingenommen Bruttospielerträge bei voraussichtlich 265,26 Milliarden USD liegen.
cms
Foto: Heather Gill / unsplash

 

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