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Sparen in der Krise

Steigende Preise drohen das Haushaltsbudget zu fressen. Damit der Kühlschrank nicht oder die Heizung aus bleiben muss, helfen leicht umsetzbare Spartipps. Mit Coupons, Angebotssuche und einem Anbietervergleich mindestens einmal jährlich wird die Haushaltskasse schnell um mehrere hundert Euro entlastet.

 
Viel aus dem Haushaltsbudget herausholen:
Jeder Euro mehr zählt

Krisenzeiten zeigen, wie gut das eigene Budgetmanagement tatsächlich sein kann. Gibt es beispielsweise eine Inflation, ist das zur Verfügung stehende Geld plötzlich deutlich weniger wert. Durch die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Co. wartet an der Kasse oftmals der Schock und womöglich muss der ein oder andere im Laden zurückbleiben. Damit das Einkaufserlebnis trotz steigender Preise nicht zum Spießrutenlauf wird, helfen ein paar einfache Tipps.

 
Mit Werbeangeboten sparen
Vor allem Supermärkte haben fast wöchentlich wechselnde Angebote, bei denen Kunden Vorteilspreise bei Obst, Gemüse und anderen Produkten nutzen können. Wer diese Werbeangebote nutzt, kann häufig mehr als 50 Prozent sparen und das Haushaltsbudget nachhaltig entlasten.

Tipp: Das Schreiben eines Einkaufszettels hilft dabei, bloß keine interessanten Produkte zu vergessen oder zu viel zu kaufen. Stattdessen geht es organisiert zu und alles, was wirklich benötigt wird, landet im Einkaufswagen.

 
Coupons und Cashback einsetzen
Einkaufen mit Coupons hat vor allem in den USA eine lange Tradition. Kluge Shopper kombinieren ihre Gutscheine so, dass sie oftmals an der Kasse keinen Cent zahlen müssen. Mittlerweile haben auch viele deutsche Unternehmen die Vorzüge von Coupons entdeckt und stellen sie als zusätzliche Vorteilsangebote auf Produktverpackungen zur Verfügung. Durch das Einlösen der Coupons gibt es beispielsweise einen Artikel gratis oder einen Preisvorteil.

Auch Cashback kann sich lohnen, denn hier erhalten Kunden einen bestimmten Betrag ihres Kaufpreises zurück. Vor allem Kreditkartenunternehmen möchten mit ihren Cashback-Angeboten neue Kunden anziehen und versprechen beispielsweise bis zu drei Prozent des Umsatzes als Gutschrift.

 

 
Mehr aus dem Haushaltsbudget machen:
Mit der 50-30-20-Regel klappt es

Um das Budget für Einkäufe nicht überstrapazieren zu müssen, ist eine Planung des Haushaltsbudgets hilfreich. Die 50-30-20-Regel lässt sich gut in den Alltag integrieren und erfordert kein Profi-Wissen zur Wirtschaft und Co.

Kern der Regel ist es, die Einkünfte nach einem einfachen Prinzip aufzuteilen: 50 Prozent für alles Lebensnotwendige (Fixkosten), 30 Prozent für Freizeitgestaltungen und 20 Prozent zum Investieren/Sparen. Ja, auch das Sparen ist bei einem geringen Budget wesentlicher Bestandteil, um langfristig kein Loch in der Haushaltskasse zu haben und mit beruhigtem Gewissen in die Zukunft blicken zu können.

 
So einfach wird die 50-30-20-Regel in den Alltag integriert
Bevor das Geld überhaupt ausgegeben wird, sollten die Einnahmen verteilt werden. Häufig erhalten Arbeitnehmer Monat für Monat das gleiche Gehalt und können mit Verteilungsautomatismen auf ihrem Konto arbeiten.

Immer mehr Kreditinstitute bieten neben dem Hauptkonto auch zahlreiche (kostenlose) Unterkonten (auch als Hubs oder Wallets bekannt). Diese können unter Berücksichtigung der 50-30-20-Regel beschriftet werden, sodass die Verteilung deutlich leichter fällt. Über das Hauptkonto werden beispielsweise alle Fixkosten wie Miete, Telefon, Internetanschluss usw. beglichen. Auf dem Unterkonto für Freizeitaktivitäten stehen 30 Prozent des Monatseinkommens für Ausflüge, Kinobesuche und andere Highlights zur Verfügung. Das zweite Unterkonto dient mit seinem Guthaben zum Sparen/Investieren.

Sobald die Einnahmen eintreffen, werden sie wahlweise per Hand oder mit einem Automatismus (er steht nicht bei allen Banken zur Verfügung) auf die Unterkonten verteilt. Bei einer Gehaltszahlung von 2.500 Euro würde das mit der 50-30-20-Regel beispielsweise 1.250 Euro für das Hauptkonto und die Fixkosten, 750 Euro für das Freizeitaktivitäten-Unterkonto und 500 Euro für das Spar-Unterkonto bedeuten.

 
50 Prozent für Fixkosten:
Auch hier können kluge Konsumenten noch mehr sparen

Der regelmäßige Kassensturz und Anbieter-Vergleich hilft dabei, Kosten bei Telefon, Versicherung und anderen Verträgen zu reduzieren. Foto: Bru-nO / pixabay.
Die Fixkosten machen den Löwenanteil der monatlichen Ausgaben aus. Dazu gehören neben Miete oder Hypothekenzinsen auch Versicherungsbeiträge, Strom- und/oder Gasrechnung, Telefon, Internet, Müllgebühren usw. Hier wird alles zusammengefasst, was monatliche Belastungen rund um das tägliche Leben sind und auf die niemand verzichten kann.

Auch bei den Fixkosten wartet ein großes Sparpotenzial, denn regelmäßige Tarif- und Vertragsüberprüfungen können sich lohnen. Wer beispielsweise seinen Telefon-/Internetvertrag nicht automatisch verlängern lässt, sondern vor dem Ende der eigentlichen Vertragslaufzeit kündigt, erhält von vielen Anbietern ein günstigeres Angebot. Schließlich möchten sie ihre Bestandskunden weiter begeistern und sind deshalb zu preislichen Entgegenkommen bereit. Ließe sich die Telefonrechnung pro Monat nur um 10 Euro reduzieren, würde das pro Jahr ein Sparpotenzial von 120 Euro ausmachen. Viel Geld, was in Freizeitaktivitäten oder den Vermögensaufbau fließen könnte.

 
Stromvergleich kann jährlich über 100 Euro Einsparung bringen
Deutliche Preisunterschiede gibt es auch bei den Stromanbietern. Abhängig von der Haushaltsgröße machen Stromkosten mit mehr als 50 Euro einen großen Anteil des Gesamtbudgets aus. Bei der transparenten Übersicht und dem schnellen Finden günstigerer Anbieter hilft ein kostenloser Vergleich. Durch die Eingabe des bisherigen Verbrauches und der Postleitzahl zeigt sich schnell, ob und welcher Anbieter bei der Kostensenkung unterstützt werden kann.

Viele Verbraucher scheuen den Wechsel aus Angst, durch Umstellungsprobleme plötzlich ohne Stromversorgung dazustehen. Doch diese Sorgen sind unbegründet, denn in Deutschland gibt es die Regelung des Basistarifs. Auch, wenn es im unwahrscheinlichen Fall zu Umstellungsproblemen kommen sollte, erhalten Verbraucher ihre Stromlieferung durch das örtliche Versorgungsunternehmen.

Tipp: Viele Stromanbieter begrüßen neue Kunden besonders euphorisch und stellen beispielsweise einen einmaligen Bonus zur Verfügung. Das können neben Sachprämien auch Einmalzahlungen sein, die sich auf die monatlichen Stromkosten reduzieren. Wer solche Aktionen klug mit seiner Wechselentscheidung kombiniert, spart gleich doppelt.

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Regelmäßige Kontrolle der bestehenden Versicherungen
Auch bei den Versicherungen wartet weiteres Einsparpotenzial. In Deutschland können Autofahrer ihre Versicherung jährlich problemlos wechseln. Stichtag ist oftmals der 30. November des aktuellen Jahres, um die Kündigung einzureichen.

Ein Vergleich vorab über ein neutrales Portal hilft, um noch günstigere Versicherungsanbieter zu finden. Mit der geschickten Auswahl können oft ohne großen Aufwand mehr als 100 Euro gespart werden.

Eine regelmäßige Überprüfung aller Versicherungsverträge ist ebenso sinnvoll. Wird beispielsweise die Hausratversicherung tatsächlich noch für diese im Vertrag festgelegte Fläche benötigt oder hat sich die Wohnsituation mittlerweile verkleinert? Ist eine Auslandsreisekrankenversicherung tatsächlich noch sinnvoll, wenn sie vielleicht sogar bereits in die neue Kreditkarte integriert ist? Wer sich jährlich kurz Zeit für eine Überprüfung der aktuellen Ausgaben nimmt, hat im nächsten Jahr häufig noch mehr freies Budget zur Verfügung.

 
30 Prozent für Freizeitgestaltung:
Stadt-Sparkarte und andere Angebote bringen fast kostenlos Spaß

In den USA sind Coupons längst Kult und verhelfen zu enormen Einsparungen. Auch in Deutschland lässt sich mit ihrer Hilfe viel günstiger einkaufen. Foto: bertie watson / pixabay.
Wer arbeitet, muss und darf sich auch regelmäßig eine Auszeit gönnen. Das ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern trägt auch zur Stressreduktion bei. Vom monatlichen Budget können ca. 30 Prozent für Kinobesucher, ein Tag im Spaßbad, Essengehen und andere Freizeitaktivitäten genutzt werden.

Mit der Preissteigerung klettern auch hier die Ausgaben, trotzdem muss niemand gelangweilt auf der Couch sitzen. Kinofans, die spezielle Spar-Tage nutzen, können den Blockbuster deutlich günstiger sehen. Fast jedes Kino hat einen Tag pro Woche, wo der Kartenpreis weniger kostet. Auf diese Weise lassen sich 50 Prozent oder mehr sparen.

Kluge Kinobesucher nutzen nämlich nicht nur den speziellen Spar-Tag, sondern halten auch Ausschau nach Coupons oder Sparvorzüge mit Städtekarte. In Dresden gibt es beispielsweise die sogenannte „Dresden for friends“ Karte, die bei Vorlage Preisreduktionen beim Essengehen, dem Kinobesuch oder anderen Freizeitaktivitäten bietet. Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Karten, die freien oder vergünstigten Eintritt in Museen, Schlösser oder andere Freizeitangebote der jeweiligen Region gewähren. Wer solche Sparmöglichkeiten klug miteinander kombiniert, kann sogar weniger als 30 Prozent des Haushaltsbudgets ausgeben.

 
20 Prozent zum Vermögensaufbau:
Das beruhigende Gefühl wird monatlich intensiver

In deutschen Haushalten wird Sparen schon lange gelebt. Im zweiten Quartal 2022 hatten Bundesbürger mehr als 7,4 Milliarden Euro in ihrem Sparstrumpf. Ein wichtiger Grund hierfür ist das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit, denn ganz ohne finanzielle Rücklagen steigt das unbehagliche Gefühl.

Finanzexperten empfehlen deshalb, ca. 20 Prozent der monatlichen Einnahmen für den Vermögensaufbau einzusetzen. Doch auch hier gibt es deutliche Unterschiede, denn nicht jedes Finanzprodukt bringt tatsächlich Sicherheit. Wer in risikoreiche Märkte und Finanzprodukte investiert, riskiert einen (kompletten) Verlust. Ein Beispiel dafür sind Kryptowährungen. Bitcoin galt aufgrund seiner rasanten Wertzuwächse lange als gewinnbringende Anlage, doch über Nacht stürzte der Preis um mehrere Prozentpunkte und Investoren verloren viel.

Soll der Vermögensaufbau kontinuierlich und weniger risikoreich erfolgen, ist ein Mix aus verschiedenen Finanzprodukten empfehlenswert. Für den langfristigen Horizont sind Wertpapiere ideal. Für die Risikostreuung und Investitionen auch mit kleinem Budget werden ETF-Sparpläne immer beliebter. Auch das klassische Tagesgeld- oder Festgeldkonto könnte bei einem neuerlichen Zinsanstieg interessant sein. Lange haben Banken Sparer auf ihrem Konto nicht belohnt, sondern speisten sie mit 0 Prozent Vergütung oder bei höheren Einlagen sogar einen Negativzins ab. Doch nach der Zinsanpassung durch die EZB haben einige Banken bereits wieder Zinsen für Sparer im Angebot.

Tipp: Kapitalerträge (beispielsweise durch Zinsgutschriften) müssen in Deutschland versteuert werden. Wer einen Betrag von 1.000 Euro (bis 2022 waren es noch 801 Euro) überschreitet, muss dafür die sogenannte Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zahlen.

 
Haushaltsbudget erhöhen:
Einmal pro Jahr sollte jeder ausräumen und damit Geld verdienen

In 365 Tagen können sich im Haushalt viele Gegenstände ansammeln: Bücher, die nicht mehr gelesen werden, Kleidungsstücke, die nicht mehr getragen werden, Haushaltsgeräte, die niemand mehr benötigt. Ein jährliches Aufräumen bringt nicht nur mehr Stauraum, sondern im besten Fall auch zusätzliches Budget in die Haushaltskasse.

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Der Verkauf eines älteren Elektrogerätes und der Ersatz gegen ein neueres Modell lohnt sich gleich zweifach: Es gibt Geld für den Verkauf und die Anschaffung energiesparender Geräte entlastet die Stromrechnung. Kleinanzeigenportale sind eine gute Möglichkeit, um nicht mehr benötigte Gegenstände ohne einen Mehrkostenaufwand zu veräußern.

Tipp: Der intensive Blick in den Keller und die Suche nach Metallen kann sich lohnen. Vielleicht haben Eltern oder Großeltern noch zu manches Schätzchen aus Kupfer, Edelstahl und Co. zurückgelassen. Ein Verkauf beim Wertstoffhof oder Schrotthändler bringt, abhängig vom Material und der Menge, ebenso ein paar Euro zusätzlich.
cms
Fotos: Bru-nO / pixabay (1), bertie watson / pixabay (1), Finanzcheck (Infografik)

 

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