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Jungfernfahrt der neuen Generation: DVG nimmt neue Straßenbahn auf der Linie 903 in Betrieb

Komfortable Bahnen mit Klimaanlage und WLAN sollen Mobilitätswende voran bringen
Von Petra Grünendahl

Alstom-Vizepräsident Dirk Wunderlich (ganz rechts) erklärte die Besonderheiten der neuen Bahn (v. l.): DVG-Vorstandsvorsitzender Marcus Wittig, Oberbürgermeister Sören Link, DVG-Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Lieske und DVG-Vorstand Andreas Gutschek. Foto: Petra Grünendahl.
Schick sehen sie aus: Die neuen Straßenbahnen der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) vom Hersteller Alstom, von denen die Erste ab Morgen im Linienbetrieb der 903 durch Duisburg fährt. Insgesamt 49 sind bestellt: Sie werden bis 2025 geliefert und in Betrieb genommen. Die Lieferung weiterer 11 Fahrzeuge ist bereits zugesagt: „Unser Ziel ist ein 5-Minuten-Takt auf den Linien 901 und 903“, sagte Oberbürgermeister Sören Link zur Jungfernfahrt. Es wird allerdings noch ein paar Jahre dauern, bis die Flotte ausreichend aufgestockt ist, dauert doch die Produktion einer Bahn in laufender Fertigung ein gutes Jahr.
Jungfernfahrt der neuen Niederflurbahn der DVG. Foto: Petra Grünendahl.
Komfortabler sind die neuen Bahnen: Auf 33,50 Meter Länge und 2,30 Meter Breite ist Platz für rund 200 Fahrgäste. Klimaanlage und WLAN sollen die Attraktivität des Verkehrsmittels stärken. An barrierefreien Haltestellen, die man allerdings längst nicht überall an der Strecke findet, ist der Einstieg für Menschen mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator einfacher. Breite Außenschwenk-Schiebetüren führen in einen großen offenen Eingangsbereich, der einen schnelleren Fahrgastwechsel ermöglichen soll. Halt findet man aber nur unmittelbar links und rechts neben den Türen. Das kann für Menschen, die diesen Halt brauchen, allerdings zur Barriere werden!

 

Präsentierten das Fahrzeug der Öffentlichkeit (v. l.): Andreas Gutschek, DVG-Vorstand Digitalisierung und Infrastruktur, Dieter Lieske, Aufsichtsratsvorsitzender der DVG, Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der DVG, Dirk Wunderlich, Vizepräsident Urban Transport Alstom Region DACH, und Oberbürgermeister Sören Link. Foto: Petra Grünendahl.
Zur Jungfernfahrt mit dem neuen Niederflurfahrzeug hatte die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) eingeladen: Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der DVG, Oberbürgermeister Sören Link, DVG-Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Lieske, Andreas Gutscheck, DVG-Vorstand Digitalisierung und Infrastruktur, sowie Dirk Wunderlich, Alstoms Vizepräsident Urban Transport für die Region DACH, standen der Presse Rede und Antwort. Sie alle waren voll Lobes für die neuen Straßenbahnen. „Zu einem zukunftsfähigen Nahverkehr in der Stadt gehören vor allem moderne und komfortable Fahrzeuge“, sagte OB Link.
Oberbürgermeister Sören Link auf der Jungfernfahrt der neuen Niederflurbahn der DVG. Foto: Petra Grünendahl.
„Mit den neuen Bahnen wollen wir noch mehr Menschen dazu bewegen, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.“ – „Der ÖPNV spielt eine zentrale Rolle für eine umweltfreundliche Mobilität in unserer Stadt, deshalb muss er verbessert und weiter ausgebaut werden“, schloss sich Dieter Lieske an. „Wir freuen uns, die neuen Bahnen nun auch im Linienbetrieb einsetzen zu können. Mit den modernen Bahnen sind wir für die kommenden Jahrzehnte gut gerüstet“, erklärte Marcus Wittig.

 

 
Barrierefreiheit und mehr Komfort

Jungfernfahrt der neuen Niederflurbahn der DVG. Foto: Petra Grünendahl.
„Die Fahrzeuge sind barrierefrei, bieten mehr Platz, haben eine moderne Innenausstattung und vor allem die langersehnte Klimaanlage für Fahrgäste und das Fahrpersonal. Außerdem verfügen sie über WLAN“, berichtete Andreas Gutschek, Vorstand Digitalisierung und Infrastruktur bei der DVG. „Die neuen Fahrzeuge punkten mit Nachhaltigkeit, Komfort und Sicherheit. Modernste Technik hilft dabei, Hindernisse zu erkennen und Kollisionen zu vermeiden“, erklärte Dirk Wunderlich vom Hersteller Alstom.
Die nächsten neuen Niederflurbahnen der DVG stehen schon in den Startlöchern. Foto: Petra Grünendahl.
Sieben weitere Bahnen sollen in den kommenden Wochen ebenfalls in den Linieneinsatz gehen. Dafür müssen sie am Betriebshof Grunewald noch in Betrieb genommen werden. Die DVG rechnet mit einer Prüfdauer von zwei Wochen pro Bahn, die Inbetriebnahme der sieben Fahrzeuge läuft parallel. Die neuen Niederflurfahrzeuge von Alstom gehen auf den Linien 901 und 903 in Betrieb. Auf der U79 kommen andere Fahrzeuge zum Einsatz.

 

Die nächsten neuen Niederflurbahnen der DVG stehen schon in den Startlöchern. Foto: Petra Grünendahl.
Weitere Fahrzeuge werden nach Fertigung und Anlieferung des Herstellers kontinuierlich die Straßenbahnflotte ergänzen. Die DVG investiert rund 135 Millionen Euro in ihre neue Niederflur-Flotte. Zwei Doppelmonitore bieten den Fahrgästen aktuelle Informationen wie die nächsten Haltestellen, Anschlussverbindungen oder auch beispielsweise Verkehrsstörungen. Die Fahrzeuge haben, wie heute auch, eine Videoüberwachung, ermöglichen aber nun über Monitore in der Fahrerkabine Fahrern einen Blick in den Fahrgastraum. Wie die alten Bahnen, werden auch die neuen Fahrzeuge mit Naturstrom aus Wasserkraft betrieben. Die neuen Bahnen seien nicht wartungsintesiver als die alten, versicherte Dirk Wunderlich, obwohl mehr Technik verbaut sei. Wenn die bisherigen Bahnen außer Betrieb gehen, sollten sie verkauft oder verschrottet werden, erzählte Andreas Gutscheck.

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Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG)

Jungfernfahrt der neuen Niederflurbahn der DVG. Foto: Petra Grünendahl.
Auf einem Streckennetz von 500,9 Kilometern betreibt die DVG zwei Straßenbahnlinien (901 und 903), eine Stadtbahnlinie (U79) und 44 Buslinien mit insgesamt 785 Haltestellen sowie das on-demand-Angebot myBus. Das Unternehmen hat 754 Mitarbeiter und transportiert mit 100 Bussen und 57 Bahnen rund 42,5 Mio. Fahrgäste im Jahr. Die DVG betreibt seit über 140 Jahren den öffentlichen Personennahverkehr in Duisburg und ist ein Tochterunternehmen der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV).

 
© 2023 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 
 

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